Griechenland: Rückkehr zum Jahr 2010

4. Dezember 2018 / Aufrufe: 394
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Was das von der Regierung Griechenlands beworbene positive Szenarium verbirgt.

Falls jemand beschlossen hat, der SYRIZA – ANEL noch glauben zu können, wird er dann ihre letzte Lüge zu glauben haben, die nichts anderes ist, als dass wir nach all den Geschehnissen der vergangenen Jahren nach all dem, was in den vergangenen Jahren geschah, glücklich zum Jahr 2015 zurückkehren.

Wir brauchten also zwei neue Memoranden, neue Maßnahmen mit einem Volumen von 15 Mrd. Euro, geschlossene Banken, einen Privatisierungs- / Superfonds unter der Kontrolle der Ausländer und all das mit zusätzlichen Steuern und Kürzungen, um dorthin zurückzukehren, wo wir uns 2015 befanden. Das ist das positive Szenarium der Regierung darüber, wo wir angelangt sind und wohin wir gehen.

Griechenland ist 2018 in einer schlimmeren Situation als 2010

Die heutige Situation Griechenlands hat jedoch mehr gemeinsame Elemente mit 2010 als mit 2015. Der griechische Bürger erlitt nämlich in diesen vier Jahren eine unbarmherzige Plünderung seiner Arbeit und seines Vermögens, damit das Land zu der Situation zurückkehrt, in der es 2010 war. Zusammengefasst hat die öffentliche Verschuldung des Landes wieder 300 Milliarden Euro überstiegen.

Und wir sind praktisch in einer schlimmeren Situation als 2010, weil wir eine offenkundig kleinere und schwächere Wirtschaft haben als 2010. Und hier ist es wirklich die angemessene Aufmerksamkeit zu zollen wert. Während wir prinzipiell zum Jahr 2010 zurückgekehrt sind, werden die Umstände einer neuen Krise deutlich schlimmer als die des Jahres 2010 sein. Die Bankguthaben der Griechen sind entweder im Ausland angelangt oder wurden in den meisten Fällen in Anspruch genommen um verlorenes Einkommen abzudecken, und ein signifikanter Anteil wurde – noch schlimmer – für Steuern verschwendet.

Hunderttausende Griechen, in ihrer Mehrheit die produktivsten, sind ins Ausland gegangen. Tausende produktive Unternehmen wurden entweder geschlossen oder verlegten ihren Sitz in Staaten, die nicht die Besteuerung des Bürger zur Hauptbeschäftigung haben.

Eine neue Krise wird Griechenland dramatisch treffen

Zu all dem Vorstehenden ist der Umstand eines schlimmeren internationalen Umfeld hinzuzufügen. Herr Draghi gab gerade das Ende der quantitativen Lockerung bekannt. Das führte zu einem allgemeinen Anstieg der Zinssätze. Die griechischen Zinssätze befinden sich bereits auf unerschwinglichen – also für die Größe unserer Verschuldung und Wirtschaft nicht tragfähigen – Niveaus. Und wenn wir den Zusammenbruch der Produktivität der griechischen Wirtschaft in Kombination mit einem offenkundig feindseligeren politischen internationalen Umfeld berücksichtigen, können wir natürlich sagen, dass es mittlerweile möglich ist, dass wir in eine dramatisch schlimmere Krise als jene des Jahres 2010 geführt werden.

Rückkehr zum Jahr 2010 also, dieses Mal besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Folgen und alles, was wir 2010 erlitten, einem Spaziergang im Park gleicht. Der Kern der Versprechungen der SYRIZA – ANEL war die Aufrechterhaltung des parasitären Staats der Epoche nach dem Regimewechsel. Die Versprechungen, die dieses zentrale Versprechen ausschmückten, mögen nicht realisiert worden sein, jedoch setzten die SYRIZA – ANEL mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mittel Politiken zugunsten eines gefräßigen und zerstörerischen Staats um, der alles auf dem privaten Sektor Verbliebene demontierte.

(Quelle: dimokratianews.gr, Autor: Napoleon Linardatos)

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