Mysteriöses Verschwinden von Flüchtlingen in Griechenland

13. Dezember 2017 / Aufrufe: 1.376

Eine unbekannte Anzahl von Flüchtlingen und Immigranten scheint auf verschiedene Weisen Griechenland verlassen und die Reise nach Nordeuropa fortgesetzt zu haben.

Wie viele Flüchtlingen haben sich auf eigene Faust von den griechischen Inseln auf das Festland begeben und wie viele Befinden sich noch in Griechenland? Diese Frage stellt eine Reportage der schweizerischen NZZ.

Laut einem ausführlichen Artikel der schweizerischen Neue Zürcher Zeitung unter dem Titel „Mysteriöses Verschwinden von Flüchtlingen in Griechenland“ ist das Bild über die genaue Anzahl der in Griechenland befindlichen Flüchtlinge und Immigranten reichlich verworren.

Lückenhafte Kontrollen auf Griechenlands Inselflughäfen

Unklar ist hauptsächlich, wie viele Flüchtlingen sich illegal von den Inseln auf das Festland begeben und inwieweit letztendlich die Anzahl der derzeit registrierten Immigranten (auf den Inseln) real ist. Die griechische Polizei kontrolliert zwar auf den Inseln den Zugang zu den Schiffen und die Reisebüros verkaufen mittlerweile keine Küstenschifffahrts-Tickets mehr (an Flüchtlinge / Immigranten), seit das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei in Kraft gesetzt wurde […]. Die Kontrollen auf den kleinen Flughäfen der Inseln gelten jedoch als lückenhaft.

Wie angemerkt wird, werden über die Anzahl und die Umsiedelung von Flüchtlingen auf Griechenlands Festland seit dem vergangenen Sommer keine Angaben mehr veröffentlicht. „Nicht-Regierungs-Organisationen, aber auch das Flüchtlingshochkommissariat der UN veranschlagen sie auf ungefähr 35.000. Eine andere – nicht bestätigte – Einschätzung aus Sicherheitskreisen schraubt die Anzahl der ‚Illegalen‘ allein in Athen auf 18.000 – 20.000 hoch. Diese Menschen wohnen entweder in privaten Unterkünften oder halten sich versteckt sich, und analog zu ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten bezahlen sie Schlepper und Passfälscher, um ihre Reise nach Nordeuropa fortzusetzen.

Die Zeitung setzt sogar genau diese Einschätzungen mit der Wiedereinführung der Grenzkontrollen auf den deutschen Flughäfen bei Flügen aus Griechenland in Verbindung. Wie sie schreibt, schätzt die deutsche Regierung ein, dass die Anzahl der Flüchtlinge und Immigranten, die sich mit gefälschten Papieren nach Deutschland zu begeben versuchen, sehr groß ist. Deswegen schreitet auch Deutschland seit November zu strengen Kontrollen bei den Flügen aus Griechenland.

„Unentschuldbares Versagen“ der griechischen Behörden

Die NZZ rechtfertigt jedenfalls den Beschluss der griechischen Behörden, nicht zur Entlastung der Inseln zu schreiten, indem die Flüchtlinge auf das Festland gebracht werden, wie es Hilfsorganisationen fordern. Würde sie dies tun, würden – wie betont wird – die Schlepper in der Türkei mit ihren Booten sofort wieder neue Flüchtlinge zu den griechischen Inseln bringen.

Trotz allem schreitet laut der Zeitung Gerald Knaus, Leiter der European Stability Initiative, auf dessen Vorschlägen die Vereinbarung zwischen EU und Türkei basierte, zu einer katastrophalen Bilanz. „Schreckliche Zustände“ schrieb er auf Twitter über den sogenannten Hot Spot bzw. das Lager bei Moria auf der Insel Lesbos und fügte an, dass es in den letzten 15 Monaten und trotz der hunderte Millionen Euro für Nahrung und Versorgung keinerlei Verbesserung gab. „Dieses Versagen ist nicht zu rechtfertigen„, wie er meinte. Gerald Knaus kritisiert sowohl die Weise, auf welche die griechischen Behörden die Situation handhaben, als auch die Langsamkeit der Gerichtsbehörden bei der Verhandlung von Asylsachen.

(Quelle: dw.com)

  1. Luisa
    13. Dezember 2017, 07:46 | #1

    Ja – auch auf einer griechischen Insel sind Flüchtlinge nun einmal sicher. Und die Flucht dürfte damit (vorübergehend) beendet sein. Sicherheit –> kein Krieg oder Verfolgung. Und nachdem der IS in Syrien und Irak besiegt ist – was hindert die Geflohenen daran, in ihre Heimatländer zurückzukehren? (Ah … doch nicht etwa die Verheißung auf eine Rundum-Vollversorgung zu unseren LASTEN – bin Alleinerziehend mit zwei Kindern! – in Deutschland? Die „Flucht“ soll weiter gehen, weiter durch 8 SICHERE Drittstaaten? Inkl. Passfälschung?)

    Wie wär’s mit: aktiv werden? Heimat wieder aufbauen? Anstatt in Deutschland israelische Flaggen zu verbrennen, ‚Tod den Juden‘ zu skandieren, Taharrush zu feiern, Mädchen zu begrabschen oder zu vergewaltigen, sich 32jährig als „minderjährige“ unbegleitete Flüchtlinge auszugeben, uns Steuerzahler mit jeweils 14 Identitäten zu betrügen = zu verarschen, 300 Messerattacken pro Monat zu begehen etc.? Sorry – irgendwo hört das Verständnis auf. Gut dass Deutschland (wenigstens jetzt endlich mal) Kontrollen durchführt!

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