88 Prozent der Bürger Griechenlands misstrauen der Regierung

4. August 2017 / Aufrufe: 516

Laut dem Eurobarometer für Frühling 2017 vertrauen  in Griechenland 88 Prozent der Bürger nicht der Regierung und 98% glauben, die Wirtschaft des Landes sei abgesoffen.

Im Eurobarometer für Frühjahrs 2017 beschreiben die Griechen ihre persönliche Zukunft, aber auch die Lage der Wirtschaft Griechenlands in „düsteren“ Farben.

Konkret erklären 98% der Griechen, die Lage der Wirtschaft sei völlig schlecht (Anstieg um 1% im Verhältnis zu dem Eurobarometer für Herbst 2016). Ein entsprechender Pessimismus wird auch auf die Frage bezüglich der wirtschaftlichen Lage der griechischen Haushalte verzeichnet, wobei 7 von 10 Befragten diese als völlig schlecht charakterisieren, während 49% antworten, auch ihre persönliche berufliche Situation sei völlig schlecht.

Nur noch 11% der Bürger Griechenlands vertrauen der Regierung

Auf eine Frage bezüglich ihres in die Regierung gehegten Vertrauens antworten sogar 87% negativ, gegenüber gerade einmal 11%, die erklären, der Regierung zu vertrauen. Entsprechend erklären 86%, auch kein Vertrauen in das Parlament zu haben. Zur selben Stunde schätzen 62% ein, die wirtschaftliche Situation in Griechenland werde sich in den nächsten 12 Monaten verschlechtern, wobei 61% antworten, auch auf dem Arbeitsmarkt werde sich die Lage verschlimmern.

Was die grundlegenden Probleme betrifft, denen das Land begegnet, benennen die Griechen der Reihe nach die Arbeitslosigkeit (51%), die wirtschaftliche Situation (45%), die Verschuldung (26%), die Besteuerung (16%), die Auswanderung und die Lebenshaltungskosten (12%), die Lage des Sozialversicherungssystems (11%) und die Renten (10%).

Die Europäer sind optimistisch

Auf EU-Ebene zeigt die Mehrheit der Befragten (56%) sich bezüglich der Zukunft der EU optimistisch – was im Verhältnis zu Herbst 2016 einem Anstieg um sechs Prozentpunkte entspricht, wobei der größte Anstieg in Frankreich verzeichnet wird. Besonders signifikante Anstiege werden in Frankreich (55%, + 14 Punkte seit dem vergangenen Herbst), in Dänemark (70%, +13 Punkte) und in Portugal (64%, +10 Punkte) beobachtet.

Das Vertrauen in die EU nimmt weiterhin zu und erreicht mittlerweile 42% (gegenüber 36% im Herbst 2016 und 32% im Herbst 2015). Der größte Anstieg wurde in Frankreich (41%, +15 Punkte), in Dänemark (56%, +11 Punkte) und in Estland (55%, +11 Punkte) verzeichnet. In Deutschland nahm es ebenfalls um 10 Punkte zu und erreichte 47%.

40% der Europäer haben ein positives Bild über die EU (+5 Prozentpunkte seit Herbst 2016), wobei die Anzahl der Befragten mit einem positiven Bild in 24 Mitgliedstaaten und insbesondere in Frankreich (40%, +11 Punkte), Dänemark (42%, +10 Punkte) und Luxemburg (57%, +10 Punkte) einen Anstieg zeigt. Schließlich fühlen sich 68% der befragten als EU-Bürger, was der jemals erreichte Höchststand bezüglich des besagten Indexes ist.

Starke Unterstützung des Euro

Ungefähr die Hälfte der Europäer erachten, die aktuelle Lage ihrer nationalen Wirtschaft sei „gut“ (46%, +5 Prozenteinheiten seit Herbst 2016). Dieser Anteil ist in den beiden letzten Jahren signifikant gestiegen (+20 Punkte seit Frühjahr 2013, +26 Punkte seit Frühjahr 2009). Obwohl zwischen den Mitgliedstaaten weiterhin große Unterschiede bestehen, gewinnen die positiven Bewertungen der nationalen Wirtschaften in 22 Mitgliedstaaten an Boden, und zwar speziell in Finnland (59%, +19 Punkte), Portugal (33%, + 18 Punkte) Belgien (60%, +11 Punkte) und Ungarn (41%, + 11 Punkte).

In der Eurozone unterstützen fast drei Viertel der Befragten den Euro (73%, +3 Punkte), welcher Anteil der höchste ist, der seit Herbst 2004 verzeichnet wurde. In den folgenden Ländern unterstützen 80% oder noch mehr der Befragten den Euro: Slowakei, Deutschland, Estland, Irland, Slowenien und Luxemburg.

(Quelle: eleftherostypos.gr)

KategorienAllgemein
Tags: ,
  1. windjob
    4. August 2017, 14:57 | #1

    Dies ist doch normal. Wer in drei Teufels Nahmen traut den heute noch einem Politiker. Das sind doch all Lügner, Betrüger und ausserdem sind sie alle korrupt, auch in Deutschland. Siehe Dieselaffäre.

Kommentare sind geschlossen