Beunruhigende Spannung zwischen Griechenland und Türkei

4. April 2018 / Aufrufe: 1.169

Der lange Schatten des exaltierten türkischen Sultans Tayyip Erdogan breitet sich auf dem Balkan wie ein Tintenfleck aus.

Ankara beanspruchte in den letzten Tagen zum x-ten Mal wieder die Souveränität über die Imia-Inseln in der östlichen Ägäis und die Spannung mit Griechenland nimmt noch beunruhigendere Charakteristika an.

Letzteres gilt auch für das Eindringen türkischer Firmen in die Balkanstaaten.

Türkei betrachtet den Balkan als natürliche Erweiterung ihrer Interessen

Wie die spanische Zeitung „El Pais“ schrieb, verursachte die Abschiebung bzw. Entführung sechs türkischer Bürger nach Ankara wegen ihrer angeblichen Verbindungen zu der Gülen-Bewegung einen politischen Aufruhr im Kosovo, ist jedoch nicht das einzige diplomatische „Geplänkel“, das mit der Türkei und spezieller mit der nach dem misslungenen Putsch im Juli 2016 angeblasenen „Säuberung“ in Zusammenhang steht.

Jedoch – fügt die spanische Zeitung an – hat die Spannung mit Griechenland beunruhigendere Charakteristika (Ankara beanspruchte letzte Woche zum wiederholten Mal die Souveränität über die Imia-Inseln in der Ägäis, welches Thema 1996 beinahe einen Krieg zwischen den beiden Ländern ausgelöst hätte), da die Türkei den Balkan als natürliche Erweiterung, als fruchtbaren Boden für ihren wirtschaftlichen und politischen Einfluss betrachtet (und zwar in einem solchen Grad, dass nicht wenige lokale Sachverständige unterstreichen, die EU überlasse Ankara und dem Kreml zaghaft freies Feld in der Region).

Abgesehen von der signifikanten Präsenz der türkischen Firmen (großer Bauunternehmen und Finanzgesellschaften) verbirgt Ankara nur schwerlich seine ideologische Penetration.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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  1. 6. April 2018, 00:47 | #1

    Hier zeigt sich wieder einmal, das Appeseasement den Agressor noch aggressiever macht! Dieser Vorwurf gilt ganz besonders der EU, die sich von Erdowahn auch noch in der sog. Flüchtlingskrise die Bedingungen diktieren lässt!

    Griechenland sollte jetzt auf allen diplomatischen Kanälen, besonders mit Russland und den USA dafür sorgen, dass der Irre aus Ankara zurückgefpiffen wird. Hoffentlich kann Putin seinen neuen Freund davon abhalten, Griechenland anzugreifen. Wenn nicht, muß Griechenland im Fall eines Angriffs mit aller Härte zurückschlagen.

    Die Türken haben auch auf dem Balkan nichts verloren. Wie weit soll die Türkisierung Europas noch voranschreiten? Die Griechen sollten keine Hoffnungen auf Unterstützung von Nato oder EU hegen, sondern sich bestmöglich auf ihre Verteidigung vorbereiten. Denn wer sich auf andere verlässt, der ist verlassen! Jeder Auslandsgrieche im wehrfähigen Alter sollte sich bei einem Angriff auf sein Vaterland sofort bei den Streitkräften melden! Die Abwehrbereitschaft der Griechen muß unmißverständlich signalisiert werden!

    Der Inslestreit wurde bereits vor Jahrzehnten vor dem Internationalen Gerichtshof von Den Haag erörtert und die Zugehörigeit der Inseln zu Griechenland bestätigt, weil diese zum griechischen Festlandsockel gehören. Wir dürfen Erdowahn seine Lügen in Bezug auf diese Frage nicht durchgehen lassen, sonst behauptet er gar eines Tages, Berlin, Köln oder Düsseldorf gehören zum türkischen Territorium!

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