Steuerhinterziehung und Schwarzgeld „galoppieren“ in Griechenland

8. Dezember 2017 / Aufrufe: 1.030

In Griechenland feiert die Steuerhinterziehung nach wie vor Orgien und das Schwarzgeld blüht weiterhin.

Kontrolleure des Finanzamts in Griechenland bereiten sich darauf vor, demnächst gezielt Autowerkstätten, Arztpraxen und Anwaltskanzleien Besuche abzustatten.

Mit dem neuen Jahr wird das neue Programm zur Umsetzung gebracht, das bei der sogenannten „Unabhängigen Behörde für Öffentliche Einnahmen“ (AADE) ausgearbeitet wird.

Steuererstattungen reißen Loch von 2,2 Mrd. in Griechenlands Haushalt

Im griechischen Finanzministerium wird angenommen, dass mit den massiven Kontrollen, zu denen im Sommer 2017 die AADE „geblasen“ hatte, in diesem Jahr zwar der „Kampf der Quittung“ bezüglich der Beitreibung der Mehrwertsteuer gewonnen wurde, jedoch die Steuerhinterziehung und das „schwarze“ Geld in Griechenland immer noch Nährboden finden.

Die niedrigen Einkommen, die mit den diesjährigen Steuererklärungen die Freiberufler und Selbständigen im Jahr 2016 gehabt zu haben deklarierten, haben den Wirtschaftsstab in Unruhe versetzt, weil der Rückgang im Verhältnis zu den Einkommen, die diese im vergangenen Jahr (2016) für 2015 deklarierten, innerhalb eines Jahres 20% tangierte.

Somit stellten sie praktisch den Anlass dar, dass in diesem Jahr der griechische Staat 5,5 Mrd. Euro aus Steuern zu erstatten gezwungen ist, die er im Voraus (auf Grund von Überbesteuerung und mit die Steuervorauszahlung auf 100% erhöhenden Gesetzen des Jahres 2016) einkassiert hatte, womit sich ein Loch von 2,2 Mrd. Euro im Haushaltsplan ergibt, in dem dafür gerade einmal 3,3 Mrd. Euro vorgesehen worden waren.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Der Vollständigkeit halber ist allerdings anzumerken, dass besagte Entwicklung mit mathematischer Akribie vorauszusehen war, nachdem im Rahmen sogenannter „Reformen“ die Belastungen der Freiberufler und (sogar auch Schein-) Selbständigen allein durch Steuern und Sozialabgaben auf rund 60% – 80% oder sogar noch mehr ihrer Einkommen / Gewinne hochgepeitscht worden waren.

  1. Freiberufler
    8. Dezember 2017, 12:54 | #1

    Konrad Adenauer sagte mal: „Wenn der Staat zuviel verlangt, ist er selbst mit schuld, wenn er nichts bekommt.

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