Griechenland bleibt schlimmstes Land für Einwanderer

10. September 2017 / Aufrufe: 961

InterNations kürte Griechenland auch 2017 zum schlimmsten Einwanderungsland.

Auf die Frage, welches das beste Land für jemanden sei, der sein Heimatland zu verlassen um dort zu leben beschließt, würde die Antwort Bahrain lauten. Wenn wiederum ein Land gemieden oder es zumindest die letzte Wahl darstellen sollte, um dorthin auszuwandern, wäre dies Griechenland. Dies Gemäß der Jahresuntersuchung „Expat Insider 2017„.

Die in Rede stehende und jedes Jahr von InterNations durchgeführte Untersuchung platziert Griechenland wirklich auf der letzten Position ihrer Liste mit den beliebten und weniger beleibten Zielen der Ausgewanderten.

Griechenland gilt seit Jahren als schlimmstes Einwanderungsland

Wie der Bericht anführt, befindet sich Griechenland – zusammen mit Kuwait – seit drei Jahren auf den letzten Plätzen. Finanzen und Familienleben sind die beiden „Kopfschmerzen“ für die Menschen aus dem Ausland, die Griechenland wählen um dort zu leben und zu arbeiten, wie der Bericht betont.

Spezieller gab die Hälfte der an der Untersuchung Teilnehmenden an, das Einkommen ihres Haushalts reiche nicht aus um ihre alltäglichen Ausgaben zu decken, während 27% erklärten, es reiche nicht aus um überhaupt über die Runden zu kommen. „Unsicherheit wegen der wirtschaftlichen Krise“ lautet die von einem der Teilnehmer gegebene Antwort in Zusammenhang mit den Gefühlen, die bei ihm seine Lebensführung in Griechenland hervorruft. Außerdem führte die Verschlechterung der Gegebenheiten in Griechenland hinsichtlich der Bildungskosten und der Umstände, die eine Familie durchlebt, das Land auch in der Unterkategorie bezüglich des Familienlebens auf den letzten Platz.

Es ist anzumerken wert, dass Griechenland auch hinsichtlich der politischen Stabilität den letzten Platz belegt (wobei 33% der Teilnehmer die politische Lage im Land als „sehr schlecht“ charakterisieren), während es sich aus der Sicht der Sicherheit unter insgesamt 65 Ländern auf Platz 53 befindet. Als „Erster von hinten“ kommt Griechenland ebenfalls hinsichtlich der beruflichen Sicherheit, aber auch bei den Arbeits- und Karriereaussichten. Außerdem verzeichnet es die schlechtesten Ergebnisse auch bei den persönlichen Finanzen, in welcher Kategorie es immer an letzter Stelle liegt, wie der Bericht betont. Bemerkenswert ist, dass 51% der Teilnehmer erklären, in Griechenland nicht zufrieden zu sein.

Der Bericht hat die Auswanderer analog zu dem sie am besten repräsentierenden Profil separiert, wobei Griechenland zu dem Profil jener gehört, die ihr Land aus familiären Gründen verließen. Gemäß dem konkreten Profil verdienen 34% der Ausgewanderten weniger Geld als sie in ihrem Land verdienen würden und 34% bewerten ebenfalls die Karriere negativ, 51% haben mehr als zehn Jahre in dem fremden Land gelebt und 79% erklären schließlich, sich „wie zu Hause“ zu fühlen.

Populärste und unbeliebteste Einwanderungsländer 2017

Der Bericht hat die Auswanderer analog zu dem sie am besten repräsentierenden Profil separiert, wobei Griechenland zu dem Profil jener gehört, die ihr Land aus familiären Gründen verließen. Gemäß dem konkreten Profil verdienen 34% der Ausgewanderten weniger Geld als sie in ihrem Land verdienen würden und 34% bewerten ebenfalls die Karriere negativ, 51% haben mehr als zehn Jahre in dem fremden Land gelebt und 79% erklären schließlich, sich „wie zu Hause“ zu fühlen.

Die 10 Top-Ziele 2017

  • 1. Bahrain
  • 2. Costa Rica
  • 3. Mexiko
  • 4. Taiwan
  • 5. Portugal
  • 6. Neuseeland
  • 7. Malta
  • 8. Kolumbien
  • 9. Singapur
  • 10. Spanien

Die 10 schlimmsten Ziele 2017

  • 65. Griechenland
  • 64. Kuwait
  • 63. Nigeria
  • 62. Brasilien
  • 61. Saudi-Arabien
  • 60. Italien
  • 59. Ukraine
  • 58. Katar
  • 57. Indien
  • 56. Türkei

Weitere Befunde der Untersuchung „Expat Insider 2017“:

  • Bahrain schaffte es 2016 mit Müh und Not in die Top 20 (auf Platz 19) und erlangte in diesem Jahr den ersten Platz.
  • Einen signifikanten „Sprung“ zeigte auch Malaysia, das von Platz 38 im Jahr 2016 auf Platz 15 im Jahr 2017 empor schnellte, während zu den großen Gewinnern dieses Jahres Norwegen und Portugal zählen. Speziell Portugal fand sich um 23 Positionen höher wieder, hauptsächlich wegen der Verbesserung der Lebensqualität, die es erlebte.
  • Auf der anderen Seite fiel Australien, das es 2016 in die Top 10 Geschafft hatte, in diesem Jahr um 27 Ränge auf Platz 34, auf der Liste mit den größten Verlierern des Jahres 2017 von Polen und der Ukraine begleitet.
  • Großbritannien hat im Nachhall der Brexit-Entscheidung Platz 54 inne und liegt damit um 21 Positionen niedriger als im vergangenen Jahr.

(Quelle: capital.gr)

  1. windjob
    11. September 2017, 13:25 | #1

    Jetzt hört doch auf Griechenland immer schlecht zu reden. Griechenland ist ein wunderbares Land und wir leben gerne hier. Es zwingt doch keiner jemanden nach Griechenland einzureisen. Was soll dieser Schmarrn überhaupt. Wenn es jemand nicht passt muss er halt draussen bleiben. Ich frag mich allerdings warum hier so viele Deutsche, Engländer und Russen leben.

  2. ElGreco
    13. September 2017, 00:35 | #2

    Griechenland ist ein wunderbares Land, wenn man als Einwanderer sein Geld nicht in Griechenland verdienen muss, sondern es entweder in Form von Rente oder Vermögen „mitbringt“. Das ist wohl die Erklärung für die vielen Deutschen, Engländer und Russen …

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