Masern-Epidemie bricht in Griechenland alle Dämme

25. Februar 2018 / Aufrufe: 1.452

Die seit Monaten in ganz Europa grassierenden Masern haben in Griechenland epidemische Ausmaße angenommen und das KEELPNO in Alarm versetzt.

In der (vor-) vergangenen Woche kamen in Griechenland weitere 103 Masern-Fälle zu der traurigen Liste mit den Fällen der Epidemie der infektiösen Ansteckungskrankheit hinzu, die (auch) hier wieder aufgelebt ist.

Die Welle der Erkrankungen setzt sich in Griechenland ungemindert fort und die Experten betonen die Notwendigkeit der Impfung gegen die Masern.

Viele sind nicht oder nur unvollständig gegen Masern geimpft

Bis einschließlich zum 22 Februar 2018 haben die Experten des „Zentrum für Infektionskontrolle und Erkrankungsverhütung“ (KEELPNO) 1.691 Masern-Fällen verzeichnet, mit größter Häufigkeit in Südgriechenland. In der großen Mehrheit handelt es sich um Personen griechischer Staatsangehörigkeit (hauptsächlich Kleinkinder aus Roma-Communities und Personen der allgemeinen Bevölkerung in der Altersgruppe 22 – 44 Jahre), die keine Immunität gegen die Masern haben, darunter auch beruflich im Gesundheitswesen Tätige, die nicht oder unvollkommen geimpft waren.

Mittlerweile haben drei Menschen ihr Leben wegen Komplikationen verloren, die sich nach ihrer Erkrankung an den Masern einstellten. Das letzte Opfer der von den meisten unterschätzten und als „Kinderkrankheit“ betrachteten Infektion ist eine 35-jährige Griechin aus der Allgemeinbevölkerung, wie sie der Bericht des KEELPNO definiert um sie von all jenen zu differenzieren, die in Roma-Gemeinschaften erkrankten.

Die in Attika wohnhafte unglückliche Frau war – wie ein großer Teil der Allgemeinbevölkerung Griechenlands im Alter von 25 bis 44 Jahren – mit nur einer Dosis des Impfstoffs geimpft worden und infolge der unvollständigen Impfung blieb sie letztendlich weiterhin für die Masern anfällig. Nach ihrer Erkrankung stellten sich bei der 35-Jährigen ernsthafte Komplikationen ein und sie verstarb an Lungenentzündung und Atemversagen.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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