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Archiv für die Kategorie ‘Gesundheitswesen’

Zweieinhalb Millionen Bürger in Griechenland ohne Krankenversicherung

11. Oktober 2014 / Aufrufe: 2.496 9 Kommentare

Die stetig zunehmende Anzahl der Bürger in Griechenland ohne Krankenversicherung wird mittlerweile auf 2,5 Millionen veranschlagt.

Die nicht versicherten Bürger, deren Anzahl kontinuierlich zunimmt und bereits auf 2,5 Mio. Euro veranschlagt wird, sind gezwungen, das Golgatha der Bürokratie zu erleiden. Auf der anderen Seite stellt ihre medizinische Versorgung ein „Zeitbombe“ dar, die den Etat der Krankenhäuser bedroht und gleichzeitig alle in den letzten Jahren erfolgten Bemühungen, die „schwarzen Löcher“ im Nationalen Gesundheitssystem (ESY) zu schließen, in die Luft sprengt.

Theoretisch haben auf Basis der aktuellen Gesetzgebung die nicht Versicherten inzwischen kostenlosen Zugang zur Gesundheitsversorgung. In der Praxis zeigen jedoch Aussagen von Patienten und die Reportage der Zeitung „Ta Nea“ in sieben großen Krankenhäusern, dass die 2,5 Mio. Bürger, die keinen Versicherungsschutz haben, Geiseln der Bürokratie, Unwissenheit und sogar auch Gleichgültigkeit der Verwaltungsbeamten im ESY bleiben. All dies hat zum Resultat, dass es den Unversicherten praktisch unmöglich ist, den für eine kostenlose medizinische Versorgung gesetzten Voraussetzungen zu entsprechen, und die Experten warnen, Griechenland sei mit eine humanitären Krise konfrontiert.
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Private Versicherer kapern Gesundheitssystem in Griechenland

11. Juni 2014 / Aktualisiert: 02. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.555 2 Kommentare

Nach der systematischen Demontage des Gesundheitssystems in Griechenland zugunsten unternehmerischer Interessen wollen nun private Versicherer die Kontrolle übernehmen.

Die privaten Versicherungsgesellschaften streben in Griechenland inzwischen unverhohlen eine beherrschende Hauptrolle auf dem Bereich der Erbringung von Gesundheitsleistungen und die Substituierung der (gesetzlichen) Sozialversicherung im Zweig der Gesundheit an, zumal der Staat (mittels jüngst erfolgter Erklärungen des Gesundheitsministers) den Forderungen der Gesellschaften nicht nur „das grüne Licht“ gegeben hat, sondern anstrebt, die privaten Versicherungsgesellschaften zu Hauptanbietern von Gesundheitsleistungen zu machen, da er selbst nicht im Stande ist, die öffentlichen Krankenhäuser zu unterhalten.
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Griechenland: Strand, Ouzo und … Zahnarzt

23. April 2014 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 4.350 5 Kommentare

In Griechenland beginnt sich langsam, jedoch kontinuierlich ein wachstumsträchtiger Medizintourismus und speziell der Zahnarzt-Tourismus zu entwickeln.

In Griechenland macht die auf weltweitem Niveau populärste Art des Medizintourismus die ersten Schritte – nämlich der Zahnarzt-Tourismus, der sich auf ein Viertel der Menschen bezieht, die eine Reise unternehmen um Urlaub und Therapie zu kombinieren.

Mit seinem berühmten touristischen Produkt, aber auch seinen außerordentlich wettbewerbsfähigen Preisen als Waffen wird Griechenland ein Anziehungspol für Menschen, die in Ländern mit sündhaft teuren zahnärztlichen Dienstleistungen leben, wie Großbritannien, USA und Russland.
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Apotheker in Griechenland treten in Dauerstreik

25. März 2014 / Aufrufe: 925 5 Kommentare

Aus Protest gegen die Liberalisierung des Apotheken-Systems in Griechenland treten die Apotheker ab 26 März 2014 in einen unbefristeten Dauerstreik.

Die Apotheker in Griechenland schreiten ab Mittwoch (26 März 2014) zu einem Dauerstreik und antworten damit auf „die Überrumpelung von Seite der Regierung, die auf hinterhältige Weise in dem mit der Troika vereinbarten Gesetzentwurf im letzten Augenblick Änderungen im Apotheken-System herbeiführt und den Zweig der 12.000 Apotheken in eine Katastrophe führt und die öffentliche Gesundheit in Gefahr bringt„.

Bei einer außerordentlichen Pressekonferenz des Panhellenischen Pharma- bzw. Apotheker-Verbands (PFS) führte dessen Vorsitzender Kyriakos Theodosiadis an, es werden Bestimmungen vorangetrieben, die durch die Hintertür die Apotheken in die Supermärkte und Zockerbuden bringen, die gestatten, dass ein einziger Apotheker Lizenzen für 100 und mehr Apotheken inne hat, dass die Apotheken öffnen und schließen wann und zu welcher Zeit sie wollen, und die Mindestabstände zwischen den Apotheken mit der Folge der Konzentrierung der Apotheken in den Stadtzentren abschaffen, während das Medikament mit der Preisfreigabe ab 01-01-2017 zur Handelsware wird.
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Bereits 104 Grippe-Tote in Griechenland

21. März 2014 / Aktualisiert: 24. März 2017 / Aufrufe: 911 1 Kommentar

Die nach wie vor anhaltende Grippe-Welle hat in Griechenland inzwischen über 100 Todesopfer gefordert.

Die in den letzten Wochen in Griechenland verzeichnete Grippe-Welle zeigt weiterhin ein hohes Niveau der Aktivität und forderte inzwischen bereits 104 Todesopfer.

Die Wissenschaftler des Zentrums für Krankheitskontrolle und Vorbeugung (KELPNOO) betonen, der Anstieg der Infektionswelle werde sich noch wenigstens drei Wochen lang fortsetzen, während ab Mitte April 2014 mit einem Abklingen gerechnet wird.
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Rezeptbetrug zu Lasten der IKA in Griechenland aufgedeckt

20. März 2014 / Aufrufe: 407 Kommentare ausgeschaltet

Ein Kassenarzt in Griechenland soll zusammen mit einem Pharmareferenten und vier Apothekern den Versicherungsträger IKA um über 100000 Euro geschädigt haben.

Nach einer von der griechischen Versicherungsanstalt IKA erstatteten Strafanzeige wegen eines Betrugs, der dem Träger einen Schaden von über 100.000 Euro verursacht haben soll, wurde ein Strafverfahren wegen der Fälschung von Rezepten für hochpreisige Medikamente für Versicherte der Kasse eingeleitet, wobei ein Arzt der Kasse die Hauptrolle spielte.

Laut der in der Sache errichteten Anklageschrift fälschten ein Arzt der IKA, ein sogenannter Pharmareferent und vier beteiligte Apotheker auf den Namen ahnungsloser Versicherter ausgestellte Rezepte über sehr teure Medikamente für eine konkrete Erkrankung (an der die angeblichen Patienten jedoch niemals litten), führten die gefälschten Rezepte aus und fügten der Kasse damit einen erheblichen finanziellen Schaden zu.
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Krankenhaus-Betrug in Griechenland aufgedeckt

20. März 2014 / Aufrufe: 655 1 Kommentar

In Griechenland wurde ein Unternehmer verhaftet, der den Fiskus im Rahmen der Belieferung öffentlicher Krankenhäuser um 10 Millionen Euro geschädigt haben soll.

Auf 10 Millionen Euro soll sich der Schaden belaufen, der dem Fiskus durch in mehr als 100 öffentlichen Krankenhäusern mittels gefälschter und fiktiver Rechnungen überhöhte Rechnungsstellungen für medizinische Artikel zugefügt wurde. Der Betrug, den ein 55-jähriger Unternehmer ausgeheckt haben soll, wurde infolge einer von der Staatsanwältin Eleni Raikou angeordneten Untersuchung der stellvertretenden Staatsanwälte für die Bekämpfung der Korruption, Giannis Drafatsis und Antonis Eleftherionos aufgedeckt.

Auf Basis der in den Händen der staatsanwaltschaftlichen Behörden befindlichen Fakten ergibt sich die Einschätzung, dass dem 55-jährigen Unternehmer bei seinen Handlungen von Krankenhausverwaltungen und für deren Belieferungen zuständigen Bediensteten geholfen wurde. Der Unternehmer wurde am 13 März 2014 von der Wirtschaftspolizei in Glyfada einem luxuriösen Maisonetten-Komplex verhaftet, wo sich in der Garage ein Fahrzeug der Marke Ferrari im Wert von über 200.000 Euro befand.
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79 Grippe-Tote in Griechenland

6. März 2014 / Aufrufe: 328 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland sind bereits 79 Menschen an den Folgen einer Grippe-Infektion gestorben.

Laut den neuesten Angaben des Zentrums für Krankheitskontrolle und Vorbeugung (KEELPNO) sind in Griechenland im Rahmen der aktuellen Grippe-Welle bereits 79 Todesfälle infolge einer Grippe-Infektion verzeichnet worden. Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser wurden seit Oktober 2013 bis heute insgesamt 211 Personen wegen Grippe behandelt, während sich derzeit 63 Grippe-Patienten auf Intensivstationen befinden.

Die Wissenschaftler betonen, dass die meisten der betroffenen Patienten sich nicht gegen die Grippe impfen lassen hatten und parallel infolge chronischer Erkrankungen bereits gesundheitlich vorbelastet sind, und schätzen ein, das Phänomen der epochalen Grippe befinde sich in einer Phase des Abklingens, die sich bis Ende März 2014 fortsetzen wird.

(Quelle: To Pontiki, To Pontiki)

Troika fordert Freigabe des Medikamenten-Verkaufs in Griechenland

5. März 2014 / Aufrufe: 1.116 4 Kommentare

Die Verhandlungen mit der Troika stecken wieder einmal in einer Sackgasse, da die Gläubiger beharrlich die Freigabe des Verkaufs aller rezeptfreien Medikamente fordern.

Die meisten Themen, die sich auf die Apotheker und die nicht verschreibungspflichtigen Medikamente beziehen und den aktuellen Disput zwischen dem Gesundheitsministerium und den Vertretern der Gläubiger Griechenlands beziehen, bleiben weiterhin offen.

Der einzige Punkt, in dem beide Seiten eine Einigung erreichten, betrifft die Ausweitung der Öffnungszeiten der Apotheken an den Nachmittagen des Montags, Mittwochs und Samstags. In allen anderen Themen gab es eine völlige Meinungsverschiedenheit.
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Krebs ist in Griechenland keine dringliche Krankheit

2. März 2014 / Aufrufe: 2.092 2 Kommentare

Laut dem Gesundheitsminister in Griechenland gelten Erkrankungen wie Krebs nicht als dringlich, wenn der Patient keine Versicherung hat.

Der Gesundheitsminister Adonis Georgiadis schritt zu einer unerhört zynischen Erklärung und charakterisierte Krebs als eine Krankheit, die nicht dringlich ist, und deren Behandlung daher in den öffentlichen Krankenhäusern für Patienten ohne Versicherung nicht gedeckt wird, außer die Erkrankung befindet sich im Endstadium.

Die eiskalten Erklärungen des Gesundheitsministers werden in einem (auf den 22 Februar 2014 datierten) Artikel der renommierten amerikanischen Zeitung Washington Post zitiert, die über den Zusammenbruch des öffentlichen Gesundheitssystems in Griechenland berichtet. Die Zeitung beschreibt sogar die Odyssee eines nicht versicherten älteren Krebspatienten, des 60-jährigen Nikos Solomos, der nicht vermag, das Geld aufzutreiben um seine Krebserkrankung behandeln zu lassen.
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