Verarmung als Wahlprogramm in Griechenland

20. Januar 2018 / Aufrufe: 492

Die Verarmung der Bevölkerung Griechenlands scheint ein wesentliches Element der Wahlplanung der SYRIZA zu sein.

Damit in Griechenland das sogenannte „klassenbezogene Vorzeichen“ verstärkt und die Beihilfen- und Wahlplanung des Maximou (sprich der Regierungszentrale) Praxis wird, muss eine Politik fortgesetzt werden, die immer ärmere und zugleich auch gegenüber dem Populismus und der Demagogie immer anfälligere Bürger erfordert.

2018 wird ein Jahr der Beschleunigung und der Vertiefung unserer politischer Ansichten und Initiativen sein, ein Jahr, in dem wir unser klassenbezogenes Vorzeichen und unsere politische Orientierung noch klarer machen können„, erklärte Premierminister Alexis Tsipras bei der ersten Kabinettsitzung des Jahres 2018 und gab die Position der Regierung für das neue Jahr vor.

Überschüsse und Verarmung des Mittelstands per Überbesteuerung

Die Formulierung passt wie ein Handschuh zu der Planung des Maximou bezüglich der sogenannten „Partei der Armen“, der sich die SYRIZA mit einem guten Resultat bei den kommenden Wahlen zum Ziel zuwendet. Bis hier ist alles in Ordnung: Die Regierung hat einen Plan und setzt ihn um, indem sie Beihilfen gibt und den ärmsten Schichten der Bevölkerung Leistungen beschert, soweit es ihr die fiskalischen Zielvorgaben und die Troika (sprich die Gläubiger des Landes) gestatten.

Um Kundschaft zu haben, kann es nötig sein, sie zu erschaffen. Wo ist das Problem? Ist diese Politik nicht „kreativ“? Ändert sie nicht die sozialen Strukturen und die gesellschaftliche Mechanik? Hinterlässt die SYRIZA nicht ihre „Marke“ in der Geschichte? Keinerlei Einwand. Das Problem ist, dass diese Sache abgesehen von dem Offensichtlichen, nämlich dass die Erzielung der Super-Überschüsse mittels der Überbesteuerung die ehemalige Mittelschicht verarmt (die zehn Euro verlieren um einen zu bekommen, als Beihilfe), auch einer breitere Dimension hat.

Damit das sogenannte „klassenbezogene Vorzeichen“ verstärkt und die Beihilfen- und Wahlplanung des Maximou Wirklichkeit wird, muss eine Politik fortgeführt werden, die immer ärmere und im selben Moment gegenüber Populismus und Demagogie immer anfälligere Bürger fordert, um die erwarteten Ergebnisse zu haben. Bürger, welche die Propaganda (bei Abwertung der Bildung und der Kultur) ohne Widerstände konsumieren und zu einer Klientel umgewandelt werden, die von den Beihilfen eines „Väterchen Staat“ abhängig sind.

Begünstigt letztendlich auch die SYRIZA nur ihre Klientel?

Und wenn das „Brot“ die Beihilfen sind, dann sind die „Spiele“ leider nicht nur Attacken à la carte gegen Reiche und Mächtige, sondern etwas viel Greifbareres und Roheres: die Ziege des Nachbarn krepieren zu sehen. Nicht nur die Bonzen des „alten Systems“, sondern Deinen Nebenmann, Deinen Nachbarn, den ehemaligen Mittelständler untergehen zu sehen, der früher einmal über die Runden kam. Nicht nur im Fernsehen von den Mächtigen zu hören, die dank der Faust der Regierung stürzen, die letztendlich Dich verteidigt, sondern es neben Dir zu sehen, mit Deinen eigenen Augen. Und Deine Seele zu „beschwichtigen“: „Schwein gehabt, uns ist ja nichts passiert, anderen geht es noch dreckiger.“

Der andere Zweig, nämlich die Mächtigen zugunsten der Schwachen zu bekämpfen, kann offensichtlich nicht gestoppt werden, weil es der Kanevas ist, auf dem die Erzählung geschrieben wird und als stetiger „Blitzableiter“ für all jene funktioniert, die misstrauisch zu werden begonnen haben und denen Böses schwant: „Ob auch sie einfach nur ihre eigene Klientel begünstigen?

(Quelle: protagon.gr, Autor: Alekos Papanastasiou)

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