Armut der Einwohner Griechenlands

18. Oktober 2018 / Aufrufe: 486

Laut Eurostat war 2017 in Griechenland über ein Drittel der Bevölkerung von Armut oder sozialer Exklusion bedroht.

Den am 16 Oktober 2018 von dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) für das Jahr 2017 an die Öffentlichkeit gegebenen Daten zufolge leben in Griechenland mehr als einer von drei und in der EU im Durchschnitt einer von fünf Einwohnern in Verhältnissen der Armut oder sozialen Ausgrenzung.

Laut Eurostat befindet sich ein Mensch im Zustand der Armut oder gesellschaftlichen Exklusion, wenn er einer oder mehreren der nachstehenden Problemsituationen begegnet:

  • er gilt als arm (hat also ein Einkommen von unter 60% des durchschnittlichen nationalen Einkommens), oder
  • lebt in einer Lage der Bedürftigkeit (entbehrt also grundlegender Konsumgüter oder vermag nicht elementaren wirtschaftlichen Verpflichtungen zu entsprechen), oder
  • er lebt in einer der Gefahr der Arbeitslosigkeit begegnenden Familie (also in einer Familie, in der keins ihrer Mitglieder eine „normale Arbeit“ hat).

Griechenland, Rumänien und Bulgarien bleiben Europas Armenhäuser

Konkret befanden sich im Jahr 2017 in Griechenland 34,8% der Bevölkerung (3,7 Mio. Menschen) mit der Gefahr der Armut oder sozialen Ausgrenzung konfrontiert, gegenüber 28,1% im Jahr 2008. In der EU sank dagegen im Jahr 2017 die entsprechende Quote auf 20,3% (113 Mio. Menschen) und damit unter die Niveaus des Jahres 2008 (23,7%).

Ebenfalls Griechenland betreffend befinden sich 20,2% der Bevölkerung in Verhältnissen der Armut und 21,1% in Verhältnissen der Bedürftigkeit, während 15,6% der Bevölkerung in einer mit der Gefahr der Arbeitslosigkeit konfrontierten Familie lebt. Die entsprechenden durchschnittlichen Quoten in der EU betragen 16,9%, 6,9% und 9,3%.

Allgemeiner in einer noch schlimmeren Lage als Griechenland sind – hinsichtlich des Anteils des als im Zustand der Armut oder sozialer Ausgrenzung befindlich geltenden Anteils der Bevölkerung – Bulgarien (38,9%) und Rumänien (35,7%). Auf der Gegenseite (mit Quoten unter 20%) befinden sich Tschechien (12,2%), Finnland (15,7%), Slowakei (16,3%), Holland (17%), Slowenien und Frankreich (17,1%), Dänemark (17,2), Schweden (17,7%), Österreich (18,1%) und Deutschland (19%).

Die Reduzierung der von Armut oder gesellschaftlicher Exklusion gefährdeten Personen in der EU stellte eins der Hauptziele der Strategie „Europa 2020“ dar.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Kommentare sind geschlossen