Griechen arbeiten 203 Tage für das Finanzamt

2. Juli 2017 / Aufrufe: 1.143

Steuerzahler in Griechenland arbeiten 7 Monate im Jahr für das Finanzamt.

Der durchschnittliche Bürger in Griechenland arbeitet ab dem Beginn des Jahres bis zum 23 Juli einzig und allein, um das Finanzamt und die Versicherungskassen zu bezahlen.

Dies geht aus der Jahresstudie des Zentrums für liberale Studien ‚Markos Dragoumis‘“ (KEFIM) zum Tag der wirtschaftlichen Freiheit hervor, die am Mittag des 27 Juni 2017 in einem zentral gelegenen Hotel in Athen präsentiert wurde.

Griechen müssen entweder emigrieren oder Steuern hinterziehen

Die Anzahl der Tagesverdienste, die in Griechenland ein durchschnittlicher Steuerpflichtiger jedes Jahr verliert, steigt kontinuierlich an. Während veranschlagt wird, dass ihm 2017 das Finanzamt und die Kassen das Einkommen von 203 Tagen wegnehmen werden,  lag dieser Wert 2016 noch bei 188 Tagen und ist seit 2007 wegen des kontinuierlichen Anstiegs der Steuern und (Pflicht-) Beiträge um ungefähr 60 Tage gestiegen.

Bei der einschlägigen Präsentation referierend erklärte Miranta Xana, wissenschaftliche Mitarbeiterin des KEFIM, dass von 100 Euro, für die ein Gewerbetreibender bzw. Freiberufler Quittungen ausstellt, bis zu 82 Euro in der Form von Steuern und Abgaben an den Staat gehen, und merkte an: „Es sollte bei uns also keine Überraschung hervorrufen, dass die Griechen steuerlich emigrieren, da sie entweder auswandern oder Steuern hinterziehen müssen.

Adonis Georgiadis, stellvertretender Vorsitzender der Nea Dimokratia (ND), merkte seinerseits an, Griechenland sei von einem Land, welches das Unternehmertum begünstigte, leider zu einem Land geworden, in dem alle schlechtbezahlte öffentliche Bedienstete werden möchten. Er betonte, dass der Staat Bürger so wenig wie möglich belasten müsse, dass diese in den letzten 2 Jahren eine weiteres Monatseinkommen verloren, das ihnen der Staat wegnahm, sowie auch, dass mit der Nea Dimokratia als Regierung mittels des Aufräumens beim Staat die Besteuerung gesenkt werden wird.

(Quelle: capital.gr, Autor: Spyros Dimitrelis)

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