Türkei schickt Griechenland Kopfgeldjäger

7. Februar 2019 / Aufrufe: 3
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Ankara bietet ein Kopfgeld von 700000 Euro für jeden der 8 türkischen Militärs, die 2016 nach dem Putschversuch nach Griechenland flohen und dort politisches Asyl erwirkten.

Die Türkei torpedierte Alexis Tsipras‘ Staatsbesuch in Ankara noch bevor er begann, indem sie dem griechischen Premierminister demonstrierte, dass sie selbst die Agenda bestimmt, sowie auch ihre wirklichen Absichten zeigte.

Auf Anweisung von Recep Tayyip Erdoğan setzte am frühen Morgen des 05 Februar 2019 das türkische Außenministerium eine Belohnung auf die acht türkischen Militärs aus, denen in Griechenland politisches Asyl gewährt worden ist und die Ankara als Putschisten und Terroristen betrachtet.

Erdogan bietet insgesamt 5,6 Mio. Euro für 8 angebliche Terroristen

Es geht um eine außerordentliche Provokation, die bei Alexis Tsipras‘ Besuch in Ankara automatisch ein schweres Klima schuf. Informationen führen sogar an, bevor der griechische Premierminister das Regierungsflugzeug bestieg haben die Stäbe der beiden Staatsführer miteinander kommuniziert, damit Erklärungen zu dem Rahmen der Begegnung gegeben und weitere unvorhergesehene Ereignisse vermieden werden.

Aus dem Megaro Maximou (Anmerkung: gemeint ist die Regierungszentrale) soll an Ankara das Missfallen Athens darüber zum Ausdruck gebracht worden sein, auf eine unerhörte Weise eine Belohnung von 700.000 Euro … pro Kopf der acht türkischen Militärs auszusetzen. Allerdings sollte man sich im Megaro Maximou mit „türkischen Hinterlistigkeiten“ auskennen und seine Maßnahmen getroffen haben. Zu einer entsprechenden Provokation war die Türkei auch vor Erdogans Staatsbesuch in Athen (vor ungefähr einem Jahr) geschritten, indem der türkische Präsident am Vortag ein Interview an einen griechischen Privatsender gab, in dem er offen und grob Themen einer „türkischen Minderheit“ in Thrakien, aber auch der Beanspruchung griechischer Inseln stellte.

Ankara animiert zur Jagd auf türkische „Outlaws“ in Griechenland

Es ist jedoch nicht nur die diplomatische grobschlächtige Provokation der Ausschreibung der türkischen Militärs kurz vor dem Besuch Alexis Tsipras‘ in Ankara, die bei der griechischen Regierung Nachdenklichkeit und Beunruhigungen hervorruft. Dieses Thema hätte Recep Tayyip Erdoğan dem griechischen Premierminister so wie so gestellt. Jedoch stellt der Umstand, dass das Außenministerium des Nachbarlands für jeden türkischen Soldaten 700.000 Euro bietet, grundsätzlich eine Anzweiflung des Rechtstaats in Griechenland dar und untergräbt gleichzeitig die bilateralen Beziehungen, da er die Geheimdienste ermächtigt und jeden türkischen „Heckenschützen“ ermuntert, auf griechischem Boden wegen der „Outlaws“ aktiv zu werden, die rechtmäßig Asyl erhalten haben.

Die Fotos und persönlichen Daten der acht Türken sind seit dem Morgen des 05 Februar 2019 auf der speziellen Website der türkischen Militärpolizei für in Terrorismus-Themen Gesuchte eingestellt worden. Erdogan betrachtet ihre Auslieferung als ein Thema der Ehre und hat die konkreten Personen als Menschen seines „Feindes“, des Imams Gülen zum Ziel gemacht.

(Quelle: dimokratianews.gr)

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