Memoranden fraßen Ernährungsqualität in Griechenland

19. Oktober 2018 / Aufrufe: 359

Die Memoranden brachten in Griechenland den sogenannten Warenkorb der Hausfrau zum Schrumpfen und beeinflussten nachhaltig die Ernährungsgewohnheiten der Bürger.

Die wirtschaftliche Krise hat auch die Ernährungsgewohnheiten der Griechen beeinflusst, die einerseits ihre Einkäufe signifikant „beschnitten“ haben und andererseits billigere Nahrungsmittel wählen.

Kalbfleisch, Fisch, Obst, Gemüse, Molkereiprodukte, sogar auch das Olivenöl sind steil reduziert worden, während der Konsum von Hülsenfrüchten und Kohlehydraten gestiegen ist, was die finanziellen Schwierigkeiten der Haushalte belegt.

Griechenlands Haushalte wichen auf Hülsenfrüchten und Nudeln aus

Einer Untersuchung des Forschungsinstituts für Einzelhandelskonsumgüter (IELKA) zufolge wird in Griechenland zwischen 2010 und 2017 ein Rückgang beim Wert der Einkäufe um 21% verzeichnet, während die Einschätzung hinsichtlich des Rückgangs des Volumens – der Menge der Einkäufe in einer Größenordnung von 15% liegt. Dies reflektiert sich in dem Umstand, dass 19 von 26 in der Erhebung des IELKA untersuchte Lebensmittelkategorien bei der 2017 gekauften Menge im Verhältnis zu 2010 einen Rückgang präsentieren, während sich bei dem Wert der Einkäufe 2017 im Verhältnis zu 2010 in 20 von den 26 Kategorien ein Rückgang zeigt.

Charakteristisch sind die bei verwandten Lebensmittelgruppen verzeichneten Änderungen. Spezieller zeigen billigere Optionen hinsichtlich der Aufnahme von Kohlenhydraten – wie aus Hülsenfrüchte – einen Anstieg um 10% bzw. von 15 auf 16,6 Kilo und das Geflügelfleisch einen Anstieg um 9% bzw. von 36,4 auf 39,5 Kilo, während teurere Wahlmöglichkeiten einen Rückgang zeigen, wie beispielsweise das Kalbfleisch um 24% bzw. von 47,6 auf 35,9 Kilo und das Lamm- und Ziegenfleisch um 25% bzw. von 13,5 auf 10,2 Kilo (durchschnittliche jährliche Einkaufsmenge pro Haushalt).

Positive und negative Auswirkungen der geänderten Ernährungsweise

Entsprechend wird ein signifikanter Anstieg der Aufnahme von Kohlenhydraten sowohl aus Teigwaren (14%) als auch Reis (8%) verzeichnet. Bei den positiven Richtungen zu gesünderen Ernährungsentscheidungen wird der Rückgang der Aufnahme von Zucker um 44% und Erfrischungsgetränken um 43%, bei den negativen dagegen der Rückgang bei Obst (23%) und Gemüse (20%), Molkereiprodukten (Milch 14%, Käse 24%), aber auch Olivenöl (18%) verzeichnet.

Schließlich wird beobachtet, dass der Markt den Ernährungsgewohnheiten in groben Zügen entspricht, da in Kategorien wie den Teigwaren, die hinsichtlich der Kaufmenge einen Anstieg um 14% verzeichneten, der durchschnittliche Kaufpreis einen Rückgang um 13% bzw. von 1,86 Euro auf 1,62 Euro pro Kilo zeigte.

(Quelle: dimokratianews.gr)

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