Quittungs-Lotterie in Griechenland

20. September 2017 / Aufrufe: 437

Im Oktober 2017 soll in Griechenland zum ersten Mal die monatliche sogenannte Quittungslotterie des Finanzministeriums erfolgen.

Die erste Ziehung für die sogenannte Quittungs-Lotterie in Griechenland wird schließlich im Oktober 2017 erfolgen und sich auf die elektronischen Transaktionen beziehen, welche die Steuerpflichtigen im September 2017 getätigt haben werden.

Der Plan des griechischen Finanzministeriums, der die Ausgabe elektronischer Lose an alle, die Zahlungsvorgänge mit „Plastikgeld“ oder anderen elektronischen (Zahlungs-) Mitteln getätigt haben, und jeden Monat die Durchführung von Verlosungen zur Verleihung von Geldpreisen à 1.000 Euro an 1.000 Gewinner vorsieht, geht in die Endphase.

Monatlich 1.000 x 1.000 Euro sollen Steuermoral in Griechenland stimulieren

Für jede von einem Steuerpflichtigen – über (s)eine Steuer-ID getätigte Transaktion wird eine konkrete Losnummer ausgegeben. Im weiteren Verlauf werden von dem Finanzministerium elektronische Ziehungen durchgeführt, aus denen die Glückspilze hervorgehen, die den Geldpreis gewinnen werden. Jeden Monat werden 1.000 Gewinner ausgelost werden und der Geldpreis wird 1.000 Euro je Gewinner betragen. Nach der Ziehung wird der Geldbetrag auf das von dem Steuerpflichtigen deklarierte Bankkonto überwiesen. Der Geldpreis von 1.000 Euro wird steuerfrei, unpfändbar sein und ebenfalls nicht mit anderen Verbindlichkeiten des Steuerpflichtigen an das Finanzamt oder die Versicherungskassen verrechnet werden.

Spezieller sieht der Plan vor, dass jedes Jahr 12 Mio. Euro (1 Mio. Euro jeden Monat) an die sich aus der Ziehung ergebenden Gewinner ausgeschüttet werden. In die Planung des Finanzministeriums für die Lotterie ist auch das Szenarium aufgenommen worden, dass die Lose analog zu dem Betrag der Quittungen sind. Konkret wird für die Bürger jedem bei den Zahlungen mit „Plastikgeld“ erfassten Euro auch ein Los entsprechen. Wenn also jemand Einkäufe im Wert von 200 Euro tätigt und per Karte bezahlt, wird er 200 Lose für die Lotterie bekommen. Wenn entsprechend die Zahlungsbelege 1.000 Euro entsprechen, wird der Bürger dann 1.000 Lose bekommen.

Die (griechischen) Banken werden den Gesamtbetrag der je Steuer-ID mit Plastikgeld getätigten Ausgaben an das Finanzministerium übermitteln. Diese Daten werden die Dienststellen der Unabhängigen Behörde für Öffentliche Einnahmen (AADE) auswerten, wobei die Zuweisung der mit Plastikgeld erfolgten Ausgaben zu den Steuer-IDs der in die Ziehung kommenden Steuerpflichtigen erfolgt. Auf Basis dieser Daten wird jedem Steuerpflichtigen – jeder Steuer-ID eine konkrete Anzahl elektronischer Lose zugewiesen.

Im weiteren Verlauf werden von dem Finanzministerium elektronische Ziehungen durchgeführt, aus denen die Glückspilze hervorgehen, die den Geldpreis gewinnen werden. Die Lotterie wird jedes Jahr 12 Millionen Euro, also monatlich 1 Million Euro ausschütten. Der Geldpreis wird 1.000 Euro je Gewinner betragen, es werden also jeden Monat 1.000 Gewinner gezogen werden. Nach der Ziehung wird der Geldbetrag mittels des TAXIS-Systems auf das von dem jeweiligen Steuerpflichtigen deklarierte Bankkonto überwiesen werden.

(Quelle: dikaiologitika.gr, Autor: Giorgos Antonopoulos)

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