Zinsschere in Griechenland öffnete sich

7. Dezember 2017 / Aktualisiert: 07. Dezember 2017 / Aufrufe: 1
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Während die Banken in Griechenland privaten Sparern sogar auch für Festgelder kaum noch Zinsen zahlen, werden Verbraucher für offene Kredite mit fast 15 Prozent abgezockt.

Im Oktober 2017 öffnete sich in Griechenland die Schere zwischen den Zinssätzen für Kredite und Guthaben von 4,41% im Vormonat auf 4,50%, da der gemittelte durchschnittliche Zinssatz der Summe aller neuen Einlagen unverändert blieb, während der gemittelte durchschnittliche Zinssatz der neuen Kredite anstieg.

Gemäß den Angaben der Griechischen Bank blieb der durchschnittliche Zinssatz bei der Gesamtheit der neuen Guthaben fast unverändert bei 0,30%, gegenüber 0,29% im Vormonat. Spezieller blieb der durchschnittliche Zinssatz der Einlagen privater Haushalte mit einer vereinbarten Dauer von bis zu einem Jahr fast unverändert bei 0,63%.

Zinswucher bei „offenen“ Verbraucherkrediten in Griechenland

Im Zweig der Kredite stieg der durchschnittliche gemittelte Zinssatz der Summe aller neuen Kredite an private Haushalte und Unternehmen im Verhältnis zum Vormonat um 10 Basispunkte an und gestaltete sich auf 4,80%. Spezieller stieg der durchschnittliche Zinssatz der Verbraucherkredite ohne festgelegte Dauer (diese Kategorie umfasst die Kredite mittels Kreditkarten, Dispositionskredite und Überziehungen von Girokoten) um 12 Basispunkte und gestaltete sich auf 14,48%. Der durchschnittliche Zinssatz der Verbraucherdarlehen mit konkreter Laufzeit und variablem Zinssatz sank dagegen um 24 Basispunkte und gestaltete sich auf 8,06%.

Der durchschnittliche Zinssatz der Unternehmenskredite ohne festgelegte Dauer wiederum sank um 3 Basispunkte und gestaltete sich auf 5,31%. Der entsprechende Zinssatz der gewerblichen Kredite blieb unverändert bei 7,10% Der durchschnittliche Zinssatz der Unternehmensdarlehen mit konkreter Laufzeit und variablem Zinssatz stieg um 51 Basispunkte und gestaltete sich auf 4,66%. Detaillierter stieg der Zinssatz für Darlehen bis zu 250.000 Euro um 29 Basispunkte und gestaltete sich auf 5,37%, für Kredite über 250.000 und bis zu 1 Mio. Euro stieg er um 27 Basispunkte und gestaltete sich auf 4,88% und für Kredite von über 1 Mio. stieg der durchschnittliche Zinssatz um 55 Basispunkte und gestaltete sich auf 4,52%.

In der speziellen Kategorie der Bau- und Wohnkredite mit variablem Zinssatz schließlich sank der durchschnittliche Zinssatz um 20 Basispunkte und gestaltete sich auf 2,54%.

(Quelle: dikaiologitika.gr, Autor: Giorgos Antonopoulos)

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