Hohe Strafen für Kurzzeitvermietungen in Griechenland

26. November 2017 / Aufrufe: 1.434

Eigentümer von Immobilien in Griechenland, die nicht den neuen Bestimmungen über Kurzzeitvermietungen a la Airbnb entsprechen, drohen drakonische Geldstrafen.

Ein von dem Leiter der „Unabhängigen Behörde für Öffentliche Einnahmen“ (AADE) in Griechenland, Giorgos Pitsilis, unterzeichneter Beschluss sieht gigantische Geldstrafen für die Eigentümer von Immobilien vor, die sich nicht an die Verpflichtungen bezüglich der Deklarierung im Rahmen der sogenannten Sharing-Wirtschaft – a là Airnbn –  realisierter Kurzzeitvermietungen halten.

Gemäß dem in dem besagten Beschluss Angeführten wird dem jeweiligen Eigentümer / Verwalter für jeden Verstoß eine eigenständige Verwaltungsstrafe in Höhe von 5.000 Euro auferlegt werden.

Elektronische Recherche aus eigenen und „dritten“ Quellen

Der in Rede stehende Beschluss bestimmt die Verpflichtungen aller in die Wirtschaft des Immobilien-Sharings Involvierten, das Verfahren der Registrierung im sogenannten „Register für Immobilien-Kurzzeitvermietungen“ sowie auch das Prozedere der Einreichung der sogenannten „Kurzaufenthalts-Deklaration“. Der Beschluss zielt auf die Schaffung von Verfahren ab, die auf elektronische Weise über die Website der AADE vollendet werden. Parallel ist eine Zusammenarbeit der AADE mit den in der Kurzzeitmietung vermittelnden digitalen Plattformen entwickelt worden.

Mit dem Beschluss werden in Griechenland zum ersten Mal die Voraussetzungen sowohl für die Bestimmung des je Jahr erworbenen Einkommens aus einer Kurzzeitvermietung im Rahmen der Sharing-Wirtschaft als auch die Möglichkeit zur Durchführung elektronischer Recherchen aus eigenen oder dritten Quellen gesetzt. Der Beschluss gilt für Kurzzeitvermietungen im Rahmen der Sharing-Wirtschaft, die ab dem 01 Januar 2018 abgeschlossen werden.

Speziell für das Steuerjahr 2017 sind dagegen die Einkommen aus der Kurzzeitvermietung von Immobilien der Sharing-Wirtschaft differenzierbar und zusammenfassend in den Formularen der Einkommensteuererklärungen für besagtes Jahr zu deklarieren.

Verpflichtungen in Zusammenhang mit Kurzmietungen in Griechenland

Spezieller ist der „Verwalter“, dessen Begriff in der einschlägigen Bestimmung des wie modifizierten und geltenden Gesetzes N. 4446/2016 definiert wird, gemäß dem Beschluss des Leiters der AADE zu folgenden Schritten verpflichtet:

  • Registrierung im Register für Kurzzeitaufenthalts-Immobilien,
  • Einreichung der Kurzaufenthalts-Deklaration je Mieter,
  • Eingabe für die Bestimmung des jährlichen Einkommens nach Art. 39A des Gesetzes N. 4172/2013 erforderlicher Angaben (Einkommens-Mitberechtigte, Anteile usw.) je an dem Einkommen Berechtigten in das Register für Kurzaufenthaltsimmobilien.
  • Öffentliche Entrichtung bei der Hinterlegungsstelle (TPD) des Betrags, der unbekannten Einkommens-Berechtigten entspricht, die der Verwalter bei der Registrierung der Immobilie im Register für Kurzzeitaufenthalts-Immobilien nicht zu kennen vermochte.

Als Verwalter einer Kurzzeitvermietung wird entweder der Eigentümer der Immobilie oder der Nießnutzer oder der Untermieter oder ein Dritter (je nach Fall Nachlasspfleger, Nachlassverwalter, Testamentsvollstrecker, Konkursverwalter, vorläufiger Verwalter, Sequester, Bevollmächtigte oder Vormund oder gerichtlicher Beistand oder das elterliche Sorgerecht ausübender Elternteil) definiert.

Falls der Verwalter auf der / einer Plattform in der selben Immobilie differenzierbar mehr als eine Räumlichkeit vermietet, muss er für jede von diesen eine separate Register-ID erwerben. Es wird unterstrichen, dass für jede Immobilie nur ein einziger „Verwalter“ bestimmt wird.

„Verwaltern“ von Immobilien in Griechenland drohen horrende Strafen

Der Verwalter ist verpflichtet, alle geforderten Angaben einzugeben und das Register für Kurzzeitaufenthalts-Immobilien spätestens bis zum Datum des Beginns der Anwendung für die Abgabe der Einkommensteuererklärungen eines jeden Jahres zu finalisieren, mit der Möglichkeit zur fristgerechten Modifizierung bis zum Stichtag für die Einreichung der Einkommensteuererklärung. Wenn er die Angaben bis zu dieser Frist nicht finalisiert, gelten die in das Register eingegebenen Angaben als endgültig.

Die in der Kurzzeitaufenthalts-Deklaration anzugebenden Angaben sind mindestens die Nummer der Registrierung in dem Register für Kurzzeitaufenthalts-Immobilien, der insgesamt vereinbarte Mietbetrag oder der Gesamtbetrag auf Basis der Stornierungspolitik, die Firmierung der digitalen Plattform, die Daten des Mieters, Beginn – Ende der Mietung und die Weise der Zahlung des Mietbetrags.

Für jeden einzelnen der nachstehenden Verstöße:

  • Unterlassung der Registrierung im Register für Kurzzeitaufenthalts-Immobilien,
  • nicht erkennbare Angabe der Nummer der Registrierung im Register für Kurzzeitaufenthalts-Immobilien bei der Einstellung der Immobilie bei den digitalen Plattformen sowie auch jedwedem anderen Promotions-Medium,
  • nicht erkennbare Angabe der Nummer des speziellen Betriebsabzeichens (E.S.L.) in der Einstellung der Immobilie bei den digitalen Plattformen sowie auch jedwedem anderen Promotions-Medium durch die Verwalter, für die keine Verpflichtung zur Registrierung im Register für Kurzzeitaufenthalts-Immobilien besteht,

wird gegen die „Verwalter“ eine eigenständige Verwaltungsstrafe in Höhe von fünftausend (5.000) Euro verhängt.

(Quelle: dikaiologitika.gr, Autor: Giorgos Palaitsakis)

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