Märkte misstrauen Griechenland

7. Oktober 2018 / Aufrufe: 298
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Laut CNBC befürchten die Finanzmärkte, Griechenlands Premier Alexis Tsipras könnte zu einseitigen Wahlkampfhandlungen schreiten.

CNBC berichtet in einem Artikel, „Athen hat der Reform des Rentensystems zugestimmt, jedoch beunruhigen sich die Märkte darüber, ob die Regierung die Vereinbarungen einhält oder im weiteren Verlauf ihre Meinung ändern wird„.

Den bezüglich der Renten in zwei Versionen präsentierten Vorentwurf des Haushaltsplans kommentierend betont das internationale Nachrichtennetz, Griechenland teste mit dem Haushaltsplan 2019 die Märkte und die Gläubiger.

Griechenland muss beweisen, „investorenfreundlich“ zu sein

Bei den vereinbarten Reformen einen Rückzieher machend verursacht Griechenland in einer Periode Unruhe auf den internationalen Finanzmärkten, in der es für Druck von außen anfällig bleibt, den es nicht zu kontrollieren vermag, unterstreicht der Artikel. Als charakteristisches Beispiel führt er den Anstieg der Finanzierungskosten Griechenlands in der vergangenen Woche wegen der Turbulenzen in Italien an.

Die (erneuten) Kürzungen der Renten hätten im Januar 2019 beginnen müssen und waren eine der schwierigsten Reformen, die zu einer Vereinbarung gelangten. Die möglichen Änderungen bei den Renten oder bei anderen Reformen könnten Kollisionen mit den europäischen institutionellen Organen und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) hervorrufen, wird betont und angefügt: Der IWF äußerte im vergangenen Monat, dass die Kürzungen der Renten im Jahr 2019 ein Teil der von der griechischen Regierung vereinbarten Reformen sind und Griechenland zeigen muss, dass es investorenfreundlich ist.

Die griechische Regierung steht unter einem ungeheuren Druck, eine gewisse fiskalische Lockerung zu erzielen, da sie den Meinungsumfragen vor den Wahlen im Jahr 2019 zuvorzukommen versucht„, erklärte gegenüber CNBC Ricardo Garsia, Hauptanalyst der UBS für Europa. CNBC betont sogar, dass die Nea Dimokratia (ND) in den Demoskopien vor der regierenden SYRIZA liegt, wobei ihr die letzte dieser Umfragen einen Vorsprung der Größenordnung von 10% gibt.

Griechenland hat sich zu utopischen Primärüberschüssen verpflichtet

Wie Griechenland mit seinen Gläubigern vereinbart hat, muss es bis einschließlich 2022 jährliche fiskalische Primärüberschüsse von 3,5% des BIP erzielen. „Der Primärüberschuss des Haushaltsplans war um einiges größer als der in den letzten Jahren erwartete und gelangte 2017 bei 4,2% an, gegenüber den von den Gläubigern geforderten 1,75%„, erklärte der Bloomberg-Analyst Karsten Heese.

Analysten merken weiter an, ihre Einschätzung sei, der Überschuss werde letztendlich erzielt werden, jedoch werde die griechische Regierung dies erst Anfang 2019 bestätigen können, wenn die finalen Zahlen veröffentlicht werden. Was – wie CNBC schlussfolgert – bedeutet, dass jedwede Umkehr der Reformen, Aufschiebung der Rentenkürzungen und alles Einschläge bis später zu warten haben wird.

(Quellen: iefimerida.gr, cnbc.com)

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