Absturz des Wirtschaftsklimas in Griechenland

3. Oktober 2018 / Aufrufe: 436

Die Angaben der Europäischen Kommission zeigen eine heftige Verschlechterung des Wirtschaftsklimas in Griechenland im September 2018.

Laut den am 27 September 2018 von der Europäischen Kommission bekannt gegebenen Angaben verzeichnete im September 2018 das wirtschaftliche Klima in Griechenland einen heftigen Absturz.

Der entsprechende Index sank auf 101,3 Punkte ab und kehrte damit auf Niveaus von Dezember 2017 zurück, gegenüber 105,2 Punkten im August und 105,3 Punkten im Juli 2018.

Regierung vermag Ausgang aus den Memoranden nicht zu „kapitalisieren“

Die sowohl die Ankündigungen seitens der Regierung anlässlich der Internationalen Handelsmesse in Thessaloniki als auch den Verlauf der realen Wirtschaft in letzter Zeit und die Zukunftserwartungen des Markts integrierenden Angaben der Kommission zeigen, dass die griechische Regierung die wirtschaftlichen Vorteile aus dem Ausgang aus den Memoranden nicht zu „kapitalisieren“ vermag. Die Angaben verzeichnen bei allen jeweiligen Indizes einen signifikanten Rückgang: in der Industrie, bei den Dienstleistungen, im Einzelhandel, aber auch im Bauwesen. Eine leichte Verbesserung wird nur beim Konsumenten-Index verzeichnet.

Gemäß den Angaben, welche die Europäische Kommission von der „Stiftung für Wirtschafts- und Industrieforschung“ (IOBE) sammelt, verschlechtert sich das Wirtschaftsklima in Griechenland praktisch für den zweiten aufeinanderfolgenden Monat. Dieser Umstand „kippt“ die Argumente der Regierung – wie sie in den Informationsmitteilungen dargestellt werden, die sie auch den ausländischen Investoren präsentierte – bezüglich einer Stärkung des Vertrauens hinsichtlich des Kurses der Wirtschaft.

Der Wirtschaftsklima-Index ist der sogenannte „Wegbereiter-Index“ für den Kurs der Wirtschaft. Er stellt das erste Anzeichen dafür dar, wie sich das BIP bewegen wird (im Vorliegenden im dritten Quartal 2018). Die Regierung hatte die Zielvorgaben für den Haushaltsplan 2019 zu einem sehr großen Grad auf die Beschleunigung des BIP im zweiten Quartal 2018, aber auch die übrigen griechischen Ziele hinsichtlich der Renten, der Ausgleichsmaßnahmen und des Verfahrens des Gangs Griechenlands an die Märkte gestützt.

Es sei angemerkt, dass es in der EU bei dem entsprechenden Index zwar auch einen Rückgang gab, aber nur einen marginalen (von 112,2 Punkten auf 111,3 Punkte), was ein Zeichen dafür ist, dass der Druck auf Griechenlands Wirtschaft sehr viel heftiger ist.

(Quelle: capital.gr)

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