Troika blockiert Wohnbeihilfe in Griechenland

17. Mai 2018 / Aufrufe: 1.049

Der IWF beharrt darauf, die von Griechenlands Regierung geplante Wohnbeihilfe nur unterhalb der absoluten Armutsgrenze lebenden Familien zu gewähren.

Die sogenannten Institutionen (sprich Gläubiger Griechenlands) setzen den Planungen der griechischen Regierung bezüglich der post-memorandischen Periode eine (weitere) „Blockade“ entgegen, wobei sich die Vertreter des Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen der Gewährung einer Wohnbeihilfe auch an Haushalte querstellen, die mit nur wenig über der absoluten Armutsgrenze liegenden Jahreseinkommen leben.

Im Rahmen des am 14 Mai 2018 begonnen vierten Verhandlungszyklus wird erwartet, dass die Technokraten des IWF auf den Vorschlag des griechischen Arbeitsministeriums hinsichtlich einer relativ ausgeweiteten Gewährung einer Wohnbeihilfe ab dem 01 Januar 2019 negativ reagieren werden.

IWF will Wohnbeihilfe nur für „absolut arme“ Familien

Konkret hätten auf Basis des Vorschlags des griechischen Arbeitsministeriums ab dem nächsten Jahr für die besagte Beihilfe – bei einer Einkommensgrenze von 9.500 Euro – ungefähr 600 Millionen Euro zu Gunsten von bis zu 500.000 Haushalte bereitgestellt werden können (so dass auch Haushalte unterstützt werden, die in den „roten Bereich“ geratene Bau- / Wohnkredite aufgenommen haben).

Zuständige Funktionäre führen an, dass auf Basis der Planungen des Arbeitsministeriums unter diesen Gegebenheiten jeder berechtigten Familie monatlich ab 50 bis zu (in bestimmten Fällen) 170 Euro gewährt werden könnten.

Der Vorschlag des Arbeitsministeriums konzentrierte jedoch gewisse Einwände seitens der Technokraten des Internationalen Währungsfonds auf sich. Die Vertreter des IWF sollen bereit sein, die Umsetzung der Maßnahme nur für berechtigte Familien zu verlangen, deren jährliche Gesamteinkommen 7.500 Euro nicht übersteigen (was dem Wert des gemittelten verfügbaren Äquivalenzeinkommens bzw. der Grenze zur „absoluten Armut“ entspricht), damit keine Verzerrungen auf dem Markt geschaffen werden und das Prozedere des Abbaus der „roten“ Kredite nicht zurückgeworfen wird.

(Quelle: dimokratianews.gr)

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