Griechenland bleibt ewige Schuldenkolonie des ESM

7. November 2019 / Aufrufe: 258
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Klaus Regling gestand zynisch ein, Griechenland werde sich noch für viele Jahrzehnte im Mikroskop des Europäischen Stabilitätsmechanismus befinden.

Der Leiter des ESM, Klaus Regling, bestätigte jüngst, Griechenland werde noch für viele Jahrzehnte eine Schuldenkolonie bleiben, damit eine klare Botschaft – auch an die neue Regierung – schickend, dass das Land sich weiterhin langfristig im Mikroskop des Europäischen Stabilitätsmechanismus  (ESM) befinden wird.

Für die wichtigste Sache für den ESM wird für viele Jahre sein, dass wir die Entwicklungen in Griechenland beobachten. Der ESM lieh Griechenland mehr als 200 Mrd. Euro und wir wollen sicherstellen, dass Griechenland diese Kredite tilgen wird„, äußerte charakteristisch der ESM-Leiter gegenüber dem Informationsblatt des Europäischen Rechnungshofs („ECA Journal“).

Griechenland erlitt beispiellos manische Strafmaßnahmen

Sprach jemand von … innergemeinschaftlicher Solidarität? Die Gläubiger interessiert einzig und allein, ist ihr Geld zurückzubekommen. Zusammenfassend und für alle, die es nicht kapierten, signalisiert der große Regling, dass, nachdem das blutüberströmte Griechenland die deutsch-französischen Banken rettete und ihre Währung sich vor der Krise der „faulen Südländer“ verschanzte, die Rechnung voll und ganz zu bezahlen sein wird. Während der Dauer seines Interviews bezog Regling sich mit erkennbarer Häufigkeit auf die griechische Krise, aber auch auf die dem geplünderten Land mit beispielloser Manie auferlegten Strafmaßnahmen.

Wir vergeben Kredite an Länder, die ihren Zugang zum Finanzmarkt verloren. Dort zahlten wir in den letzten acht Jahren 300 Mrd. Euro aus„, sagte Regling unter anderem und rechtfertigte die Brutalitäten der Memoranden und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen und erklärte zynisch, dies geschah, „weil wir Gelder an Länder vergeben und dies eine sehr große Auswirkung auf die Gesellschaft hat. Wenn wir diese Finanzierung nicht gewährt hätten, dann hätten die Länder, die ihren Zugang zum Markt verloren, die Ausgaben, die sie haben, über Nacht auf die Höhe der Einnahmen senken müssen, die sie haben.

Dies bedeutet, dass das fiskalische Defizit über Nacht zu verschwinden hat. Im Fall Griechenlands entsprach das 15 % seines BIP. Wenn somit eine Regierung in einer Nacht 15 % ihres BIP an Ausgaben kürzen muss, weil sie nur so viel ausgeben kann, wie ihre Einnahmen betragen, hat das eine riesige negative gesellschaftliche Folge. Sie werden Renten, Löhne, medizinische Versorgung, Sozialdienste, einfach alles kürzen müssen„, erklärte Klaus Regling charakteristisch, dabei absichtlich offenkundig vergessend, dass Griechenland 25 % seines BIP einbüßte und zu Friedenszeiten Verluste kriegsbedingten Typs erlitt.

(Quelle: dimokratianews.gr)

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