Wildcampen in Griechenland

3. Juli 2017 / Aufrufe: 1.805

Was Camper über das wilde Campen in Griechenland wissen müssen!

Es ist die Art eines Urlaubs, der uns das größte Freiheitsgefühl und den unmittelbarsten und genüsslichsten Kontakt zur Natur bietet. Trotz allem ist in Griechenland das wilde Campieren in archäologischen Stätten, an Ufern, auf Stränden, in Ausläufern öffentlicher Forste und auf „allgemein gemeinschaftlich genutzten Lokalitäten“ verboten und wird deswegen von Rechts wegen als Vergehen verfolgt.

Was genau gilt jedoch bezüglich des Verbots des wilden Campens und welche sind die Rechte der Camper? (Siehe auch Wildcampen und Wohnmobile in Griechenland)

Rechte und Pflichten „wilder“ Camper in Griechenland

Prinzipiell muss ein Verbotsschild der Tourismus-Behörde (EOT) existieren und sichtbar sein. Andererseits gestatten viele kommunale Behörden das wilde Campen. Informationen sind im Zweifelsfall bei den lokalen Trägern einzuholen. Weiter ist nicht zu vergessen, abgesehen von den Bestimmungen über das Wildcampen auch auf die Umwelt zu achten, keinen Müll zu hinterlassen und keinen großen Lärm zu veranstalten, da dies ebenfalls Verstöße sind.

Die Polizei: Falls uns die Polizei besucht, sind wir zu erfahren / wissen berechtigt, welcher der Verstoß ist, woraus sich das Camping-Verbot ergibt und woher die Beschwerde herrührt. Trotz allem können sie uns festnehmen und zur Feststellung der Identität auf das Polizeirevier führen. Falls zu jener Stunde ein Amtsgericht tagt, können sie uns diesem im Schnellgerichtsverfahren vorführen.

Innerhalb und außerhalb des Zeltes: Wenn die Polizei uns innerhalb unseres Zeltes vorfindet und wir nicht herauskommen, wird diesem als Wohnung (Wohnungs-Asyl) begegnet und der Polizei ist das Eindringen in das Zelt nur mit einem einschlägigen Durchsuchungsbeschluss oder in Begleitung eines Justizdieners gestattet – was in der Praxis niemals stattfindet, außer wenn begründete Verdachtsmomente wegen Besitzes von Waffen oder Drogen existieren. Viele außerhalb eines Zeltes angetroffene Camper behaupteten, auf einen eintägigen Bade-Ausflug hergekommen zu sein. Manchen wurde trotz allem geglaubt.

Halbzelte und Hängematten: Die Hängematten sind erlaubt und ein praktisch dem Sonnenschutz dienendes und nicht mit einer Tür schließendes Zelt gilt als provisorischer / vorläufiger Schattenspender. Die es begleitende „Aussteuer“ vermag den Camper jedoch „zu verbrennen“, da Kochtöpfe, Taschenlampen, Matratzen, Schlafsäcke und sonstige Utensilien wohl eher ein auf Tage ausgelegtes Campieren offenbaren.

Persönliche Gegenstände: Das Zelt kann von der Polizei beschlagnahmt werden, nicht jedoch auch unsere persönlichen Gegenstände. In der Praxis wird dem Camper, wenn er kooperativ ist, fast immer die Möglichkeit gewährt, vor seiner Festnahme seine persönlichen Gegenstände einzusammeln.

Was bezüglich der Geldstrafen gilt: Sofern jemand (des rechtswidrigen Wildcampens) für schuldig erklärt wird, wird von dem Amtsgericht entweder eine (in eine Geldstrafe umwandelbare) Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten oder ein Bußgeld von bis zu 3.000 € verhängt. Die vormals vorgesehene Verwaltungsstrafe von 300 € ist dagegen mittlerweile abgeschafft worden.

(Quellen: koutipandoras.gr, doctv.gr)

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