Griechenland will Kurzzeitvermietungen regulieren

7. August 2019 / Aufrufe: 618

In Griechenland wird erwartet, dass in nächster Zeit über 30000 Immobilien von Airbnb und Booking verschwinden und wieder langfristigen Vermietungen zugeführt werden.

Der Panhellenische Immobilienbesitzer-Verband (POMIDA) schätzt ein, dass tausende ihre Immobilien nicht regulär deklariert habende Eigentümer gezwungen sein werden, sich wieder den Langzeitvermietungen zuzuwenden.

Es wird erwartet, dass mehr als 30.000 Immobilien in Griechenland, die derzeit auf Plattformen wie Airbnb registriert sind, ab Herbst 2019 zu den langfristigen Mietung zurückkehren werden.

„Verbannung“ nicht deklarierter Immobilien von Airbnb und Booking

Faktoren des griechischen Immobilienmarkts schätzen ein, die strenge steuerliche „Adaption“ und die von der Regierung untersuchte Etablierung von Sicherheitsvorschriften für die (Kurzzeitvermietungs-) Immobilien werden tausende Immobilieneigentümer dazu führen, sich von den Kurzzeitvermietungen abzuwenden.

Den Einschätzungen des POMIDA zufolge übersteigt die Anzahl der nicht deklarierten Immobilien, die mittels einer Plattform kurzzeitvermietet werden ohne eine Immobilienregister-Nummer (AMA) zu haben, 30.000 Einheiten. Angesichts des Umstands, dass das Maßnahmenpaket, an dem das Finanzministerium und das Ministerium für Tourismus arbeiten, die nicht regulär deklarierten Immobilien von den Plattformen „verbannt“, wird erwartet, dass diese Immobilien schrittweise zu den Langzeitvermietungen zurückkehren.

Kurzzeitvermietungen sind Teil der Tourismus-Industrie Griechenlands

Die Kurzzeitvermietungen sind ein Teil der Tourismus-Industrie und haben an dem Tisch der Diskussionen über den Tourismus ihren Platz. Von dieser Position aus können sie vorschlagen und fordern, haben jedoch auch Verpflichtungen, damit wir sowohl die Qualität des touristischen Erlebnisses als auch dessen gesellschaftlichen ‚Abdruck‘ bewahren„, erklärte vor wenigen Tagen im Parlament der Tourismus-Minister Haris Theoharis, die Botschaft schickend, dass Illegalität und Steuerhinterziehung nicht geduldet werden.

Der Regierungsstab hat bereits Listen mit auf 20.000 auf Airbnb registrierten und zusätzlichen 10.000 mittels Booking angebotenen Immobilien in seinen Händen, die keine Immobilienregister-Nummer (AMA) haben und praktisch nicht deklariert sind. Es wird erwartet, dass diese Immobilien in den kommenden Monaten in einer Unternehmung, welche die Unabhängige Behörde für Öffentliche Einnahmen (AADE) „durchzuziehen“ übernehmen wird, „gewaltsam“ der Plattform verwiesen werden. Parallel wird Griechenland im Herbst 2019 eine spezielle Verordnung für die auf Airbnb und Booking angebotenen Immobilien bekommen.

Die Verordnung wird konkrete Sicherheitsvorschriften für die Immobilien setzen und es wird eingeschätzt, dass, sobald diese gelten, etliche zusätzliche Immobilien von den Plattformen „fliegen“ werden. Die Eigentümer von Immobilien, die diese mittels solcher Plattformen vermieten, werden jedoch keine höheren Steuern zu zahlen aufgefordert werden, da die Planung der Regierung keine Erhöhung der Besteuerung der Kurzzeitvermietungen umfasst. Ziel der zuständigen Ministerien ist, dass nach dem Ende der (diesjährigen) touristischen Saison eine Gesamtregelung des Rahmens für die Kurzzeitvermietungen eintritt.

(Quelle: dimokratianews.gr)

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