Immobilien sollen auch 2019 Griechenlands Etat retten

17. Januar 2019 / Aufrufe: 798

Die Einnahmen aus der Besteuerung immobilen Vermögens sollen Griechenlands Fiskus auch 2019 wieder aus der Klemme helfen.

In Griechenland wird erwartet, dass die hohen Steuern auf die Immobilien, welche die Steuerpflichtigen in die Knie zwangen, für ein weiteres Jahr den Einnahmen des Staatshaushalts aus der Klemme helfen, da das Finanzamt damit rechnet, insgesamt 3,383 Mrd. Euro aus Steuern und weitere 470 Mio. Euro aus Mieten und Verkäufen einzunehmen.

In den Berechnungen der Beitreibungsbehörden wird besonderer Nachdruck auf die zweite „Revision“ der Immobilien-Einheitswerte gelegt, die im Juni 2019 verwirklicht werden und ausreichen soll, die öffentlichen Kassen mit „warmem“ Geld zu füllen.

Griechenland erhöht 2019 die Immobiliensteuern „so viel wie nötig

Damit die allgemeinen fiskalischen Zielvorgaben eingehalten werden, können die Immobilien-Zonenpreise „so viel wie nötig“ angeglichen werden, und zwar sogar auch für die sogenannten volkstümlichen Wohngegenden, in denen die Einheitswerte bei der letzten Revision auf den Niveaus von 500 – 700 Euro je Quadratmeter gehalten wurden.

Jedenfalls ist sicher, dass die neuen Preise / Werte, auf deren Basis auch die „Einheitliche Immobilien-Besitzsteuer“ (ENFIA) des Jahres 2019 berechnet werden wird, ein neues „Erhöhungs-Domino“ bei allen Steuern und Angaben auf die Immobilien verursachen werden. Höchstwahrscheinlich werden sie sogar die vorgesehenen Senkungen bei der ENFIA neutralisieren, die Premierminister Alexis Tsipras 2018 vom Podium der Internationalen Messe in Thessaloniki (TIF) ankündigte und in einen vor Weihnachten dem Parlament vorgelegten einschlägigen Gesetzentwurf integriert wurden.

Die Konstanten – Immobilien bleiben Griechenlands wertvolle Melkkuh

Die Entscheidungen bezüglich der Sätze der Anhebung der neuen Einheitswerte werden Ende Mai bis Anfang Juni 2019 gefasst werden, wenn das Bild über den Kurs der griechischen Wirtschaft, aber auch des Haushalts klarer sein wird. Bis auf weiteres schreitet der Haushaltsplan 2019 auf den folgenden Konstanten:

1. Einnahmen von 3,383 Mrd. Euro aus Steuern auf das Immobilienvermögen, die sich folgendermaßen verteilen:

  • ENFIA: 2,711 Mrd. Euro
  • Steuer auf die Übertragung von Grundstücken und Landparzellen: 71 Mio. Euro
  • Steuer auf die Übertragung von Gebäuden: 245 Mio. Euro
  • Stempelgebühren auf Mieten aus Immobilien: 128 Mio. Euro
  • MwSt. auf die Neubauten: 22 Mio. Euro
  • Steuern auf Erbschaften, elterliche Zuwendungen und Schenkungen: 151 Mio. Euro
  • Steuer auf Immobilienvermögen (FAP): 7 Mio. Euro
  • Außerordentliche Abgabe auf elektrifizierte bebaute Flächen (EETIDE): 41 Mio. Euro
  • Neue Erteilungen von Baugenehmigungen: 3 Mio. Euro
  • Sonstige Steuern auf das Immobilienvermögen: 1 Mio. Euro
  • Geldstrafen für Schwarzbauten: 3 Mio. Euro

2. Einnahmen von 470 Mio. Euro aus Mieten und Verkäufen

Wie ersichtlich wird, ist angesichts der von der griechischen Regierung mit dem an das ausgelaufene Memorandum anknüpfenden „Programm verstärkter Beaufsichtigung“ eingegangenen Verpflichtung, bis einschließlich 2022 hohe Primärüberschüsse auszuweisen, das Immobilienvermögen die wertvolle Kuh für die Einnahmen des staatlichen Haushalts.

(Quelle: dimokratianews.gr)

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