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Archiv für die Kategorie ‘Gesundheitswesen’

Zunahme der Abtreibungen in Griechenland wegen der Krise

12. Juni 2015 / Aufrufe: 1.663 Kommentare ausgeschaltet

Wegen der Krise schreiten in Griechenland Paare immer häufiger zum Abbruch einer  unerwünschten Schwangerschaft.

Wie die Veranstalter des am 13 Juni 2015 in Thessaloniki stattfindenden 1. Panhellenischen Seminars für Psychosomatik in der pränatalen Gynäkologie mit Thema „Tangierung der psychischen Dimension der Frau“ berichten, werden in Griechenland jedes Jahr wenigstens 80.000 Abtreibungen vorgenommen, wobei eine von vier Frauen, die zu einer Abtreibung schreiten, minderjährig ist, während die Krise immer mehr Paare dazu führt, unerwünschte Schwangerschaften abzubrechen.
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Griechenland schuldet Pharma-Unternehmen über 1 Mrd Euro

30. Mai 2015 / Aktualisiert: 11. März 2017 / Aufrufe: 1.337 Kommentare ausgeschaltet

Laut einem Sprecher der EFPIA schuldet Griechenland den Pharma-Unternehmen über 1,1 Milliarden Euro.

Wie gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters ein Vertreter der European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA) enthüllte, belaufen sich die Schulden Griechenlands an die Pharma-Unternehmen auf über 1,1 Milliarden Euro.

Laut dem Telegramm der Agentur sehen die Pharma-Unternehmen sich wegen der Krise in Griechenland hinsichtlich der Fortsetzung des Zugangs des Landes zu medizinischem Material sogar mit einem großen moralischen Dilemma konfrontiert.
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Neue Kürzung der Krankenhaus-Etats in Griechenland

4. März 2015 / Aktualisiert: 10. Oktober 2018 / Aufrufe: 1.430 2 Kommentare

Die Krankenhäuser in Griechenland monieren eine neue Kürzung ihrer Etats um 50 Prozent, was das Gesundheitsministerium jedoch dementiert.

Laut einer Reportage der Sonntagsausgaube der griechischen Zeitung „To Vima“ werden als Teil der seit Februar begonnen „blutigen Einsparungen“ auf dem gesamten öffentlichen Sektor die Etats der öffentlichen Krankenhäuser in Griechenland ab März um ungefähr 51% gekürzt.

Wie „To Vima“ unter Präsentierung einschlägiger Schriftstücke des Gesundheitsministeriums berichtet, wurde für März 2015 die Freigabe eines Betrags von insgesamt 43,353 Mio. Euro genehmigt, während die Gesamtmittel für die Finanzierung der Krankenhäuser im Januar sich auf 99,74 Mio. Euro belaufen hatten.  Im entsprechenden Etat ist laut „To Vima“ die Auszahlung von ungefähr 87,727 Mio. Euro vorgesehen.
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Abschaffung der Ambulanz-Gebühr in Griechenland

16. Februar 2015 / Aufrufe: 622 Kommentare ausgeschaltet

Der neue Gesundheitsminister in Griechenland kündigte die Abschaffung der Praxisgebühr in Ambulanzen der öffentlichen Krankenhäuser und der Rezeptgebühr an.

Wie der neue Gesundheitsminister in Griechenland, Panagiotis Kouroumplis, gegenüber der Zeitung To Vima erklärte, wird er zur Abschaffung der Ambulanz-Gebühr in Höhe von 5 Euro und der Rezeptgebühr in Höhe von 1 Euro je Rezept für alle Patienten schreiten, die über eine griechische Sozialversicherungsnummer (AMKA) verfügen.  Er unterstreicht jedoch, „was die Touristen betrifft, wird gelten, was auch in den Ländern der Eurozone gilt. Die Gebühr wird nicht fünf Euro betragen. Sie wird höher sein„, und fragt sich: „Wir Griechen suchen ein Krankenhaus in Belgien auf und zahlen eine Gebühr von 20 Euro und die Touristen in Griechenland werden nur fünf Euro zahlen?

Weiter betont der Minister, der Staat werde nicht die Behandlungskosten in privaten Kliniken decken, und merkt an, „wenn einem der Staat als erste Wahl das öffentliche Krankenhaus anbietet und der Versicherte sich in eine Privatklinik begeben möchte, dann wird er die Klinik entweder aus eigener Tasche oder mittels seiner privaten Versicherung bezahlen. Der Staat bezahlt nur Eingriffe, die in einem öffentlichen Krankenhaus nicht erfolgen können.

(Quelle: To Pontiki)

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Warnung vor Antibiotika-Missbrauch in Griechenland

26. November 2014 / Aufrufe: 2.807 1 Kommentar

Bei dem Konsum von Antibiotika liegt Griechenland in ganz Europa auf dem ersten Platz, gefolgt von Frankreich und Italien.

Griechenland wird bei der Resistenz vieler Bakterien gegen Antibiotika zum „Champion“ Europas erklärt und es ist absolut notwendig, dass es umgehend eine richtige Informierung und Verhaltensanpassung sowohl der Patienten als auch der Ärzte gibt, da anderenfalls Menschen hilflos durch Superbakterien sterben werden, die nicht „gezähmt“ werden können.

Dieses düstere Bild umreißt der – Daten aus 30 europäischen Ländern, darunter auch Griechenland umfassende – letzte Bericht des Europäischen Zentrums für Prävention von Krankheiten in Zusammenhang mit der Resistenz der Mikroben gegen die Antibiotika. Im Gespräch mit der Zeitung „Vima“ betont der Generaldirektor des ECDC, Dr. Marc Sprenger, Griechenland zeige bezüglich gefährlicher Bakterien wie Escherichia coli (E.coli), aber auch Klebsiella pneumoniaeein im Vergleich zu dem übrigen Europa ein Bild größerer Resistenz, was äußerst beunruhigend ist.
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Eldorado der Leihmutterschaft in Griechenland

12. Oktober 2014 / Aufrufe: 4.294 3 Kommentare

Griechenland gilt als Eldorado für Leihmutterschaften, da es der einzige EU-Mitgliedstaat ist, der die Leihmutterschaft ausdrücklich ermuntert.

Die französische Zeitung Figaro präsentiert in ihrer Sonntagsausgabe einen Bericht über eine Reise in Griechenland und dem „Eldorado der Leihmutterschaft“. Mit Ausgangspunkt eine hochmoderne Einrichtung für außerkörperliche Befruchtungen in Thessaloniki entdeckt die französische Journalistin Stefan Kovac die intensive Nachfrage aus ganz Europa, die speziell nach der Lockerung des einschlägigen Gesetzes im Sommer 2014 die ungefähr 60 Fortpflanzungshilfe-Kliniken des Landes verzeichnen und laut der Reportage „offensichtlich auf den Fortpflanzungs-Tourismus bauen„.

Der Artikel beginnt mit einer „wunderbaren Geschichte der Solidarität“, wie ein Märchen. „Es gab einmal zwei Freundinnen. Die eine von ihnen, die ältere, konnte keine Kinder bekommen. Die zweite – bereits Mutter dreier Kinder – beschloss, einen Samen in ihrer Gebärmutter wachsen zu lassen, um ihrer Freundin das schönste Geschenk zu machen, auf dass diese so lange wartete. Ungefähr so wurde Anastasia für deren Familie zur Heldin und der von ihr geborene – heute fünfjährige – kleine Junge ein Segen für seine Eltern.
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Zweieinhalb Millionen Bürger in Griechenland ohne Krankenversicherung

11. Oktober 2014 / Aufrufe: 2.474 9 Kommentare

Die stetig zunehmende Anzahl der Bürger in Griechenland ohne Krankenversicherung wird mittlerweile auf 2,5 Millionen veranschlagt.

Die nicht versicherten Bürger, deren Anzahl kontinuierlich zunimmt und bereits auf 2,5 Mio. Euro veranschlagt wird, sind gezwungen, das Golgatha der Bürokratie zu erleiden. Auf der anderen Seite stellt ihre medizinische Versorgung ein „Zeitbombe“ dar, die den Etat der Krankenhäuser bedroht und gleichzeitig alle in den letzten Jahren erfolgten Bemühungen, die „schwarzen Löcher“ im Nationalen Gesundheitssystem (ESY) zu schließen, in die Luft sprengt.

Theoretisch haben auf Basis der aktuellen Gesetzgebung die nicht Versicherten inzwischen kostenlosen Zugang zur Gesundheitsversorgung. In der Praxis zeigen jedoch Aussagen von Patienten und die Reportage der Zeitung „Ta Nea“ in sieben großen Krankenhäusern, dass die 2,5 Mio. Bürger, die keinen Versicherungsschutz haben, Geiseln der Bürokratie, Unwissenheit und sogar auch Gleichgültigkeit der Verwaltungsbeamten im ESY bleiben. All dies hat zum Resultat, dass es den Unversicherten praktisch unmöglich ist, den für eine kostenlose medizinische Versorgung gesetzten Voraussetzungen zu entsprechen, und die Experten warnen, Griechenland sei mit eine humanitären Krise konfrontiert.
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Private Versicherer kapern Gesundheitssystem in Griechenland

11. Juni 2014 / Aktualisiert: 02. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.514 2 Kommentare

Nach der systematischen Demontage des Gesundheitssystems in Griechenland zugunsten unternehmerischer Interessen wollen nun private Versicherer die Kontrolle übernehmen.

Die privaten Versicherungsgesellschaften streben in Griechenland inzwischen unverhohlen eine beherrschende Hauptrolle auf dem Bereich der Erbringung von Gesundheitsleistungen und die Substituierung der (gesetzlichen) Sozialversicherung im Zweig der Gesundheit an, zumal der Staat (mittels jüngst erfolgter Erklärungen des Gesundheitsministers) den Forderungen der Gesellschaften nicht nur „das grüne Licht“ gegeben hat, sondern anstrebt, die privaten Versicherungsgesellschaften zu Hauptanbietern von Gesundheitsleistungen zu machen, da er selbst nicht im Stande ist, die öffentlichen Krankenhäuser zu unterhalten.
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Griechenland: Strand, Ouzo und … Zahnarzt

23. April 2014 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 4.139 5 Kommentare

In Griechenland beginnt sich langsam, jedoch kontinuierlich ein wachstumsträchtiger Medizintourismus und speziell der Zahnarzt-Tourismus zu entwickeln.

In Griechenland macht die auf weltweitem Niveau populärste Art des Medizintourismus die ersten Schritte – nämlich der Zahnarzt-Tourismus, der sich auf ein Viertel der Menschen bezieht, die eine Reise unternehmen um Urlaub und Therapie zu kombinieren.

Mit seinem berühmten touristischen Produkt, aber auch seinen außerordentlich wettbewerbsfähigen Preisen als Waffen wird Griechenland ein Anziehungspol für Menschen, die in Ländern mit sündhaft teuren zahnärztlichen Dienstleistungen leben, wie Großbritannien, USA und Russland.
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Apotheker in Griechenland treten in Dauerstreik

25. März 2014 / Aufrufe: 905 5 Kommentare

Aus Protest gegen die Liberalisierung des Apotheken-Systems in Griechenland treten die Apotheker ab 26 März 2014 in einen unbefristeten Dauerstreik.

Die Apotheker in Griechenland schreiten ab Mittwoch (26 März 2014) zu einem Dauerstreik und antworten damit auf „die Überrumpelung von Seite der Regierung, die auf hinterhältige Weise in dem mit der Troika vereinbarten Gesetzentwurf im letzten Augenblick Änderungen im Apotheken-System herbeiführt und den Zweig der 12.000 Apotheken in eine Katastrophe führt und die öffentliche Gesundheit in Gefahr bringt„.

Bei einer außerordentlichen Pressekonferenz des Panhellenischen Pharma- bzw. Apotheker-Verbands (PFS) führte dessen Vorsitzender Kyriakos Theodosiadis an, es werden Bestimmungen vorangetrieben, die durch die Hintertür die Apotheken in die Supermärkte und Zockerbuden bringen, die gestatten, dass ein einziger Apotheker Lizenzen für 100 und mehr Apotheken inne hat, dass die Apotheken öffnen und schließen wann und zu welcher Zeit sie wollen, und die Mindestabstände zwischen den Apotheken mit der Folge der Konzentrierung der Apotheken in den Stadtzentren abschaffen, während das Medikament mit der Preisfreigabe ab 01-01-2017 zur Handelsware wird.
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