Griechenland verbannt Oldtimer von den Straßen

17. Februar 2019 / Aufrufe: 793

In Griechenland sollen sogenannte Fahrzeuge historischen Interesses praktisch aus dem alltäglichen öffentlichen Straßenverkehr verbannt werden.

In Griechenland wurde der modifizierte gemeinsame Ministerialbeschluss des Finanzministers und des Ministers für Infrastrukturen und Transportwesen in Zusammenhang mit sogenannten „Fahrzeugen historischen Interesses“ – sprich Oldtimern – veröffentlicht.

All die Jahre sind viele Fälle verzeichnet worden, in denen als Oldtimer charakterisierte Fahrzeuge ausgedehnt als konventionelle Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr betrieben wurden, gleich ob sie an Wettbewerben und Präsentationen teilnehmen oder nicht, was den geltenden Gesetzen widersprach.

Oldtimer dürfen in Griechenland nur noch an konkreten Tagen fahren

Der griechische Staat etabliert zum ersten Mal ein vollständiges Prozedere, das sowohl helfen wird, verzerrenden Phänomenen bald zu begegnen, als auch die Rolle der wirklichen „Fahrzeuge von historischem Interesse“ (im weiteren der Kürze halber „Oldtimer“ genannt) aufzeigen können wird.

Der modifizierte Beschluss umfasst Verfahren, welche die Bewegung der Fahrzeuge zu den Veranstaltungen und für ihre Wartung erleichtern. Epigrammatisch sei angeführt:

  • Es ist die Bewegung aus eigener Kraft während der beiden (2) Tage vor dem Beginn und während des einen (1) Folgetags nach dem Ende der Veranstaltung oder des Wettbewerbs gestattet.
  • Es ist die Bewegung aus eigener Kraft von und zu dem Standort des Fahrzeugs und der Werkstatt am ersten Mittwoch und dritten Samstag eines jeden Monats gestattet.
  • Ebenfalls ist zu Zwecken der Zurücklegung von Strecken für ihre Wartung ihre Bewegung aus eigener Kraft jeden zweiten und vierten Sonntag eines jeden Monats innerhalb der Grenzen des Regionalbezirks (für Attika auf Ebene des Verwaltungsbezirks) gestattet.

Überprüfung aller ab 1970 zugelassener Oldtimer in Griechenland

Im Rahmen einer allgemein Regelung und Rationalisierung des Prozedere des Betriebs der Fahrzeuge werden in dem Beschluss konkrete Verfahren beschrieben:

Es wird ein aus Vertretern der Internationalen Föderationen / Verbände in Griechenland, des Ministeriums für Infrastrukturen und Transportwesen und des Dachverbands des Reparaturhandwerks für Automobile und Motorräder bestehender Ausschuss mit der Aufgabe gegründet, innerhalb von zehn (10) Monaten ab seinem Zusammentreten die Charakterisierung als Oldtimer von Fahrzeugen mit erster Taxierung (Erstzulassung) ab 1970 und nachfolgend erneut zu prüfen und einen einschlägigen Bericht zu formulieren.
Bis zur erneuten Untersuchung ihrer Charakterisierung als Oldtimer durch den Ausschuss ist der Verkehr der Fahrzeuge nicht gestattet. Im Fall eines positiven Berichts gilt die Charakterisierung des Fahrzeugs weiter, während im Fall eines negativen Berichts die Charakterisierung widerrufen wird.
Für Fahrzeuge mit erster Taxierung (Zulassung) bis einschließlich 1969 bleibt die Charakterisierung weiterhin gültig.

Es wird die sogenannte „Registrierungsbescheinigung“ eingeführt, die von jedem beliebigen griechischen Verband für historische Fahrzeuge ausgestellt, bei dem das als Oldtimer charakterisierte Fahrzeug angemeldet worden ist, und jedes Jahr erneuert wird. Die zum ersten Mal als Oldtimer charakterisiert werdenden Fahrzeuge wenden sich an die juristischen Personen, die in Griechenland rechtmäßig die internationalen Verbände vertreten.

Nach Vollendung der Aufgabe des Ausschusses wird ein Verfahren für die Zuteilung und Ausgabe staatlicher Oldtimer-Nummernschilder festgesetzt werden, die unter Fürsorge des Ministeriums für Infrastrukturen und Transportwesen hergestellt werden.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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