Griechenland hat die älteste Lastwagenflotte in der EU

20. Oktober 2017 / Aufrufe: 462
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Griechenland ist Europameister bei überalterten Lastwagen und Bussen in der EU.

Die Flotte der gewerblichen Fahrzeuge in Griechenland war bereits vor der Krise überaltert. Der Mangel an der Einführung von Maßnahmen (Anreizen und Hemmnissen) hat Griechenland mittlerweile dahin geführt, sich hinsichtlich des Alters von Lastwagen auf dem letzten Platz in der EU zu befinden.

Der Verband der Importeure und Vertretungen für Automobile und Motorräder stellte Nachstehendes fest und spricht von einem imposanten „Championat“, da die Folgen für die Umwelt und die Verkehrssicherheit sowie auch die Zuverlässigkeit des Transportwesens dramatisch sind. Aber auch nach Abgastechnologie bzw. Abgasnorm („Euro) betrachtet sind die Daten gleichermaßen enttäuschend.

Griechenland hat die ältesten und schmutzigsten Lastwagen in der EU

Zwecks Vermeidung der außerordentlich ungünstigen Folgen aus dem Verkehr der überalterten Lastwagen und Busse sind alle europäischen Staaten bereits seit Jahrzehnten zur Einführung von Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrs mittlerer und schwerer Fahrzeuge in den urbanen Zentren geschritten.

Zusammensetzung der Lastwagenflotte in Griechenland

Abgastechnologie
(Baujahr)
Fahrzeugalter
Lastwagen-Kategorie
Leichte Lkw Mittlere Lkw Schwere Lkw
EURO 6
(2014 – heute)
bis 3 Jahre
0,7% 0,2% 0,7%
EURO 5
(2010 – 2013)
4 – 7 Jahre
2,9% 0,6% 0,8%
EURO 4
(2007 – 2009)
8 – 11 Jahre
16,6% 5,2% 13%
EURO 3
(2002 – 2006)
11 – 15 Jahre
19,1% 23,6% 23,1%
EURO 0, 1, 2
(1977 – 2001)
16 Jahre und mehr
60,8% 70,4% 62,5%

Laut dem Verband haben die meisten Länder einer kostenpflichtigen Zufahrtserlaubnis in Form einer Plakette / Vignette eingeführt, die an die Besitzer von Lastwagen und Bussen ausgegeben wird, damit sie für die von ihnen verursachte Belastung auf Basis des Alters, der Emissionswerte und des Gewichts des Lastwagens bezahlen. In den fortschrittlichsten Ländern wie in Schweden dürfen die Busse und Lastwagen ab dem Tag ihrer Erstzulassung höchstens sechs Jahre lang am Verkehr teilnehmen.

Der griechische Staat muss eiligst Maßnahmen zur Erneuerung der alten Lastwagen und Busse ergreifen, damit er aufhört, die älteste und umweltverschmutzendste Fahrzeugflotte der EU zu haben. Maßnahmen für Anreize und Hemmnisse:

  • Variable Kraftfahrzeugsteuern analog zu der Abgastechnologie („Euro“) und dem Gewicht / den Plätzen gewerblicher Fahrzeuge, mit besonders niedrigen Kosten für Lastwagen / Busse mit der modernsten Abgastechnologie.
  • Gestaffelte Mautgebühren auf den Nationalstraßen, analog zu der Abgastechnologie („Euro“) und dem Gewicht / den Plätzen gewerblicher Fahrzeuge, die besonders die geeignet gekennzeichneten neueren Fahrzeuge begünstigen.
  • Substituierung der „grünen Ringzone“ durch einen kontrollierten Zugang zum Zentrum der Städte mittels der Ausgabe einer Zugangsplakette (Sticker) und Kosten analog zur Abgastechnologie.
  • Besonders hohe Kosten oder auch ein Verbot der Zufahrt in die urbanen Zentren für überalterte Lastwagen und Busse (Euro 0, 1, 2).

(Quelle: dikaiologitika.gr, Autor: Giorgos Antonopoulos)

  1. GR-Block
    20. Oktober 2017, 10:21 | #1

    Griechenland ist Europameister bei überalterten Lastwagen und Bussen …“ – Klar es wird ja noch repariert anstatt wegzuwerfen. Wie zu Urgroßvaters Zeiten subventioniert der Staat keinen Neukauf.
    Griechenland hat die ältesten und schmutzigsten Lastwagen in der EU“ – Die EURO-Normen 0-4 in GR sind allemal besser als die PSEUDO-Normen 5-6 in den Fahrzeugbauerländern der EU.
    Der griechische Staat muss eiligst Maßnahmen zur Erneuerung der alten Lastwagen und Busse ergreifen“ – Komisch, wäre eine vernünftige Forderung nicht gewesen, das Netz der Fern- und v.a. Nahverkehrszüge auszubauen, um den Busverkehr zu reduzieren? Jedenfalls wünschen das die Menschen.

    Wer hat denn DEN Artikel lanciert? Die griechische Automobilindustrie etwa? Oder die griechischen Automobilclubs? Doch nicht etwa das griechische Gesundheitswesen …?
    Ach so, der „Verband der Importeure und Vertretungen für Automobile und Motorräder“, also die Interessensvertretung der Erfinder der PSEUDO-Normen. Die werden nämlich in ihren Heimatländern verfolgt und suchen für ihre Fahrzeuge Asyl. Hm, das ist natürlich ein Problem. SO kann man Fahrzeuge der PSEUDO-Normen nicht abschieden. Sie kommen ja schließlich aus unsicheren Herkunftsländern.

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