Was ist mit Griechenlands Banken los?

10. Oktober 2018 / Aufrufe: 1.051

Die Forderungen der Eliten hinter den Themen mit den Banken und warum Griechenland in Wirklichkeit kein Bankenproblem, sondern ein Korruptionsproblem zu lösen hat.

Um zu begreifen, was wirklich mit Griechenlands Banken los ist, wendete ich mich an einen „Guru“ des Bereichs mit einer langen Laufbahn innerhalb des Finanzsystems. Also an einen wirklichen Insider.

Mein Lieber, die Dinge sind schwierig. Sehr schwierig. Ich bin beunruhigt …„, gestand er mir. Ich kam daraufhin direkt zu „des Pudels Kern“ und fragte, was zu geschehen habe.

Griechenlands elitäre Schuldenmacher stahlen Spareinlagen kleiner Leute

Ich verlangte somit praktisch zu erfahren, was die Bankiers wollen, die mein Gesprächspartner aus seiner Position heraus aus alten Zeiten kennt. „Erstens muss der Leiter der Finanzstabilitätsfazilität wechseln. Der dort befindliche Österreicher schafft andauernd Probleme. Wir brauchen jemanden, der mehr nach Griechenland schaut„, kommentierte er anspielend. „Meinen Sie, wenn hinter den Kulissen Druck auf eine Fusion der Alpha Bank mit der Piräus Bank ausgeübt wird, bedeutet dies, dass der Österreicher nicht nach Griechenland schaut?“ Er lächelte. „Die Information, die Du hast, ist richtig, aber diese Dinge geschehen nicht.

Obwohl ich nicht verstehe, warum die Banken gerettet werden, wenn der Österreicher geht, halte ich dies im Sinn. Was muss sonst geschehen?„, fuhr ich verlegen fort. „Bei den Banken gibt es ein ungeschriebenes Gesetz: Wer einen Kredit bewilligt, kann ihn nicht auch erlassen. Er fürchtet die strafrechtlichen Verantwortungen. Es muss sich ein Schema finden, damit die „roten“ Kredite zu diesem transferiert werden und die Bilanzen der Banken ihrer entledigt werden„, sagte er.

Ich hörte meinem Gesprächspartner aufmerksam zu, und obwohl in mir bereits einige „Lämpchen“ zu blinken begannen, wartete ich zuerst ab, wie er enden werde. „Weist Du, es muss noch etwas geschehen, damit die Banken sich beruhigen: Nämlich dass die Staatsanwälte gehen, die sich in ihrem Inneren installiert haben um die Kredite der politischen Parteien zu prüfen. Denkst Du, das Getöse tut dem Ruf der Banken auf den Märkten gut?“ Wie gesagt hörte ich mir die Argumente des Insiders aufmerksam an und polterte dann verärgert los:

Was Sie sagen, ist sehr interessant, jedoch gibt es eine Frage. Die Unternehmenskredite der ‚Verflechtung‘ betragen fast 1/3 der ‚roten‘ Kredite. Die Banken und die Regierung werden von der bösen Troika in den letzten acht Jahren unter Druck gesetzt, die großen Schuldner sollen unter Androhung des Verlusts des Aktienpakets an ihren Gesellschaften zu zahlen beginnen. Leider stahl ein Teil unserer Elite in Form von Krediten die Spareinlagen der kleinen Leute, sie strichen sie sich auf persönlichen Konten in der Schweiz ein, tätigten nicht einmal eine halbe Investition, und nun, wo sie erklären, nicht zahlen zu können, haben sie die Forderung, ihnen die Kredite zu erlassen. Ich denke nicht, dass daran der Österreicher, die sich zu den Banken begebenden Staatsanwälte, die Märkte schuld sind. Daran sind konkrete Leitungen (der Banken)  schuld, die den prominenten Schuldenmachern gefällig waren, oder?

Machtkampf um die Kontrolle der Wirtschaft Griechenlands

Daraufhin stammelte der Insider, ich habe wohl Recht, und verwies auf eine Initiative des Griechischen Bankenverbands bezüglich der 80 signifikantesten in Verzug befindlichen Unternehmerkredite: „Was meines Wissens zwecks ihrer Beitreibung geschah, ist auch Ihnen bekannt. Nämlich praktisch nichts!

Fazit: Das Problem der griechischen Banken ist der Machtkampf um die Kontrolle der Wirtschaft. Die Ausländer wollen die „roten“ Kredite „verwalten“, damit die Unternehmen der elitären Schuldenmacher die Hände wechseln, aber auch, um neue Fusionen durchzusetzen. Die griechischen Bankiers wiederum strengen sich an, dass ihre alten Kunden ihre Unternehmen nicht durch (Zwangs-) Versteigerungen verlieren. Ebenso bemühen sie sich, die „faulen Posten“ aus ihren Bilanzen zu werfen, und kämpfen – natürlich – darum, dass der griechische Banksektor nicht noch mehr schrumpft.

Solange dieser Kampf unter dem Licht der Scheinwerfer ausgetragen wird, wird er Auswirkungen auf das internationale Bild des Landes haben. In Wirklichkeit ist das zu lösende Problem aber kein Bankenproblem. Es ist ein Korruptionsproblem. Manche wollen ihre Kredite nicht bezahlen, aber auch nicht ihre Unternehmen verlieren. Und Andere wollen ihre Banken nicht verlieren. Um ihr Ziel zu erreichen, zögern sie nicht, ihr persönliches Problem zu einem Problem des Landes zu machen. Liberale Sachen eben … .

(Quelle: dimokratianews.gr, Autor: Manolis Kottakis)

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