„Reformen“ in Griechenland ließen Einkommen weiter schrumpfen

8. September 2017 / Aufrufe: 385

Die Griechenland von seinen Gläubigern aufgezwungen angeblichen Reformen führten zu einer weiteren Schrumpfung der verfügbaren Einkommen.

Die Beträge der Einkommen, die in Griechenland 2017 (sprich rückwirkend für das Jahr 2016) Arbeitnehmer, Rentner, Selbständige und „Rentiers“ dem Finanzamt deklarierten, waren im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringer.

Diese die ungünstigen Auswirkungen, welche die von den Gläubigern mit den Memoranden aufgezwungenen … „Reformen“ auf die griechische Wirtschaft haben, wiedergebende Schlussfolgerung ergibt sich aus der statistischen Auswertung der diesjährigen (Einkommens-) Steuererklärungen. Gemäß den sich aus dieser Auswertung ergebenden Fakten sind in diesem Jahr die einzige Kategorie von Steuerpflichtigen die Landwirte die, die gestiegene Einkommensbeträge zeigen.

Überbesteuerung in Griechenland frisst Einkommen … und Steuern

Spezieller geht aus den Daten der diesjährigen Einkommensteuererklärungen natürlicher Personen in Griechenland Folgendes hervor:

  • Der Gesamtbetrag der Einkommen, die Arbeitnehmern und Rentner im Jahr 2016 erworben zu haben deklarierten, erreichte 57,9 Mrd. Euro, gegenüber 58,75 Mrd. Euro im Jahr 2015, und ging also um 1,5% bzw. 864 Mio. Euro zurück. Dieser Rückgang reflektiert die weitere Schrumpfung des verfügbaren Einkommens der konkreten Steuerpflichtigen, die mit den … fiskalischen und … „strukturellen Reformen“ … erzielt wurde, die der Internationale Währungsfonds (IWF) und die übrigen Gläubiger der … „linken“ Regierung mittels des Memorandums III auferlegten.
  • Die Eigentümer von Mietimmobilien in Griechenland deklarierten für 2016 aus Mieten herrührende Einkommen in Höhe von insgesamt 5,926 Mrd. Euro, während sie im vergangenen Jahr 6,083 Mrd. Euro aus der selben Quelle deklariert hatten. Ihr Einkommen ging also um insgesamt 121 Mio. Euro zurück, welche Entwicklung den weiteren Rückgang der eingenommenen Mietzahlungen und das erneute Auftreten des Phänomens der Zunahme nicht vermieteter, sprich leer stehender Ladenlokale zeigt.
  • Das insgesamt deklarierte Einkommen der Freiberufler und Selbständigen ging 2016 im Vergleich zu 2015 um 20% zurück. Die konkreten Steuerpflichtigen deklarierten für 2016 (in den Steuererklärungen des Jahres 2017) einen Einkommensgesamtbetrag in Höhe von 3,8 Mrd. Euro, gegenüber 4,7 Mrd. Euro für 2015 (in den Steuererklärungen des Jahres 2016). Dieser Rückgang gibt dies Auswirkungen der Umsetzung der „Versicherungsreform“ der Regierung wieder. Er enthüllt konkret den Rückgang des seitens der Selbständigen deklarierten Einkommens wegen des ab dem 01 Januar 2017 erwarteten signifikanten Anstiegs der zu entrichtenden Versicherungsbeiträge, den das Gesetz N. 4387/2016 verursacht, das die Koppelung der Höhe der (Pflicht-) Beiträge an das im Vorjahr deklarierte Jahreseinkommen vorsieht.
  • Die einzige Kategorie von Steuerpflichtigen, die im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Einkommen deklariert zu scheinen haben, sind die Landwirte. Die besagten Steuerpflichtigen deklarierten in diesem Jahr für 2016 einen Gesamtbetrag landwirtschaftlicher Einkommen von 1.547 Mrd. Euro, während sie im vergangenen Jahr – sprich für 2015 – nur 1,258 Mrd. Euro deklariert hatten. Dieser Anstieg beruht auf der Offenlegung höherer Einkommen seitens der Landwirte, weil in diesem Jahr auch für sie zum ersten Mal seit vielen Jahren ein Steuerfreibetrag zur Anwendung kam und ihnen somit die Möglichkeit geboten wurde, höhere Einkommen zu deklarieren und dabei sogar weniger Steuern zu zahlen.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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