Investitionshindernisse in Griechenland bleiben bestehen

5. Juli 2018 / Aufrufe: 1
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Die Hindernisse für direkte ausländische Investitionen in Griechenland bleiben trotz mancher Schritte in die richtige Richtung weiterhin bestehen.

Geschäftsführende Vorstände großer ausländischer Unternehmen mit Präsenz in Griechenland sprechen von Griechenland nach wie vor geißelnden signifikanten strukturellen Schwächen und ernsthaften Problemen bei der Bemühung, direkter ausländische Investitionen anzuziehen.

Obwohl bezüglich gewisser Sektoren das Gefühl existiert, dass diverse Schritte in die richtige Richtung erfolgt sind, und trotz des Umstands, dass das Klima der Ungewissheit in der Wirtschaft nachlässt, sind welche auch immer erwägten Investitionen von relativ geringer Kapitalintensität und bleiben signifikant hinter den Beträgen zurück, die erforderlich sind um Griechenland zu einem schwungvollen Wachstum zu führen.

Griechenlands Bild als Investitionsziel wird sich verbessern

Vorstehendes geht aus einer Untersuchung der Metron Analysis hervor, die auf dem am 03 Juli 2018 in Athen verwirklichten 1. Forum 2018 „InvestGR – Ausländische Investitionen in Griechenland“ präsentiert wurde. Die Unternehmen, die an der Untersuchung teilnahmen, haben in Griechenland in den letzten fünf Jahren ungefähr 2,3 Mrd. Euro investiert, welcher Betrag 20% der Gesamtsumme direkter ausländischer Investitionen in Griechenland entspricht.

Wie Stratos Fanaras, der Präsident und geschäftsführende Vorstand der Metron Analysis anmerkte, „bleiben trotz des positiven Umstands des Ausgangs aus der wirtschaftlichen Krise etliche interne Faktoren Hindernisse in der Anziehung von Investitionen und werden negativ bewertet„. Die signifikantesten von diesen sind gemäß der Untersuchung das steuerliche Umfeld, der Eindruck einer Existenz von Korruption, das Verwaltungsumfeld, die Geschwindigkeit der Rechtsprechung und die beschränkte Forschung und Innovation. Nur der Faktor des existierenden Humanpotentials wird von der Mehrheit der CEOs auf einem zufriedenstellenden Niveau bewertet. Trotzdem schließen sich 2 von 3 CEOs der Ansicht an, „das Bild Griechenlands als Investitionsziel wird sich in den unmittelbar nächsten Jahren verbessern„, während 8 von 10 erklären, es sei sehr oder recht wahrscheinlich, dass die Unternehmen, die sie vertreten, in Zukunft zu Investitionen in Griechenland schreiten werden.

Griechenlands Wirtschaftsmodell muss sich ändern

6 von 10 geben sogar an, diese Investitionen seien für das kommende Jahr programmiert. Wie jedoch die jeweiligen Angaben zeigen, haben diese Investitionen nicht die Höhe, die als erforderlich veranschlagt wird, damit die während der Krise entstandene Lücke gedeckt wird, und die notwendig ist, damit das Wachstum beschleunigt wird. Es wird damit gerechnet, dass diese Lücke rund 18 bis 20 Mrd. jährlich erfordert, damit sie gedeckt wird und Griechenland auf die Niveaus vor der Krise zurückkehren – und das zu einer Stunde, wo der Betrag der direkten ausländischen Investitionen in Griechenland in den letzten fünf Jahren auf gerade einmal 11,6 Mrd. Euro veranschlagt wird.

Wie der beauftragte Berater der PWC, Kostas Mitropoulos, auf dem selben Forum erklärte, „existiert eine gigantische Investitionslücke von 10% – 12% des BIP, die sich füllen muss„. Damit direkte ausländische Investitionen solcher Höhe kommen, „hat der Staat auf zwei verschiedene Weisen als Katalysator zu wirken um diese Kluft zu überbrücken: indem er einerseits die – alle Investitionen behindernden – strukturellen Missstände behebt und andererseits Anreize für produktive Verfahren gibt, welche die komparativen Vorteile Griechenlands verstärken„. Weiter schätzte er ein, es „muss eine Umwandlung des derzeitigen investitions- und wachstumsinkompatiblen Wirtschaftsmodells in thematische Richtungen mit vielfachen Vorteilen geben„.

(Quelle: insider.gr)

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