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Die beiden Seiten des Unternehmertums in Griechenland

7. Februar 2017 / Aufrufe: 38 Keine Kommentare

Zwei jüngst in Griechenland eingeleitete Unternehmensverkäufe zweigen zwei völlig verschiedene Seiten griechischen Unternehmertums.

Der Januar 2017 brachte einige positive Nachrichten über die Wirtschaft Griechenlands: zwei griechische Gesellschaften befinden sich vor dem Verkauf an große ausländische Konzerne, was zeigt, dass ein gewisses Investitionsinteresse an dem Land besteht.

Die zum Verkauf anstehenden Gesellschaften sind sogar zufällig auf dem selben Sektor (Transportwesen) tätig, während der angegebene Preis ähnlich ist, 43 Millionen Euro für die eine und 45 Millionen Euro für die andere. Hier hören die gemeinsamen Punkte jedoch auf. Die beiden Gesellschaften stellen zwei diametral gegensätzliche Seiten des Unternehmertums in Griechenland dar.
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Griechenland belastet Minijobs mit fast 50 Prozent

6. Februar 2017 / Aufrufe: 579 3 Kommentare

Geringfügige Gelegenheitsarbeiten und Nebenverdienste sind in Griechenland seit Anfang 2017 nicht nur steuerpflichtig, sondern auch voll sozialversicherungspflichtig.

Die sogenannte „Lex Katrougkalos“ (sprich das 2015 unter dem inzwischen substituierten Arbeitsminister verabschiedete neue Versicherungsgesetz) schloss das einzige „Fensterchen“, das in Griechenland Arbeitslosen, Arbeitsmarktneulingen, Niedrigverdienern und Rentnern noch geblieben war, um ein kleines Einkommen zu verdienen, ohne es mit den Büchern des Finanzamts, der MwSt., den Sozialversicherungsbeiträgen an den OAEE und der Gewerbeabgabe zu tun zu bekommen.

Die Möglichkeit zur Einnahme von Beträgen im Bereich von 5.000 – 10.000 Euro brutto jährlich auf Basis sogenannter Quittungen über gewerbliche Ausgaben (Erwerbstitel) wird fortan ad absurdum geführt, da auch diese Kategorie der Beschäftigten wie die Freiberufler und Gesellschaftsmitglieder zur Entrichtung von Versicherungsabgaben mit einem Satz von 26,95% verpflichtet ist.
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Griechenland soll sich auf Bruch mit den Gläubigern vorbereiten

5. Februar 2017 / Aufrufe: 5.188 2 Kommentare

Yanis Varoufakis vertritt, Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras soll sich auf einen Bruch mit den Gläubigern vorbereiten, um diesen letztendlich abwenden zu können.

Der international renommierte Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Finanzminister Griechenlands schreibt in einem in der „Zeitung der Redakteur“ (Ef.Syn.) publizierten Beitrag: „Wenn der Premierminister (es ernst) meint, diesmal (!) nicht nachgeben zu werden, soll er sich auf den Bruch vorbereiten, damit er ihn nicht erleidet.

Die premierministerlichen Illusionen, welche die griechische Regierung in die heutige Sackgasse führten, waren zwei:

  1. Dass in der Nacht des (am 05 Juli 2015 durchgeführten) Referendums das Dilemma zwischen dem Plan Schäubles (Grexit) und der Unterwerfung (Griechenlands) unter das 3. Memorandum lag.
  2. Dass die Unterwerfung unter das 3 Memorandum mittels eines parallelen, volksfreundlichen Programms politisch handhabbar gemacht werden könne.

Beide dieser „Arbeitshypothesen“ konnten nur auf Autosuggestion beruhen.
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Chicken Game zwischen Griechenland und Gläubigern

4. Februar 2017 / Aktualisiert: 04. Februar 2017 / Aufrufe: 569 Keine Kommentare

Reuters charakterisiert die Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern als Feiglingsspiel und vertritt, ein Bankrott des Landes nütze letztendlich niemandem.

Griechenland und die sogenannten Institutionen spielen das Chicken Game: Wer wird „kuschen“, damit es nicht zum Staatsbankrott kommt?

Die Agentur Reuters legt die Einschätzung dar, ein eventueller Bankrott Griechenlands sei letztendlich für niemanden von Vorteil, und betont, die zentrale Frage bleibe eine: nämlich, wer als erster nachgeben wird. Konkret wird in dem Artikel angeführt:
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Die griechische Krise und das deutsche Dilemma

3. Februar 2017 / Aufrufe: 1.130 2 Kommentare

Das Damokles-Schwert des Grexit und die aus Berlin gesendeten Botschaften.

Berlin beharrt auf der Beschleunigung der Realisierung der Reformen in Griechenland und dem Verbleib des Internationalen Währungsfonds (IWF) im griechischen Programm.

Es kann nicht für einen Zufall gehalten werden: An einem Tag heftiger internationaler Reaktionen auf das unerhörte Präsidialdekret bezüglich des Verbots der Einreise in die USA für Bürger aus sieben islamischen Staaten – und zwar sogar auch, wenn sie eine doppelte Staatsangehörigkeit haben -, begann am 30 Januar 2017 das Regierungs-Briefing in Berlin wie in den alten schwierigen Tagen der Krise wieder mit dem griechischen Problem.
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Türkei droht Griechenland mit Krieg!

2. Februar 2017 / Aufrufe: 4.452 Keine Kommentare

Im Rahmen der seitens der Türkei betriebenen Eskalierung der Spannungen in der Ägäis drohte ein Abgeordneter Erdogans Griechenland nun sogar offen mit Krieg.

Die Drohungen der Türken gegenüber Athen haben kein Ende, da sie von Tag zu Tag entweder in der Form von Luftraumverletzungen oder in der Form indirekter oder auch direkter Drohungen „aus offiziellem Munde“ eskalieren.

Den Stab übernahm gestern (01 Februar 2017) Hussein Kotzampigik, Abgeordneter der Regierungspartei „Gerechtigkeit und Aufschwung“ (AKP) in Smyrna und Mitglied des Nationalen Verteidigungsausschusses, der auf Twitter schrieb: „1996 hatte Ministerpräsidentin Çiller Befehl zur Versenkung der griechischen Schiffe bei Imia gegeben, aber weil der Kommandeur der Marine Angst hatte, führte er den Befehl nicht aus. Seitdem diese politische Anweisung nicht umgesetzt wurde, setzt sich das ungezogene Verhalten der Griechen in der Ägäis setzt fort. Die Griechen müssen jedoch wissen, dass die Türkei nicht die Türkei des Jahres 1996 ist.
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Gläubiger drohen Griechenland mit Bail-in

1. Februar 2017 / Aufrufe: 1.484 4 Kommentare

In ihren Bemühungen, Griechenland zur Ergreifung immer neuer Maßnahmen zu zwingen, drohen die Gläubiger nun sogar auch mit einem Schnitt der Bankguthaben!

Der Kessel rund um Griechenland wird enger und inzwischen nehmen die Drohungen seiner europäischen … „Partner“ bezüglich einer neuen finanziellen Strangulierung zu, wenn das Land nicht ihren absurden Forderungen nach einer sofortigen gesetzlichen Festschreibung eines neuen Pakets belastender fiskalischer und struktureller Maßnahmen für 2018 und die nachfolgenden Jahre nachgibt.

Die Deutschen und die übrigen Gläubiger verstärken ihre Anstrengungen, Griechenland zu erpressen, und gelangen dabei mittlerweile an dem Punkt an, Szenarien seines Ausscheidens aus dem Euro zu „flüstern“, falls ihren Ansichten nicht stattgegeben wird. Und all dies trotz des Umstands, dass der griechische Staatshaushalt des Jahres 2016 mit einem Primärüberschuss von 2% des BIP bzw. 3,5 Mrd. Euro abzuschließen scheint, der damit um 2,6 – 2,7 Mrd. höher als von dem Memorandum vorgesehen sein wird!
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Die 3 Fakten in Griechenlands Sackgasse

31. Januar 2017 / Aufrufe: 954 2 Kommentare

Griechenland sitzt bei den Verhandlungen mit den sogenannten Institutionen in einer Sackgasse, die sich auf 3 grundlegende Fakten reduzieren lässt.

Die sogenannten Institutionen (sprich Gläubiger) stellten Griechenland vor das folgende Dilemma: entweder ergreift es die (geforderten) Maßnahmen jetzt, bringt die „Bewertung“ (des Fortschritts des „griechischen Programms“ durch die Gläubiger) zu Ende und gewinnt die Aufrechterhaltung des positiven Schwungs in seiner Wirtschaft und die Aufnahme in das sogenannte Programm der quantitativen Lockerung der Europäischen Zentralbank (EZB), oder es macht dies im Mai 2017, dann aber unter dem Druck der leeren (öffentlichen) Kassen sowie auch mit einer durch die lang anhaltende Ungewissheit belasteten Wirtschaft.

Laut direkt in die Beratungen involvierten Quellen waren die Leiter der Institutionen bei der Begegnung, die sie vor der Eurogruppe mit dem griechischen Finanzminister Evklidis Tsakalotos und dem stellvertretenden griechischen Finanzminister Giorgos Chouliarakis hatten, kategorisch: der einzige Weg, die Bewertung zum Abschluss zu bringen, ist das Bleiben des IWF, und damit der IWF bleibt, müssen bereits jetzt die Maßnahmen für das Jahr 2019 gesetzlich festgeschrieben werden.
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Sonderabgabe zu Lasten der Reeder in Griechenland ist rechtens

30. Januar 2017 / Aufrufe: 357 Keine Kommentare

Der Oberste Verwaltungsgerichtshof in Griechenland befand, dass auch die Reedereien zur Zahlung der mit dem ersten Memorandum verhängten Sonderabgabe verpflichtet sind.

Das Plenum des Obersten Verwaltungsgerichtshof (StE) in Griechenland befand mit seinem Urteil Nr. 99/2017, dass die Schiffseigentümer verpflichtet sind, die ihnen mit dem ersten Memorandum (Gesetz 3845/2010) auferlegte sogenannte „Sonderabgabe sozialer Verantwortung“ zu zahlen, und verpflichtete eine Schifffahrts-Gesellschaft, einen Betrag in Höhe von 808.942 Euro zu zahlen.

Spezieller hatte der Leiter des Finanzamts Piräus für Schiffe den StE angerufen und die Kassation eines Urteils des Verwaltungs-Berufungsgerichts Piräus beantragt, das den Steuerbescheid annullierte, mit der einer Schiffseignerin / Seefahrtsgesellschaft (sie hat ein einziges Schiff) gemäß dem fünften Artikel des Gesetzes N. 3845/2010 („Maßnahmen zur Umsetzung des Mechanismus zur Stützung der griechischen Wirtschaft durch Mitgliedstaaten der Eurozone und des Internationalen Währungsfonds„) eine „außerordentliche Abgabe sozialer Verantwortung“ in Höhe von 808.942 Euro auferlegt worden war.
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Wirtschaftskrise in Griechenland beeinträchtigt Ernährung

29. Januar 2017 / Aufrufe: 1.334 1 Kommentar

2 von 5 Haushalten in Griechenland mussten die Ausgaben für ihre Ernährung kürzen und jeder dritte Haushalt wird im kommenden Jahr seine Steuern nicht zahlen können.

40,2% der griechischen Haushalte wurden gezwungen, Ausgaben für Lebensmittel zu beschneiden um ihre Bedürfnisse zu decken. Dieses Fakt zeigt eine Untersuchung des IME GSEBEE auf, die zeigt, dass ein großer Teil der Bevölkerung (53%) zu Kürzungen bei Kleidung und Schuhwerk schritt, während 48,2% der Befragten das Ausgehen einschränkte.

Parallel geben mehr als 1 von 5 Haushalten an, fällige Verbindlichkeiten an das Finanzamt geschaffen zu haben. Dieser Anteil übersteigt 27%, wenn es sich um Haushalte mit Kreditverpflichtungen handelt, und erreicht für 1-Personen-Haushalte sogar 40%.
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