Alltag offenbart Nacktheit der Regierung Griechenlands

11. Oktober 2017 / Aufrufe: 675
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Die Regierung Griechenlands unter Premierminister Alexis Tsipras demonstriert selbst in alltäglichen Themen ihre völlige Unzulänglichkeit.

Die Umweltkatastrophe im Saronischen Golf, das Chaos mit dem elektronischen Ticket bei den öffentlichen Verkehrsmitteln, die Unterwerfung unter die anachronistischen Forderungen der Gewerkschaft der Taxifahrer … . Nur einige Fälle, die zeigen, dass das Team der Regierung Griechenlands sogar auch in den elementaren Angelegenheiten unzulänglich ist.

Es ist diese Alltäglichkeit, die manchmal perfide Spielchen spielt … . Und sich nicht darum kümmert, was und wie man ihr es sagt.

Wie Griechenlands Regierung die Verbesserung des Alltags tangiert

Vor einigen Monaten und nachdem die Bewertung (sprich Beurteilung des Fortschritts des griechischen Programms durch die sogenannten „Institutionen“ / Gläubiger des Landes) zum Abschluss kam, hatte Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras mit diversen Besuchen in den Ministerien begonnen und verkündet, von nun an werde die gesamte Bemühung der Verbesserung des Alltags der Bürger gelten.

Damit sich nicht all das wiederholt, was die Ölpest im Saronischen Golf für unser Leben bedeutete, bedeutet und bedeuten werden wird, offenbaren gewisse Beobachtungen der letzten Tage, wie die Regierung Griechenlands das Thema „Alltäglichkeit“ genau tangiert:

  • Verbesserung des Alltags bedeutet beispielsweise, dass 300.000 Haupt- und Zusatzrenten eingefroren sind und nicht gewährt werden. Warum? Damit Mittel „eingespart“ werden und irgendwann wieder einmal eine angebliche „soziale Rendite“ verteilt wird.
  • Verbesserung des Alltags bedeutet auch die provisorische und launische Umsetzung des elektronischen Tickets, die bei den öffentlichen Verkehrsmitteln ein Chaos verursacht und die (potentiellen) Fahrgäste dazu verurteilt, stundenlang in Schlangen anzustehen. Weil die Führung des Verkehrsministeriums mit den Gewerkschaftlern der „Schienengebundenen Verkehrsmittel AG“ (STASY) im Krieg liegt.
  • Verbesserung des Alltags bedeutet auch der Krieg des selbigen Verkehrsministers Christos Spirtzis gegen die Innovation, wie die Konfrontation in Bezug auf (Taxi-) Beat, sprich eine Anwendung zeigt, die für tausende Bürger die Taxi-Nutzung so sehr änderte und verbesserte. Der Minister möchte jedoch den Gewerkschaftlern und dem heroischen (um nicht zu sagen berüchtigten „Gewerkschaftsvater“ der Taxi-Branche) Thymios Lymperopoulos gefällig sein. (Anmerkung: Einem jüngst vorgelegten Gesetzentwurf zufolge soll „Beat“ in Griechenland praktisch verboten werden!)
  • Verbesserung des Alltags bedeutet, dass die reale Arbeitslosigkeit 30% tangiert, wobei die Halb- und Teilzeitbeschäftigten an der Grenze der absoluten Armut leben und der Premierminister jubiliert, er habe … die Arbeitslosigkeit gesenkt.

Griechenlands Regierung zeigt Unfähigkeit, Desinteresse und Unwissenheit

Nachdem also die griechische Regierung auf der Ebene der Verhandlungen, der zerrissenen Memoranden, der Maßnahmen, die sie niemals verabschieden werden würde, ihre ganze Pracht und alles Einschlägige gezeigt hat, demonstriert sie nun auch in diesem angeblichen Kampf ihre Größe.

Vielleicht hätten die Regierenden begriffen haben müssen (und falls sie es nicht geschafft haben, sollten sie sich irgendwie darum zu kümmern haben), dass sie den Alltag, mit dem sie sich angeblich messen, selbst geschaffen haben. Er tendiert jedenfalls, eine albtraumhafte Form anzunehmen. Und die Unzulänglichkeiten kumulieren sich wie eine Schneelawine.

Wenn eine Regierung nicht einmal die Ausgabe von Tickets für die Busse und die U-Bahn auf die Reihe zu bringen, zu beaufsichtigen und zu regeln vermag, beginnt offensichtlich zu werden: ihr Kampf mit dem Alltag ist ungleich. Weil sie ganz einfach unfähig, desinteressiert und unwissend ist.

(Quelle: protagon.gr, Autor: Angelos Koveos)

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