Griechenland kippt wirtschaftliche Regeln

30. August 2017 / Aktualisiert: 30. August 2017 / Aufrufe: 778

Die deutsche Presse zeigt eine Besonderheit Griechenlands auf Ebene der Wirtschaft auf.

Die Griechen ziehen vor, Unternehmen anstatt dem Staat Geld zu leihen„, lautet der Titel eines Beitrags in der der deutschen Zeitung „Frankfurter Allgemeine“ (FAZ), der betont:

Es ist außerordentlich selten, dass staatliche Anleihen (…) deutlich höhere Zinssätze als die Anleihen von Unternehmen des selben Landes bieten müssen.

Investoren misstrauen Griechenlands Fiskus weiterhin

Die deutsche Zeitung führt konkret das Beispiel des Athener Unternehmenskonzerns Mytilineos an, der „für eine fünfjährige Anleihe über 300 Mio. € einen Zinssatz von 3,1% bot, während einen Monat später der griechische Staat gezwungen war, für eine ebenfalls fünfjährige Anleihe über 3 Mrd. € einen Coupon mit 4,37% anzubieten„. Wie die Zeitung betont, „(…) haben sich für die großen Unternehmen die direkt auf dem Markt emittierten Anleihen schnell zu einem interessanten Finanzierungswerkzeug entwickelt. Weil die griechischen Banken sich mehr damit beschäftigen, die Berge der ‚roten‘ Kredite und die teure Finanzierungshilfe der EZB einzuschränken als große Kredite bereitzustellen.

Dem Bericht der Zeitung zufolge werden auf dem Markt in nächster Zeit noch mehr Firmenanleihen erwartet. Die Gründe für die Wende der griechischen Investoren zu den Firmenanleihen zu erklären versuchend betont die FAZ, dass der griechische Staat nach dem (Schulden-) „Schnitt“ des Jahres 2012 immer noch nicht das Vertrauen der Investoren wiedererworben hat. Eine weitere griechische Besonderheit besteht darin. dass die griechischen Investoren wegen der seit Sommer 2015 bestehenden Kapitalverkehrskontrollen keine Investitionen im Ausland zu tätigen vermögen.

(Quelle: dw.com)

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