Abzocke der Vodafone Griechenland

18. März 2019 / Aufrufe: 614
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Vodafone Griechenland scheint sich unrentabler Kunden skrupellos entledigen zu wollen.

An den Beitrag Horrende Mobildaten-Tarife in Griechenland anknüpfend werden nachstehend einige Details aus der seit März 2019 geltenden Preisliste des Anbieters Vodafone Griechenland angeführt. Vodafone gilt in Griechenland derzeit als der zweitgrößte Mobilfunkanbieter und dreht auf dem Sektor der sogenannten Prepaid-Karten seit geraumer Zeit auf eine Weise an der Tarifschraube, die unweigerlich darauf schließen lässt, „umsatzschwache“ Kunden bewusst vergraulen und sich ihrer entledigen zu wollen.

Der Vollständigkeit halber sei allerdings ausdrücklich vorausgeschickt, dass „Erzrivale“ Cosmote mit seinen Prepaid-Kunden auf die selbe Weise umspringt und ebenfalls mit Wirkung ab März 2019 in wundersamer Übereinstimmung praktisch die selben Verschlechterungen zu Lasten der Teilnehmer durchsetzte.

Vodafone Griechenland zockt Prepaid-Kunden unverschämt ab

Im Kampf um Marktanteile lockte Vodafone Greece in der Vergangenheit mit günstigen „Prepaid-Anschlusspaketen“ zahllose Kunden an, die einfach nur über eine (griechische) Mobil-Rufnummer verfügen wollten / mussten. Um den Anschluss / die Rufnummer „aktiv“ zu halten (und auch ein gegebenenfalls vorhandenes Guthaben nicht zu verlieren), reichte es noch 2012 aus, spätestens nach 12 Monaten die Karte mit minimal 5 Euro „aufzuladen“. Im weiteren Verlauf wurde dieses „Zeitfenster“ erst auf 6 und dann 3 Monate reduziert, während parallel die Option einer „Aufladung“ mit 5 Euro auf das Internet beschränkt wurde und im stationären Handel wenigstens 10 Euro hinzublättern waren.

Diese unverhohlene Geldschneiderei gipfelte jüngst darin, dass man mit Wirkung ab März 2019 seine Vodafone-Karte nunmehr spätestens nach 60 Tagen mit minimal 10 Euro „aufladen“ muss, um ein eventuell vorhandenes Guthaben nicht definitiv zu verlieren. Vier Monate nach der letzten „Aufladung“ wiederum wird die Rufnummer „blockiert“, sodass dann abgesehen von ausgehender Kommunikation, die mangels Guthaben so wie so nicht möglich ist, auch jegliche eingehende Kommunikation unterbunden wird. Schließlich behält Vodafone sich vor, zwölf Monate nach der letzten Guthabeneinzahlung die Rufnummer endgültig zu löschen.

Was Vodafone Griechenland im „Kleingedruckten“ bestimmt

Da derzeit unter vodafone.gr die seit Anfang März 2019 geltenden Tarife für Mobilfunk / Kartenprogramme bezeichnenderweise nur auf Griechisch offengelegt werden, wird nachstehend das „Kleingedruckte“ in deutscher Übersetzung wiedergegeben:

  1. Das (Gesprächs-) Guthaben hat eine Geltungsdauer von 60 Tagen und die Teilnehmer können sich wann immer gewünscht entweder kostenlos die Rufnummer 1252 anrufend oder mittels der Anwendung My Vodafone informieren.
  2. Die zu erfolgende „Aufladung“, damit die Geltungsdauer des (Gesprächs-) Guthabens nicht verfällt, umfasst keinen Transfer von Gesprächsguthaben aus Vodafone Sharing oder von Vertragskunden der Vodafone.
  3. Im Fall des Auslaufens der Geltungsdauer des Gesprächsguthabens verfällt auch ein eventuell verbliebenes Gesprächsguthaben aus Vodafone Sharing oder von Vodafone-Vertragskunden.
  4. Eine Aufladung der Gesprächszeit kann auch dann verwirklicht werden, wenn der Wert der vorherigen Aufladung nicht verbraucht wurde oder das Konto des Teilnehmers einen negativen Stand aufweist. In diesem Fall wird das – positive oder (beispielsweise aus Überziehung herrührende) negative – Guthaben der vorherigen Aufladung dem Wert der neuen hinzugefügt.
  5. Nach Ablauf von 4 Monaten ab dem Datum der letzten Gesprächszeit-Aufladung wird automatisch eine Sperre für ein- und ausgehende aktiviert werden.
  6. Der Teilnehmer kann Textnachrichten versenden, sofern das verbliebene Gesprächszeit-Guthaben (inkl. MwSt.) 9 Eurocent übersteigt.
  7. Bei den Gesprächsguthaben-Aufladungskarten sind MwSt. und Mobiltelefonie-Steuer einbegriffen.
  8. Unabhängig von der Art der Aufladung wird von dem Betrag der Satz von 12% aus der im September 2009 umgesetzten Steuer des griechischen Fiskus abgezogen werden.
  9. In jedem Fall ist die Geltungsdauer der – sofern aktivierten – SIM-Karte mit 12 Monaten ab dem Datum der letzten Aufladung die selbe. Wenn nach Verstreichen der 12 Monate keine Aufladung des Gesprächsguthabens für die nächsten 30 Tage erfolgt, behält Vodafone sich dann das Recht auf Trennung der persönlichen Rufnummer des Teilnehmers von ihrem Netz vor. Die Geltungsdauer der SIM-Karte wird nicht additiv auf eine andere Gesprächskarte übertragen.

(Quelle: vodafone.gr)

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