Russische Touristen sitzen in Griechenland fest

29. September 2017 / Aufrufe: 1.003

Infolge der Pleite der russischen Fluggesellschaft VIM-AVIA sitzen auch in Griechenland tausende russische Touristen fest.

Der „plötzliche Tod“ der russischen Luftfahrtgesellschaft VIM-AVIA hat über 43.000 Touristen fern ihrer Heimat „festgesetzt“, etliche davon in Griechenland.

Die übermäßigen Schulden zwangen heute die Fluggesellschaft VIM-AVIA, eine der 10 größten Luftfahrtgesellschaften in Russland, am 26 September 2017 mit dem Resultat in die Knie, dass etliche im Urlaub befindliche Touristen „festsitzen“.

Pleite der russischen VIM-AVIA trifft über 200.000 Personen

Informationen russischer Nachrichtenagenturen zufolge sind ungefähr 43.000 Personen, die Flüge der VIM-AVIA genutzt hatten, unmittelbar betroffen, da die Flugzeuge der Gesellschaft am Boden bleiben. Die meisten der Betroffenen befinden sich in der Türkei, Griechenland, Italien und Spanien. Laut den russischen Luftfahrtbehörden sind von der Insolvenz der VIM-AVIA insgesamt jedoch über 200.000 Reisende betroffen, da auch all jene einbezogen sind, die zur Buchung von Tickets geschritten waren um in den kommenden Tagen zu reisen.

Probleme hatten sich bereits in der vergangenen Woche gezeigt, als die Gesellschaft Flüge strich, da sie nicht einmal mehr Geld für den Kauf von Treibstoff hatte. Ein Untersuchungsausschuss in Russland – der charakteristisch anführte, „sie stahl das Geld der Passagiere“ – beschuldigte derweilen die VIM-AVIA, sie habe in dem Wissen, keine Flüge mehr durchführen zu können, trotzdem weiterhin Tickets verkauft.

Was Griechenland betrifft, flog die VIM-AVIA von Moskau und St. Petersburg aus Heraklion (Kreta), Rhodos, Kos und Korfu an.

Russlands Flugindustrie erlitt schwere Schläge

Das erste Opfer war eine Gruppe 340 chinesischer Touristen, die mit der VIM-AVIA nach Belgien gereist und gezwungen waren, am vergangenen Montag (25 September 2017) die Nacht auf dem Flughafen Lieg zu verbringen, nachdem sie in letzter Minute feststellten, dass der Flug annulliert worden war.

Laut Vertretern der russischen Luftfahrtindustrie haben sie sowohl aus den Sanktionen des Westens, der Schwächung der russischen Währung, aber auch dem Beschluss Vladimir Putins, nach dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs an der Grenze zu Syrien die Charter-Flüge in die Türkei zu verbieten, einen signifikanten Schlag erlitten.

Es sei in Erinnerung gerufen, dass die Transaero, sprich die (bis dahin) zweitgrößte Fluggesellschaft Russlands und das größtes private Luftfahrtunternehmen des Landes, im Jahr 2015 ebenfalls wegen Schulden zusammengebrochen war.

(Quelle: news247.gr, Autor: Kostis Christodoulou)

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