Lebenserwartung in Griechenland sinkt

3. März 2018 / Aufrufe: 783

In Griechenland wurde 2015 zum ersten Mal ein Rückgang der durchschnittlichen Lebenserwartung der Bevölkerung verzeichnet.

2015 wurde den Angaben der „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ (OECD) zufolge zum ersten Mal ein kleiner, jedoch messbarer Rückgang der Lebenserwartung der Griechen um 4 Monate verzeichnet.

Besagte Angaben  enthüllen ebenfalls, dass die Gesamtbevölkerung Griechenlands bis 2050 schrittweise um 20,4% abnehmen wird.

Rückgang und Überalterung der Bevölkerung Griechenlands

Gemäß den in der Untersuchung der griechischen „Stiftung für Wirtschafts- und Industrieforschung (IOBE) „Der pharmazeutische Markt in Griechenland: Fakten und Daten 2017“ umfassten Angaben der OECD gestaltete sich 2016 in Griechenland die gesamte Finanzierung für Gesundheitsaufwendungen auf 14,6 Mrd. Euro, wovon 8,5 Mrd. öffentliche Zuschüsse darstellen. Während der Periode der fiskalischen Anpassung wird eine signifikante Minderung der Gesamtfinanzierung um 32,4% beobachtet, bei einem jedoch noch größeren Rückgang der öffentlichen Finanzierung um 42,5%.

Entwicklung der Lebenserwartung Griechenland – OECD (in Jahren)
blau: Griechenland, grau: OECD (Quelle: OECD, Health Statistics 2017)

Entwicklung der Lebenserwartung in Griechenland und OECD-Ländern 1960 - 2015

Aus der selben Untersuchung geht die Einschätzung hervor, dass das negative Vorzeichen der physischen Änderung der letzten Jahre sich fortsetzen und bis 2050 zu einem allmählichen Rückgang der wie in der letzten Revision der Eurostat wiedergegebenen Gesamtbevölkerung Griechenlands um 20,4% im Vergleich zu den derzeitigen Niveaus führen wird. Parallel wird eine Zunahme des Anteils der Bevölkerung Griechenlands im Alter von über 65 Jahren erwartet und eingeschätzt , dass er von 22,6% der Bevölkerung im Jahr 2020 (21,8% in den südlichen Ländern, 20,4% in der EU 28) rund 36,5% im Jahr 2050 erreichen wird.

Die demographischen Änderungen beeinflussen direkt den Abhängigkeits-Index der Bevölkerung, wobei die Hälfte der Bevölkerung von dem Rest unterhalten wird und diese Analogie steigende Tendenzen zeigt, eine Verschlimmerung und heftigeren Druck auf die Versicherungssystem ankündigend.

2017 lag Griechenland mit einem Abhängigkeits-Index bei 53% (auf je 2 Personen aktiver Bevölkerung kommt also 1 Person inaktiver Bevölkerung) nah am Durchschnittswert der Länder der EU 28 (54%) und unter dem Durchschnittswert der Länder des Südens (55%). Auf Basis von Schätzungen der Vereinten Nationen wird erwartet, dass es für Griechenland bis 2050 eine signifikante Verschlechterung des Abhängigkeits-Indexes geben wird, von dem eingeschätzt wird, dass er 91% (für die Länder des Südens 93%) erreichen wird, während in der EU 27 ebenfalls eine, jedoch weniger heftige Verschlechterung erwartet wird (79%).

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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