Schließungen in Griechenlands Plastikindustrie

14. Juni 2018 / Aufrufe: 347
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Die Maßnahmen zur Reduzierung des Verbrauchs von Plastiktüten führten in Griechenland bereits zu ersten Unternehmensschließungen.

Die Maßnahmen zur Reduzierung der Verwendung von Plastiktüten stellen für Griechenlands Kunststoffindustrie einen signifikanten Schlag dar.

Mittlerweile haben bereits drei kleinere Unternehmen geschlossen, viele weitere sehen ihre Umsätze schrumpfen und die Vertreter der Branche sprechen von einem plötzlichen Tod, falls schließlich die sogenannte Umweltabgabe auf Plastiktüten ab dem 01 Januar 2019 auf 0,09 Euro pro Tüte erhöht werden sollte.

Importierte Mehrwegtüten sind größtenteils nicht recycelbar

Laut der Leitung des Verbands der Hellenischen Kunststoffindustrie (AHPI) sind die meisten Unternehmen der Branche in Griechenland Klein- und Familienbetriebe, was zur Folge hat, dass es ihnen unmöglich ist, sich an die Erhöhung der Umweltabgabe auf mehr als das Doppelte anzupassen.

Sie verlangen also von der Regierung, nicht zur geplanten Erhöhung der Umweltabgabe zu schreiten, und vertreten dabei, die von der EU gesetzte Zielvorgabe bezüglich der Minderung des Verbrauchs von Plastiktüten auf 90 Tüten je Einwohner bis zum 31 Dezember 2019 sei in Griechenland bereits erreicht worden. (Anmerkung: Das IELKA veranschlagt auf Basis bisheriger Angaben den Jahresverbrauch auf 130 Tüten pro Einwohner, siehe Rückgang des Plastiktüten-Verbrauchs in Griechenland.)

Bei einem Informationstreffen mit Journalisten äußerten die Vertreter der Branche ihre Einwände gegen das Verbot der Plastiktüte und die Dämonisierung der Verwendungen von Kunststoffen ohne wissenschaftliche Dokumentation, während sie sich bereit erklärten, biologisch abbaubare Tüten oder Trinkhalme zu produzieren, und enthüllten, dass die meisten Plastik-Mehrwegtüten, die aus China und Vietnam importiert werden, nicht recycelbar sind.

Es sei angemerkt, dass der griechische Verband der Kunststoffindustrie 250 Betriebe mit insgesamt 20.000 Arbeitnehmern und einem Jahresumsatz von 2 Mrd. Euro vertritt, was 1,5% des nationalen BIP entspricht.

(Quelle: dimokratianews.gr)

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