Tausende Krebspatienten in Griechenland ohne Strahlentherapie

5. September 2018 / Aufrufe: 339
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In Griechenland müssen Krebspatienten zwei bis drei Monate lang auf Radiotherapien warten, was in vielen Fällen ihre Lebenserwartung übersteigt.

Der Panhellenische Verband des Personals öffentlicher Krankenhäuser (POEDIN) gab neue Fakten an die Öffentlichkeit, die den Notstand sowohl bei dem Personal als auch den Strukturen aufzeigen.

Wie die Vertreter des Verbands zu behaupten beharren, bleiben jedes Jahr rund 13.000 Patienten von den Bestrahlungstherapien ausgeschlossen, da die Wartelisten / Wartezeiten zwei bis drei Monate betragen und in vielen Fällen die (von einer sofortigen Behandlung abhängige) Lebenserwartung der Krebspatienten übersteigen.

Krebspatienten in Griechenland müssen … zahlen oder sterben

Laut einer Studie des Verbands entsprechen in Griechenland jeweils 1.000 Einwohnern drei Strahlentherapie-Apparate, während im selben Moment in den übrigen Ländern der Europäischen Union die entsprechende Analogie bei sechs Strahlentherapie-Apparaten je 1.000 Einwohner liegt. Parallel gibt es einen riesigen Mangel an Technologen, Strahlungstherapeuten und Radiologen. Wie selbige Beschäftigten monieren, ist eine von drei organischen Stellen unbesetzt.

Ein tragische Ironie stellt die Tatsache, dass die „Niarchos Foundation“ eine Schenkung zehn moderner Linearbeschleuniger genehmigt hat, die den Patienten eine fortschrittliche Behandlung bieten. Jedoch sind bisher nur sieben dieser Apparate installiert und in Betrieb genommen worden, wobei ihre volle Kapazität allerdings wegen Personalmangels nicht voll genutzt wird. Die Krankenhäuser wiederum, in den diese Apparate bisher noch nicht in Betrieb genommen worden sind, sind die Einrichtungen „Alexandra“, „Attikon“ und „PAGNI“.

Während des Jahres 2017 wurden bei den 27 Strahlentherapie-Apparaten der öffentlichen Krankenhäuser Griechenlands 13.250 Krebspatienten einer Bestrahlungsbehandlung unterzogen. Weitere 9.266 Krebskranke unterzogen sich bei den 20 Strahlentherapie-Apparaten des privaten Sektors einer Bestrahlungstherapie. Laut dem POEDIN-Vorsitzenden Michalis Giannakos haben jedoch alle Patienten, die sich (mehr oder weniger notgedrungen und überhaupt dazu in der Lage …) für den privaten Sektor entscheiden, eine Selbstbeteiligung in Höhe von 15% an den sich auf insgesamt 2.500 Euro belaufenden Kosten einer Radiobehandlung zu zahlen.

(Quelle: dimokratianews.gr)

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