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Archiv für die Kategorie ‘Gesundheitswesen’

Märchen des Gesundheitsministers in Griechenland

5. Januar 2014 / Aufrufe: 731 Kommentare ausgeschaltet

Gesundheitsminister Adonis Georgiadis in Griechenland lässt geflissentlich unter den Tisch fallen, dass die neue Rezeptgebühr viele Patienten erheblich belastet.

Was sind 1 Euro vor der Ewigkeit, der Rettung des Vaterlandes, dem Gang an die Märkte, dem Herauskommen aus dem Memorandum? Die Antwort ist simpel. Es geht um das neue Märchen des griechischen Gesundheitsministers Adonis Georgiadis, das sich in das bekannte kommunikative Geschwätz der Regierung einreiht.

In den kommenden Tagen wird jeder Versicherte des „Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen“ (EOPYY), der sich zur Apotheke begibt um seine Medikamente zu holen, für jedes Rezept 1 Euro bezahlen. Der 1 Euro geht an den EOPYY und die Apotheker werden zu Kassierern gemacht, da sie die neue Abzocke an den Träger abzuführen haben. Der Betrag erscheint natürlich vernachlässigbar, und dies ist die Ansicht der Regierung und des Gesundheitsministers. Ist es jedoch so? Und ist es tatsächlich nur 1 Euro? Gemäß der beständigen kommunikativen Taktik der Regierung natürlich nicht …
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Wer in Griechenland kein Geld mehr hat, muss sterben!

4. Januar 2014 / Aufrufe: 2.328 3 Kommentare

In Griechenland verstarb ein 66-jähriger Arbeitsloser, nachdem die Krankenhäuser sich geweigert hatten, ihn ohne Bezahlung aufzunehmen.

Ein krebskranker 66-jähriger arbeitsloser Berufskraftfahrer ohne Sozialversicherung musste sterben, da sich laut der Sozialpraxis Ellinikou (Metropolitan Community Clinic at Helliniko) die Krankenhäuser weigerten, den Mann ohne Bezahlung aufzunehmen.

In einer Bekanntmachung führt das Zentrum an, bereits Anfang September 2013 Alarm geschlagen und das Gesundheitsministerium über 10 nicht sozialversicherte Personen – zu denen auch der verstorbene 66-Jährige zählte – informiert zu haben, die in Lebensgefahr schweben, da sie sich ohne Übernahme der Kosten nicht in den Krankenhäusern behandeln lassen können, „jedoch haben wir bis heute (03 Januar 2014) keinerlei Antwort erhalten„.
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Neue Krankenhausgebühr und Rezeptgebühr in Griechenland

4. Januar 2014 / Aufrufe: 1.092 Kommentare ausgeschaltet

Das Jahr 2014 bringt für die gesetzlich Versicherten in Griechenland sowohl eine neue Krankenhausgebühr als auch eine Rezeptgebühr.

Das Jahr 2014 scheint in Griechenland für den Bereich der Gesundheit ein Meilenstein zu sein, da tiefgreifende Änderungen im Gesundheitswesen des Landes kommen, die sich bereits ab dem ersten Tag auf das Portmonee der Versicherten auswirken werden!

Zur selben Stunde behaupten jedoch die Technokraten des Gesundheitsministeriums, es werde der Party Einhalt geboten, die so viele Jahre in öffentlichen und privaten Krankenhäusern, in Diagnosezentren und beim EOPYY stattfand, da fortan die Dienststellen des Ministeriums über elektronische „Werkzeuge“ verfügen, die ihm zu sehen gestatten, „wer den Finger in den Honigtopf steckt und den neuen Träger exzessiv belastet„, sei es mittels dirigierter Verschreibung von Medikamenten oder mittels ungerechtfertigter Magnet- oder Axialtomographien oder anderer sündhaft teurer Untersuchungen.
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Die Zäpfchen des Gesundheitsministers in Griechenland

27. November 2013 / Aktualisiert: 08. Februar 2017 / Aufrufe: 770 Kommentare ausgeschaltet

Die Politik des Gesundheitsministers in Griechenland scheint bisher nur Privatkliniken und internationale Pharma-Konzerne begünstigt zu haben.

Man könnte im Scherz sagen, Adonis Georgiadis sei jenseits jeden Zweifels der grundlegendste Promoter der Pharma-Industrie, da – sofern er seine Politik fortsetzt – bald Ärzte, medizinisches Personal und sicher die Patienten Pillen schlucken müssen, um ihn auszuhalten. Aber auch wenn jemand nichts mit all dem zu tun hat, reicht es schon, nur einem seiner dutzende TV-Auftritte zuzuhören, um Bekanntschaft zumindest mit Präparaten zu machen, die sich auf den Blutdruck beziehen.

Aber lassen wir die Scherze und begeben wir uns zur Essenz. Der Gesundheitsminister (ja, er ist Minister, und zwar für Gesundheit, er ist nicht nur einfach „Adonis“) kündigte an, 6.000 Medikamente billiger zu machen. Wer ihm nicht zustimmte, wurde attackiert, keine billigen Medikamente für das Volk zu wollen, sondern Interessen der Pharma-Industrie zu dienen. Sind jedoch die Billigpreise des Herrn Georgiadis ein Schlag gegen die Interessen?
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Griechenland liberalisiert Vertrieb von Lebensmittelergänzungen

25. November 2013 / Aufrufe: 705 3 Kommentare

Trotz heftiger Proteste der Apotheker dürfen in Griechenland Lebensmittelergänzungen demnächst auch in Supermärkten und per Internet verkauft werden.

Gemäß dem gemeinsamen Ministerialbeschluss, den die zuständigen Minister für Gesundheit (Adonis Georgiadis) und Entwicklung (Kostis Chatzidakis) unterzeichneten, ist zu erwarten, dass ab Mitte Dezember 2013 der bisher nur Apotheken gestattete Verkauf von Vitaminpräparaten und Lebensmittelergänzungen auch in den Supermärkten beginnen wird.

In dem Ministerialbeschluss wird klargestellt, dass es sich um eine Harmonisierung der nationalen Gesetzgebung mit einer einschlägigen Verordnung der Europäischen Union handelt.
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Griechenland holt private Versicherer ins Gesundheitssystem

13. November 2013 / Aktualisiert: 19. Mai 2018 / Aufrufe: 358 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland sollen private Versicherer mittels einschlägiger Kooperationen Zugang zu Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitssystems erhalten.

Auf der Konferenz „The Future of Insurance in Greece“ gab Gesundheitsminister Adonis Georgiadis seinen Beschluss bezüglich des Abschlusses von Kooperationen zwischen dem Gesundheitsministerium und privaten Versicherungsgesellschaften bekannt. Gleichzeitig kündigte er die Vorlage einer einschlägigen gesetzlichen Novelle zur Aufnahme von Nachmittags-OPs in den öffentlichen Krankenhäuser an.

Laut dem Minister wird dies positiv zur Vermarktung der Versicherungspakete der Versicherungsgesellschaften beitragen und die Versicherten werden von der zusätzlichen Kapazität profitieren, die sich auf dem Markt ergeben wird.
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Operationen in Griechenland auch nachmittags, aber gegen Bezahlung!

12. November 2013 / Aktualisiert: 01. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.010 8 Kommentare

In den öffentlichen Krankenhäusern in Griechenland sollen zukünftig auch nachmittags Operationen durchgeführt werden können – allerdings gegen Bezahlung.

Mit dem Ziel, die (nicht zuletzt infolge der von der Troika verlangten radikalen Eisparungen ständig wachsenden …) endlosen Wartelisten für reguläre Operationstermine im Nationalen Gesundheitssystem ESY zu entlasten, plant die griechische Regierung, die Operationssäle der öffentlichen Krankenhäuser auch nachmittags zu öffnen.

Wie bereits bei den sogenannten „Nachmittagspraxen“ in den Ambulanzen der öffentlichen Krankenhäuser werden laut einer Reportage der Zeitung „Kathimerini tis Kyriakis“ allerdings auch die nachmittags (sprich außerhalb der regulären Dienstzeiten) erfolgenden operativen Eingriffe einen konkreten Preis haben.
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Dramatische Zustände im Gesundheitswesen in Griechenland

10. November 2013 / Aktualisiert: 27. August 2015 / Aufrufe: 1.945 2 Kommentare

Fotos zeigen in dem größten Krankenhaus in Griechenland wie Vieh zusammengepferchte Patienten, während der Gesundheitsminister behauptet, alles sei in Ordnung.

Die Enthüllungen über die Behandlungsumstände in dem größten Krankenhaus des Griechenlands, dem „Evangelismos“ in Athen, nehmen kein Ende. Gesundheitsminister Adonis Georgiadis mag die Fachärzte – welche die Enthüllungen in Gang setzten – beschuldigen, das Nationale Gesundheitssystem (ESY) zu verleumden, die neuen Foto-Dokumente zeigen jedoch erneut die tragische drittweltliche Realität. Aufzeigend ist das neue Bild, das Fachpersonal des Krankenhauses aufnahmen und 8 Patienten in einem Krankenzimmer des 8. Stocks der 5. pathologischen Klinik am Sonntagmorgen (03.11.2013) zeigt.

Reaktion auf Immobiliensteuer-Bescheid für Spielhaus in Griechenland
Krankenzimmer der Pathologischen Klinik im Krankenhaus „Evangelismos“, 03.11.2013
Quelle: Verband der Fachärzte des Allgemeinen Krankenhauses „Evangelismos“


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Schulfrei für Blutspender in Griechenland

7. November 2013 / Aufrufe: 237 Kommentare ausgeschaltet

Schüler in Griechenland, die einem Blutspende-Aufruf Folge leisten, dürfen je nach Anlass einen oder zwei Tage entschuldigt dem Unterricht fernbleiben.

Um Schüler zur Beteiligung an Blutspenden zu motivieren, gewährt ihnen das griechische Bildungsministerium bis zu zwei Tage Schulfrei. Der von dem Staatsekretär im Bildungsministerium, Symeon Kedikoglou, unterzeichnete Beschluss gibt Schülern, die Blut für einen Patienten aus dem Umfeld ihrer Verwandtschaft spenden, am Tag der Blutspende dem Unterricht fern zu bleiben.

Wenn die Schüler dagegen aus eigener Initiative Blut in einem Blutspende-Zentrum spenden oder dem Aufruf einer zuständigen Behörde zur Deckung eines Notfalls folgen oder sich an einer organisierten Blutspendenaktion beteiligen, erhöht sich die „Prämie“ auf zwei schulfreie Tage, da die Schüler in einem solchen Fall berechtigt sind, auch am Folgetag dem Unterricht fernzubleiben.

Natürlich ist anzumerken, dass nur Schüler, die das 17. Lebensjahr vollendet haben, und nur mit schriftlicher Zustimmung ihrer Eltern / Erziehungsberechtigten Blutspender werden können.

(Quelle: Zougla.gr)

Griechenland erhöht Selbstbeteiligung für Medikamente

23. Oktober 2013 / Aufrufe: 677 3 Kommentare

Kassenpatienten in Griechenland müssen fortan die Preisdifferenz zwischen originalen Medikamenten und Generika in voller Höhe selbst tragen.

Seit Montag (21 Oktober 2013) müssen die Versicherten des griechischen Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) die Differenz zwischen den (von dem Gesundheitsministerium festgesetzten) Referenzpreisen und den realen Einzelhandelspreis für verschriebene Medikamente vollständig aus der eigenen Tasche bezahlen, wenn sie sich für originale oder teurere Präparate entscheiden.

Bisher entrichteten die Versicherten im Regelfall eine Selbstbeteiligung in Höhe von 25%, wenn der Einzelhandelspreis des Medikaments der Höhe des Referenzpreises entsprach. Wählten sie jedoch ein teureres Medikament, hatten sie dann die reguläre Selbstbeteiligung von 25% plus 50% der Differenz zwischen Referenz- und Einzelhandelspreis zu zahlen.
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