Staat ist größter Erbnehmer Griechenlands

13. Mai 2018 / Aufrufe: 677
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In Griechenland schlagen immer mehr Bürger Immobilien umfassende Erbschaften aus, um den horrenden steuerlichen Belastungen zu entgehen.

Der Traum der durchschnittlichen griechischen Familie vom Kauf einer Immobilie, die dann von Nachkomme zu Nachkomme übergeht, ist unwiederbringlich ausgeträumt.

Die Steuern und speziell die sogenannte „Einheitliche Immobilien-Besitzsteuer“ (ENFIA) haben Griechenlands Bürger in die Knie gezwungen, was einen stetig zunehmenden Anteil der Erbschaftsausschlagungen zum Resultat hat.

Erbausschlagungen nahmen in Griechenland um über 300% zu

Griechenlands Immobilienmarkt ist auf die Talsohle abgestürzt und die Griechen gingen in die nächste Phase, nämlich die der Erbschaftsausschlagung über. Den vorläufigen Angaben zufolge, auf die sich eine Reportage der griechischen Tageszeitung „Kathimerini“ beruft, erreichte im vergangenen Jahr (2017) die Anzahl der Erbschaftausschlagungen 130.000, wogegen für 2016 in den offiziellen Angaben des Justizministeriums die Rede von 54.422 Ausschlagungen erfolgte.

Die Angaben für das Jahr 2017 mit denen für das Jahr 2013 vergleichend erreicht die Zunahme sogar 333%, da 2013 insgesamt 29.199 Erbschaftsausschlagungen verzeichnet wurden und seitdem der Anstieg kontinuierlich war. Die Zahlen sind aufzeigend:

  • 2014 wurden 41.388 Ausschlagungen verzeichnet,
  • 2015 erreichten sie 45.628,
  • 2016 wurden 54.422 Ausschlagungen verzeichnet,
  • 2017 schnellte Ihre Anzahl auf 130.000 hoch.

Wie aus anderen Quellen verlautete, ist damit in Griechenland der Staat der größte Erbnehmer überhaupt. Bezeichnenderweise existiert jedoch kein konkretes oder sei es auch nur fundiertes globales Bild über das dem Fiskus zufallende Immobilienvermögen, geschweige gar dessen Nutzung und Verwertung.

(Quellen: dikaiologitika.gr, Medienberichte)

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