Griechenland macht Speisekarten in Braille obligatorisch

11. Oktober 2018 / Aufrufe: 321
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Den Gastronomiebetrieben in Griechenland, die keine Preisliste in der sogenannten Blindenschrift Braille haben, droht eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro.

Wie in Griechenland das Generalssekretariat für Handel und Verbraucherschutz (GGEK) bekannt gab, sind in allen Gastronomie-Betrieben (Restaurants, Fastfood-Betrieben, Tavernen, Cafés, Vergnügungszentren und sonstigen ähnlichen Betrieben) obligatorisch Preislisten bzw. Speisekarten in Blindenschrift (Braille) zu führen.

Die Missachtung der einschlägigen Verpflichtung wird mit einer Geldstrafe in Höhe von 500 Euro geahndet.

Jagd nach POS-Terminals und … „losem“ Olivenöl

Die Kontrolleur-Teams des Generalssekretariat für Handel und Verbraucherschutz des Ministeriums für Wirtschaft und Entwicklung führten bis zum 20.09.2018 auf dem gesamten Staatsgebiet mehr als 2.127 Kontrollen bezüglich des Vorhandenseins und der Nutzung des sogenannten POS-Systems (sprich entsprechender „Terminals“) durch.

Konkret wurden bei sich auf die folgenden Branchen beziehenden Unternehmen Kontrollen verwirklicht und Geldstrafen in einer Gesamthöhe von 208.500 Euro verhängt: Gastronomie – Unterhaltung (631), Handelsunternehmen (1.025), Dienstleistungsunternehmen wie Werkstätten, Friseursalons, Fahrschulen, Fitness-Studios usw. (249), Bäckereien – Konditoreien (144) und Lebensmittelgeschäfte (78).

Spezieller wurden im Rahmen der vorstehenden Kontrollen auch 38 Verstöße bezüglich der Bereitstellung nur noch „konfektionierten“ (also in versiegelten originalen Einwegfläschchen abgefüllten) Olivenöls an den Tischen in Massen-Gastronomiebetrieben festgestellt und die Höhe der einschlägigen verhängten Geldstrafen erreichte den Betrag von 19.000 Euro.

Obligatorische Preislisten / Speisekarten in Brailleschrift

Schließlich betont das GGEK, dass die Verantwortlichen der Massengastronomie-Betriebe bereits seit der Veröffentlichung des einschlägigen Ministerialbeschlusses 91354/17 des Ministers für Wirtschaft und Entwicklung und gemäß Paragraph 1 des Artikels 70 die Informierung behinderter Personen über die geführte Preisliste sicherzustellen schulden.

Beispielsweise muss es in der Betriebsstätte des Geschäfts eine Preisliste in Brailleschrift für Personen mit signifikanten Sehproblemen geben. Die GGEK hat bereits Anweisungen zur Durchführung einschlägiger Kontrollen erteilt. Die Missachtung der einschlägigen Verpflichtung hat eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro zur Folge.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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