Griechenland droht neue Flüchtlingskrise

15. Oktober 2017 / Aufrufe: 491
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Wegen der unsäglichen Zustände in den Auffanglagern für Flüchtlinge und illegale Immigranten in Griechenland bahnt sich erneut eine humanitäre Katastrophe an.

Die Kommentare in der deutschen Presse greifen wieder das Flüchtlingsthema und seine sich auf Griechenland beziehenden Dimensionen auf.

Die deutsche Zeitung „Welt“ bezieht sich in ihrer elektronischen Ausgabe in einem Artikel mit dem Titel „Bürgermeister von Lesbos warnt vor neuer Flüchtlingskrise“ auf die Ägäis-Insel Lesbos und merkt an: „Die griechischen Inseln in der östlichen Ägäis könnten bald wieder eine neue Krise im Flüchtlingsthema erleben.

„Hot Spots“ auf Griechenlands Inseln sind heillos überlastet

Die Lage in den Registrierungszentren ist unerträglich„, erklärte der Bürgermeister der Insel, Spyros Galinos. Zuvor hatte er ein Schreiben an das griechische Parlament geschickt und warnte: „Wir laufen in Gefahr, wieder eine Krise wie jene im Jahr 2015 zu erleben.

Wie der Bürgermeister von Lesbos betonte, hängt das Problem damit zusammen, dass die Auffang- und Registrierungszentren (sprich die sogenannten Hot Spots“) völlig überbelegt sind. Die Immigranten und Flüchtlinge müssen monatelang auf die Bearbeitung ihrer gestellten Asylanträge warten. Und es kommen ständig neue hinzu. Aus diesem Grund müssen die Auffangeinrichtungen entlastet und die Flüchtlinge auf das Festland gebracht werden.

Mehrere Todesfälle in den Flüchtlingslagern in Griechenland

Auch die Berliner „TAZ“ bezieht sich mit einem „Gegen den Kältetod“ betitelten Bericht auf das Flüchtlingsthema und konkret auf die Initiative verschiedener in Griechenland tätiger (nichtstaatlicher) Hilfsorganisationen. Diese Organisationen schickten ein gemeinsames Schreiben an die griechischen Behörden, in dem es lautet: „Der Winter kommt auch für die Flüchtlinge in Griechenland. Im vergangenen Jahr verloren in den Flüchtlingslagern wegen der herrschenden elenden Umstände sechs Menschen ihr Leben. Das darf nicht wieder geschehen.

Besagtes Schreiben ist von mehr als vierzig auf den Inseln und auf dem Festland im Thema der Flüchtlinge tätigen Organisationen unterzeichnet. Außer den internationalen Organisationen wie „Sea Watch“ und „Borderline Europe“ sind es auch etliche griechische Organisationen. „Für die hiesigen Einwohner ist es unerträglich, die Menschen in ihrer Nachbarschaft zu sehen, nicht genug Essen zu haben und Plastik zu verbrennen, um nicht zu frieren„, erklärt die seit Jahren in Griechenland lebende Marily Stroux von „Watch the Med“.

(Quellen: dikaiologitika.gr, dw.com)

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