Griechenland verlor Bankguthaben von über 106 Mrd Euro

7. Januar 2019 / Aufrufe: 446
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Von den Banken in Griechenland wurden während der Jahre der Krise über 106 Milliarden Euro an Guthaben abgezogen.

In der Periode der Krise, sprich ab 2009, gingen in Griechenland von der Summe der bei den griechischen Banken geführten Guthaben über 106 Mrd. Euro „verloren“.

Wie aus den Angaben der Griechischen Bank hervorgeht, erreichten Ende November 2018 die Guthaben von Unternehmen und privaten Haushalten 131,385 Mrd. Euro. Laut den selben Angaben beliefen sich jedoch im Dezember 2009 die Guthaben der Unternehmen und Haushalte auf 237,531 Mrd. Euro, also 106,146 Mrd. Euro mehr als heute!

Allein Anfang 2015 „verflogen“ in Griechenland rund 20 Mrd. Euro

Im Juni 2010, also unmittelbar nach der Unterzeichnung des 1. Memorandums, waren die Einlagen bei den Banken in Griechenland bereits auf 216,8 Mrd. Euro gesunken, während sie nach der Krise, welche die Regierung unter Loukas Papadimos und die Unterzeichnung des 2. Memorandums brachte, nur noch 150,6 Mrd. Euro (Juni 2012) erreichten.

Im Sommer 2014 und solange die Hoffnung auf eine Vollendung der letzten Bewertung des 2. Memorandums existierte, waren die Bankeinlagen wieder auf 164,7 Mrd. Euro angestiegen, jedoch riefen die Sackgasse mit den Gläubigern, die Aussicht auf vorgezogene Neuwahlen Anfang 2015 und die Ungewissheit bezüglich des „Tags danach“ eine neue Guthabenflucht hervor. Es ist bezeichnend, dass sich allein in den beiden Monaten Januar – Februar 2015 rund 20 Mrd. Euro von den griechischen Banken „verflüchtigten“.

Die explosiven Beratungen zwischen der neuen Regierung und den Gläubigern und speziell der Höhepunkt der Krise mit der Durchführung des Referendums brachten schließlich die Bankeinlagen auf ihren Tiefpunkt, von dem sie sich nun zu erholen versuchen: nämlich gerade einmal 120,8 Mrd. Euro.

(Quelle: euro2day.gr)

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