Verkauf von Wohnkrediten in Griechenland an Funds

25. Oktober 2017 / Aufrufe: 506

Griechenlands Banken dürfen ab 2018 auch solche Wohnkredite an Funds verkaufen, die mit Hauptwohnungen mit einem Einheitswert von bis zu 140000 Euro besichert sind.

Für Kredite in Griechenland, die mit der Erst- / Hauptwohnung mit einem Einheitswert von bis zu 140.000 Euro verbunden sind, begann der Countdown für den Verkauf an Funds, da ab dem 01 Januar 2018 die Schutzperiode ausläuft, die im Frühjahr 2016 zwischen der griechischen Regierung und den sogenannten Institutionen vereinbart worden war.

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass die von den griechischen Banken zwecks Bereinigung ihrer Bilanzen zum Verkauf an Funds vorgesehenen „Pakte“ sich nicht nur auf leistungsgestörte Kredite beziehen, sondern auch regulär bediente Kredite umfassen können.

Kreditnehmer in Griechenland sind beunruhigt

Trotz des Umstands, dass – wie alles zeigt – der Verkauf von Wohnkrediten an Funds nicht in den direkten Prioritäten der griechischen Banken liegt, sind viele Kreditnehmer angesichts einer solchen Möglichkeit beunruhigt, da Informationen zufolge die Regierung in den kommenden Monaten aufgefordert werden wird, auch die Diskussion bezüglich des Themas des wie heute geltenden Schutzes der Hauptwohnung angesichts des Umstands wieder zu öffnen, dass dieser auf Basis des einschlägigen Gesetzes Ende 2018 ausläuft.

An den Verhandlungen beteiligte Faktoren der Regierung zeigen sich beschwichtigend und betonen, es gebe einen großen Zeitraum für Verhandlungen und die griechische Seite wolle und werde die Verlängerung des Schutzes anstreben, auch wenn eine weitere Verschärfung der Kriterien des Gesetzes gefordert werden wird. Sogar auch bezüglich des Themas der Aufhebung des Schutzes der mit der Hauptwohnung verbundenen hypothekenbesicherten Kredite aus dem Verkauf an Funds erklären sie sich nicht beunruhigt, da es mit dem geltenden Status Sicherheitsklauseln gibt, mit denen die Kreditnehmer vor willkürlichen Handlungen geschützt werden.

Kreditnehmer dürfen ihre Kredite nicht selbst aufkaufen

Die einzige Gefahr ist nur zu erwarten, wenn die sogenannten Institutionen (sprich Gläubiger des Landes) Änderungen bei dem Rahmen für den Betrieb der Funds (Gesellschaften für Forderungs- und Kreditmanagement und Inkasso-Gesellschaften für Forderungen aus Krediten und Finanzierungen) in Zusammenhang mit den griechischen Krediten und konkret dessen Flexibilisierung verlangen. In diesem Fall beabsichtigt die griechische Seite, eine neue Verlängerung bei der Ausnahme zu verlangen, die sich auf den Transfer der Kredite an Funds bezieht, die mit der Hauptwohnung mit einem Einheitswert von bis zu 140.000 Euro hypothekarisch besichert sind.

Was die von Verbraucherorganisationen und Kreditnehmervereinen gestellte Forderung hinsichtlich der Etablierung eines Rechts des Kreditnehmer betrifft, selbst zum Aufkauf des für den Verkauf an Funds vorgesehenen Kredits zu einem niedrigeren Preis als seinem (Nenn-) Wert zu schreiten, stellen Regierungsfaktoren klar, etwas Derartiges sei gegen die europäische Gesetzgebung, während parallel die Gefahr der Schaffung einer neuen Generation leistungsgestörter Kredite mit dem Ziel lauere, dass gewisse Kreditnehmer Reduzierungen des Wertes ihrer Kredite erzielen.

(Quelle: insider.gr, Autorin: Dimitra Skoufou)

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