Steter Rückgang der Löhne in Griechenland

11. Dezember 2017 / Aufrufe: 619

Die Löhne auf dem privaten Sektor in Griechenland sinken von Monat zu Monat, gleich ob es sich um Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung handelt.

Im vergangenen Februar belief sich in Griechenland der durchschnittliche (Brutto-) Lohn bei Vollzeitbeschäftigung auf 1.193,38 Euro und bei Teilzeitbeschäftigung auf 378,96 Euro und war damit im Vergleich zu Januar 2017, als der durchschnittliche Lohn für Vollzeitbeschäftigung 1.203,98 Euro und für Teilzeitbeschäftigung 394,13 Euro betrug, um 1,3% niedriger.

Die Löhne, die zeigen, was in der realen Wirtschaft geschieht, werden in den sogenannten „Analytischen Periodischen Deklarationen“ (APD) wiedergegeben, die von 224.795 Arbeitgebern für insgesamt 1.760.076 Versicherte bei dem „Einheitlichen Träger für Sozialversicherungen“ (EFKA) eingereicht wurden.

Fast ein Viertel der Arbeitnehmer in Griechenland sind „Bürokräfte“

Griechenlands Arbeitnehmer scheinen somit den Preis für die (statistische …) Reduzierung der Arbeitslosigkeit und den Anstieg der Beschäftigung aus ihren eigenen Löhnen zu bezahlen.

Derweilen sind – auf die Gesamtheit der Unternehmen bezogen – 22,18% der Versicherten bis zu 29 Jahre, 54,15% bis zu 39 Jahre und 17% der Versicherten 50 – 64 Jahre alt. Insgesamt gesehen sind 73,47% der Gesamtheit der Versicherten im Alter von 29 – 49 Jahren, während es speziell im Bauwesen 67,01% sind.

Auf die Gesamtheit der Versicherten bezogen haben 89,94% die griechische Staatsangehörigkeit, 1,70% die Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Lands und 8,36% die Staatsangehörigkeit eines Landes außerhalb der EU inne.

Die Berufskategorie, in der in den gemeinen (privaten) Unternehmen die größte Anzahl Versicherter beschäftigt wird, ist mit 23,38% die der „Büro-Angestellten“. Konkret sind 26,97% der Versicherten mit griechischer Staatsangehörigkeit „Büro-Angestellte„, 22,01% sind „in der Erbringung von Dienstleistungen und als Verkäufer in Ladengeschäften und auf Freilandmärkten Beschäftigte„, während 12,42% „ungelernte Arbeitskräfte, Handwerker und Kleingewerbler“ sind.

Ebenfalls sind 32,82% der Versicherten mit der Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Lands „ungelernte Arbeiter, Handwerker und Kleingewerbler„, 22,91% sind in „der Erbringung von Dienstleistungen und als Verkäufer in Ladengeschäften und auf Freilandmärkten“ beschäftigt und 18% sind „Büroangestellte“.

(Quelle: insider.gr, Autorin: Angeliki Marinou)

  1. Günter
    28. Dezember 2017, 23:50 | #1

    1.193 Euro bei Vollbeschäftigung, also etwa 170 Stunden pro Monat, sind ca. 7 Euro (Stunden-) Lohn, also bedeutend weniger als der Mindestlohn in Deutschland. Dafür hat der Durchschnittsgrieche erheblich mehr Steuern abzuführen. Berücksichtigt man dazu, dass viele Dinge des täglichen Lebens teurer sind als in Deutschland, ist es kein Wunder, dass das Land verarmt und die Bewohner mir nur noch leid tun.

    Was bin ich heute froh, dass die griechische Korruption mich nach drei Jahren Arbeit Anno 1986 den Job gekostet hat und ich nach Deutschland zurückkehren musste… . Ich hatte damals übrigens bei einem rein griechischen Bergbauunternehmen ca. 1.300 DM pro Monat, inclusive eines Zimmer von 17 m² auf Firmenkosten.

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