Griechenlands Banken schließen Filialen

8. Januar 2019 / Aufrufe: 756

Die Banken in Griechenland wollen bis Ende 2021 die Hälfte ihrer Filialen schließen.

Die einschneidenden Änderungen bei den Banken in Griechenland gehen mit ungeminderten Rhythmen weiter. Bezeichnend ist der Umstand, dass die Pläne eine Reduzierung der Anzahl der Filialen auf die Hälfte vorsehen.

Es handelt sich um einen Plan zur Rationalisierung und Senkung der Betriebskosten zumindest der sogenannten systemischen Banken. Nachdem im Jahr 2018 (auf Basis der Angaben des vergangenen Septembers) innerhalb von 9 Monaten 130 Filialen geschlossen worden waren, zeigt alles, dass die Filialen der systemischen Banken auf die Hälfte beschränkt werden sollen.

Banken etablieren in Griechenland eine wahre „Servicewüste“

Konkret ist vorgesehen, dass die Filialen auf 250 je Bank reduziert, also im gesamten Land nur noch rund 1.000 Zweigstellen betrieben werden sollen, während derzeit 1.854 Filialen in Betrieb sind. Ziel ist, ihre Anzahl bis Ende 2021 auf die Hälfte reduziert zu haben – was bedeutet, dass es jedes Jahr 300 Schließungen geben wird.

Obwohl also erwartet wird, dass in nächster Zeit fast die Hälfte der bestehenden Bankfilialen schließen wird, ist laut der Planung angeblich eine Vorsorge für die abgelegenen Regionen vorgesehen. In der Praxis sind allerdings zahllose Einwohner ländlicher bzw. allgemein sogenannter abgelegener Regionen schon heute gezwungen, für einen physischen Besuch der nächstgelegenen Filiale „ihrer“ Bank erhebliche Strapazen und Kosten in Kauf zu nehmen. Die weitere Ausdünnung des Filialnetzes der Banken lässt also nichts Gutes schwanen …

(Quellen: dikaiologitika.gr, Medienberichte)

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