Griechenland plant Kauf französischer Fregatten

3. September 2019 / Aufrufe: 360
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Griechenlands Regierung antwortet mit einem Kauf zweier französischer Fregatten des Typs Belharra auf die türkischen Provokationen.

Die türkische Dreistigkeit ist im „roten Bereich“ angelangt. Die griechische Regierung antwortet auf die Provokationen der Türkei, da Informationen zufolge bei der jüngsten Begegnung des Premierministers Kyriakos Mitsotakis mit Präsident Emmanuel Macron der Kauf zweier Fregatten beschlossen wurde.

Außerdem stellt für Griechenlands Regierung die Stärkung der Kriegsmarine eine Priorität dar und in diesem Rahmen plant der Premierminister, die griechische Kriegsflotte weiter zu wappnen. Laut einer Reportage der griechischen Zeitung Real News sind die beiden Fregatten vom Typ Belharra.

Fregatten für Griechenland mit Bürgschaft des französischen Fiskus?

Vermittler in der Vereinbarung war der französische Minister für Wirtschaft und Finanzen, Bruno Le Maire, während Griechenland – laut der Zeitung – für den Kauf der Fregatten eine Anzahlung von je 150 Mio. Euro leistet. Kyriakos Mitsotakis antwortete hinsichtlich des operativen Wertes der Fregatten positiv, betonte jedoch, damit die Übergabe im Jahr 2023 erfolge, müssen die Vereinbarung bis Ende 2019 vollendet und die erforderlichen Anzahlungen geleistet werden.

Im Gegensatz zu seiner anfänglichen Haltung, jedwede Form einer Kreditaufnahme sei praktisch unmöglich, scheint Le Maire nun geäußert zu haben, Frankreich könne Griechenland die notwendige Finanzierung mit einer Bürgschaft des französischen Fiskus sicherstellen, damit die beiden Fregatten erworben werden. Ohne weitere Erklärungen zu geben sagte das französische Finanzministerium verbindlich zu, auf das konkrete Thema bald mit einem in sich abgeschlossenen Programm dazu zurückkommen zu werden.

Regierungsquellen zufolge gibt es ein gesetzliches / juristisches Schema, das bereits einmal bei einem Kauf französischer Waffen von Belgien genutzt worden war, und darauf könnte das französische Finanzministerium aufbauen. Zu der Begegnung im Élysée-Palast wurde von französischer Seite wenige Stunden vor dem Tête-à-Tête Mitsotakis – Macron auch Le Maire hinzugezogen. Der französische Präsident hätte keinerlei Diskussion über Fregatten führen können, ohne dass der Finanzminister seine Position klargestellt hätte.

Wenn der Vorschlag von Le Maire die griechische Seite befriedigt, könnte Griechenland das Eigentum an den Fregatten mit dem Erhalt der ersten von diesen ab 2023 und nachfolgend erwerben. Laut Marktkennern liegen die Kosten je Fregatte analog zu der jeweils geführten Bewaffnung nahe bei 700 Millionen Euro. Damit die Bestellung jedoch vollendet wird, ist umgehend – also innerhalb des Jahres 2019 – die Entrichtung einer Sicherheit von 150 Millionen Euro je Fregatte erforderlich.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. GR-Block
    3. September 2019, 04:02 | #1

    Na, wenn das kein Schnäppchen ist! Fregatten aus Frankreich und demnächst Flugzeuge aus den USA. Mit der Türkei hat das allerdings nichts zu tun. Auch die ist hier nur eine Marionette. Erdogan spielt mit seiner Kraftmeierei bezüglich der Ostägäis Mitsotakis in die Hände, bei der Verarschung der Griechen. Mit Tsipras wäre das nicht gegangen. Der hätte dieses Probleme seiner Parteibasis zu erklären. Ich bin sicher, wenn die Waffendeals über die Bühne gegangen sind, wird die EU GR großzügig eine Schuldenerleichterung gewähren.

    Mit den Fregatten sollte GR die Ägäis-Flüchtlnge einsammeln und in Marseille an Land bringen.

  2. kokkinos vrachos
    5. September 2019, 10:16 | #2

    Moin und Kalimera, hohe Militärausgaben sind eine Konstante in der Geschichte des griechischen Staats seit seiner Gründung im 19. Jahrhundert. Auch unter Regierungschef Alexis Tsipras und Verteidigungsminister Panos Kammenos (Syriza / Anel-Regierung) gab es trotz drastischer Sparmaßnahmen für die Bevölkerung massive Ausgaben für die Rüstung.
    Weiterhin ist Griechenland ein wichtiger Absatzmarkt für Deutschlands Waffenindustrie.

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