Steuerwahn zwingt Griechenlands Haushalte in die Knie

7. August 2017 / Aufrufe: 2.661

Griechenlands fiskalische Angleichung geschieht zu 90 Prozent im Zweig der Einnahmen.

Die Angaben des Finanzministeriums sind bezüglich der steuerlichen Erschöpfung der Haushalte enthüllend. Einer von drei Steuerpflichtigen bezahlte die erste Rate der Einkommensteuer 2017 nicht und wir befinden uns erst am Anfang eines „Zahlungsmarathons“, der sich bis Ende des Jahres abspielen wird.

Die Regierung SYRIZA – ANEL wählte die Überbesteuerung der Bürger und Unternehmen, damit die Aufblähung des Staates finanziert wird. Die sogenannte fiskalische Angleichung Griechenlands geschieht zu 90% über den Zweig der Einnahmen und nur zu gerade einmal 10% bei den Ausgaben, wogegen die Nea Dimokratia (ND) mit der Senkung der Steuern mittels der Einschränkung der staatlichen Verschwendung begonnen hatte.

Überbesteuerung stranguliert Griechenlands gesamte Wirtschaft

Was die Haushalte in diesem Jahr mit den aufgeblähten Steuerbescheiden erleben, ist „Kindergarten“ vor dem, was sie 2019 sehen werden, wenn die weitere Senkung des Steuerfreibetrags auf 5.600 Euro gelten wird, der derzeit bei 8.500 Euro angelangt ist und den Anstieg der Steuern für die Einkommen des vergangenen Jahres verursacht.

So kann es jedoch nicht weitergehen. Die Bürger haben mittlerweile kein Geld mehr um das Finanzamt zu bezahlen, während innerhalb des Monats die Bescheide zur Immobilien-Besitzsteuer (ENFIA) ergehen werden und die nächsten Raten der Einkommensteuer zu entrichten sind. Die Ausführung des Haushaltsplans basiert auf der Beitreibung der Steuern und den zigtausenden Pfändungen von Bankkonten. Über 50% der privaten Einkommens gehen für die direkte und indirekte Besteuerung drauf, womit der Wirtschaft Spareinlagen entzogen werden, die mittels des Bankensystems in Investitionen und Finanzierungen mittelständischer Unternehmen geleitet werden könnten.

Bevor Herr Tsipras die Macht übernahm, unterstützte er die Bewegung „Ich zahle nicht“ an den Mautstellen und versprach, er werde die ENFIA abschaffen und die Belastungen der wirtschaftlich Schwachen senken. Als Premierminister tat er das Gegenteil. Die ENFIA blieb, die Mautstellen wurden mehr, die Steuern für Arbeitnehmer und Rentner mit Einkommen von 700 Euro stiegen, die Mehrwertsteuer auf Grundbedarfsartikel erreichte 24% und traf dabei die armen Haushalte.

Es ist eine sofortige Senkung der Besteuerung erforderlich, damit die Wirtschaft und mit ihr zusammen auch die privaten Haushalte zu Atem kommen. Die SYRIZA wird das nicht tun, wo doch ihre einzige Sorge ist, Posten zu vergeben und den Parteistaat zu „protegieren“.

(Quelle: eleftherostypos.gr)

  1. windjob
    7. August 2017, 10:41 | #1

    Alle unsere Politiker leiden doch unter plötzlicher Demenz und können sich nach der Wahl nicht mehr erinnern, was sie vorher versprochen haben. Das ist in Deutschland nicht anders. Da überschlagen sie sich im Moment mit Versprechen und nach der Wahl schaut die Welt ganz anders aus.

  2. BravoZulu
    7. August 2017, 16:22 | #2

    Ich finde es sehr schade, dass Herrn Tsipras und seiner Partei nichts besseres einfällt. Doch so geht es einfach nicht. Man sollte auch als „linker“ wissen wie der Witschaftskreislauf in einer Volkswirtschaft funktioniert.

  3. Elenika
    9. August 2017, 08:12 | #3

    Leider zahlen noch immer viel zu viele ihre Steuern, es müssten viel mehr die Zahlungen verweigern damit der Staat mal wach wird. Es reicht nicht aus, in einem halbjährlichen Modus junge Leute im Staatsdienst zu beschäftigen, wo sie nicht einmal entsprechend ausgebildet herumsitzen und wie die übrigen Beamten keine Kompetenzen haben. Dieser „osmanische Staat“ benötigt an allen Ecken Reformen aber auch mehr europäische Unterstützung. Nun wird ihm durch Trampel Tramp auch noch ein höherer Militärhaushalt aufgeschwatzt und die Rentner werden bald alle aus den eventuell noch vorhandenen Mülltonnenresten leben.

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