Griechenland wird neuen Schuldenerlass brauchen

30. Juli 2018 / Aufrufe: 374

Laut Moody’s wird Griechenland ab Anfang 2030 wieder eine neue Erleichterung seiner Verschuldung nötig haben.

Am 26 Juli 2018 kam von der Rating-Agentur Moody’s eine weitere lautstarke Betonung, dass Griechenland zu Beginn des Jahrzehnts 2030 wieder neue Maßnahmen zur Erleichterung seiner Verschuldung benötigen wird.

In ihrem Jahresbericht beurteilt Moody’s die Wirksamkeit der bei der Eurogruppe des 21 Juni 2018 erzielten Vereinbarung als signifikant, jedoch mit einem … „Verfallsdatum“ behaftet.

Griechenlands Verschuldung wird für Jahrzehnte sehr hoch bleiben

Laut den Analysten der Agentur „gewährleistet das Paket der Erleichterungsmaßnahmen, dass Griechenlands Verbindlichkeiten bezüglich der Bedienung seiner Verschuldung für die nächsten 10 Jahre sehr gut handhabbar sein werden„, jedoch wird die Verschuldung für Jahrzehnte sehr hoch bleiben und „wie die Eurozone akzeptiert hat, kann Griechenland zu Beginn des Jahrzehnts 2030 eine weitere Erleichterung (der Verschuldung) beantragen„.

Die verstärkte Beaufsichtigung, der Griechenland nach dem Auslaufen des dritten Memorandums am 20 August 2018 unterstellt werden soll, betrachtet Moody’s als „positives Finanzierungsereignis“ und vertritt, „so wird sichergestellt werden, dass die griechischen Behörden auf einem Reformkurs bleiben werden„.

Ebenfalls zeigt die Agentur sich bezüglich der Erzielung eines Primärüberschusses von 3,5% des BIP in diesem Jahr (2018) und den vier Folgejahren optimistisch. Auf der Gegenseite charakterisiert Moody’s die Leistung Griechenlands bei den Investitionen als sehr schwach und „sieht“ mäßige Wachstumsperspektiven (für 2018 und 2019 prognostiziert die Agentur einen Anstieg des BIP um jeweils rund 2%).

(Quelle: dimokratianews.gr)

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