Neue Immigranten-Flut gibt Griechenland zu denken

29. März 2018 / Aufrufe: 1.805

In Griechenland wurden im Seegebiet und an den Küsten der Insel Lesbos innerhalb nur Tags hunderte Flüchtlinge und Immigranten aufgegriffen.

Innerhalb von nur 24 Stunden (Anmerkung: bezeichnenderweise direkt nach dem EU-Türkei-Gipfel in Warna) wurden in Griechenland im Seegebiet von Lesbos oder an Küsten der Insel über 270 Flüchtlinge und Immigranten ausfindig gemacht.

Diese Entwicklung gibt den griechischen Behörden verständlicherweise zu denken, da es nach dem Abkommen zwischen EU und Türkei einen steilen Rückgang der Anzahl der sich den griechischen Küsten nähernden Flüchtlinge gab.

„Hot Spots“ auf Griechenlands Inseln platzen aus allen Nähten

Allerdings ist es noch recht früh für ernsthafte Einschätzungen, da ab März und nachfolgend, – sprich, wenn sich die Wetterverhältnisse bessern – in Griechenland immer ein Anstieg der über die Türkei eintreffenden Flüchtlings- / Immigranten-Ströme beobachtet wird.

Wenn man aber berücksichtigt, dass im gesamten Februar 2018 auf Basis der statistischen Angaben der griechischen Küstenwacht 33 Vorfälle rechtswidrig in Griechenland eintreffender Immigranten verzeichnet wurden, bei denen insgesamt 1.184 Personen aufgegriffen wurden, und nun innerhalb nur eines Tages auf See und an Küsten bereits ungefähr 1/5 dieser Anzahl verzeichnet wurde, rechtfertigt dies schon die Wachsamkeit und Nachdenklichkeit der griechischen Behörden in Bezug darauf, was die kommenden Tage bringen werden.

Ebenfalls ist selbstverständlich ein in solchen Fällen immer existierendes Thema, dass – wenn es um eine dermaßen große Anzahl von Personen geht – ernsthafte Probleme in Zusammenhang mit den Strukturen auf der Insel und der Beherbergung der Ankömmlinge in den Identifizierungs-Zentren (sprich sogenannten „Hot Spots“) auftreten.

Beispielsweise werden laut den aktuellen Angaben (vom 28 März 2018) des griechischen Ministeriums für Migrationspolitik in dem Auffang- und Identifizierungszentrum auf Lesbos bereits 5.413 Personen beherbergt, während die Einrichtung auf Vorschriftsbasis maximal 3.000 Personen zu beherbergen vermag! Entsprechend ist das Bild auch auf Samos, wo in dem Zentrum anstatt 648 Personen sage und schreibe 2.473 Personen „beherbergt“ werden, was bedeutet, dass es sich um eine vierfache Anzahl Untergebrachter handelt.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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