Barzahlungsbeschränkungen in Griechenland

1. Mai 2017 / Aktualisiert: 02. Mai 2017 / Aufrufe: 4.761

Was in Griechenland derzeit für die finanzielle Abwicklung von Geschäftsvorgängen zwischen Gewerbetreibenden und Unternehmen sowie Privatleuten gilt.

Das Team der wissenschaftlichen Mitarbeiter des griechischen Internet-Portals „Taxheaven“ trug die derzeit (Stand: Ende April 2017) in Griechenland geltenden Bestimmungen und Beschränkungen in Bezug auf den Zahlungsverkehr zwischen Unternehmen sowie Unternehmen und Privatleuten in einer tabellarisch gestalteten Übersicht zusammen.

Nachstehend werden in deutscher Übersetzung auszugsweise einschlägige Bestimmungen angeführt, aus denen unter anderem hervorgeht, dass für in Griechenland zwischen Privatleuten getätigte Transaktionen zumindest hinsichtlich des (gesetzlich) vorgesehenen Zahlungsmodus nach wie vor praktisch keinerlei Einschränkungen gelten.

Abwicklung von Zahlungen in Griechenland

I. Zwischen Gewerbetreibenden / Unternehmen getätigte Geschäftsvorgänge

Geschäftsvorgänge zwischen Gewerbetreibenden / Unternehmen
Transaktionsbetrag Vorgesehener Zahlungsmodus Sanktionen bei nicht vorgesehener Zahlungsweise
Bis 500 € Beliebig – –
Ab 500,01 € (ohne MwSt.) und bis zur Grenze des nächsten Falls Mit Bankzahlungsmitteln * Die Aufwendung kann nicht (steuerlich) abgesetzt werden
Ab 3.000 € und mehr (inkl. MwSt.) Über Bankkonten oder mittels der selben Konten beglichener Schecks Die Aufwendung kann nicht abgesetzt werden + Verhängung einer Geldstrafe nach Par. 1 und 2a des Art. 5 des N.2523/1997 **

(*) [Dieser Zahlungsmodus gilt nicht für die Aufwendungen für Strom- und Wasserversorgung, die an den Kassen (Schaltern) der Unternehmen sowie auch in den für deren Rechnung Einnahmen tätigenden angeschlossenen Läden beglichen werden, sofern sie aus den geeigneten Unterlagen nachgewiesen werden, welche die Kundendaten aufweisen.]

(**) Die Bestimmungen des Art. 5 kommen auf Missachtungen zur Anwendung, die im Zeitraum bis zum Geltungsbeginn der Artikel 54 und 55 des N. 4174/2013 begangen wurden, die wiederum mit Paragraph 6 des Artikels des 7 des N. 4337/2015 ab seiner Veröffentlichung im Regierungsanzeiger, also ab dem 17.10.2015 abgeschafft wurden. Bisher gibt es keine Bestimmung, die nach Abschaffung besagten Artikels für diese Fälle eine Geldstrafe festsetzt.

II. Von Gewerbetreibenden / Unternehmen an Privatleute erfolgende Verkäufe von Waren oder Dienstleistungen

Verkäufe von Gewerbetreibenden / Unternehmen an Privatleute ab 22.12.2016
Einzelhandels-Verkaufspreis Vorgesehener Zahlungsmodus Sanktionen bei nicht vorgesehener Zahlungsart
Bis 500 € (inkl. MwSt.) Beliebig – –
Ab 500,01 € (inkl. MwSt.) Mit Bankzahlungsmitteln Verhängung einer Geldstrafe nach Art. 4 des Gesetzes N. 2523/1997

III. Im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses von Gewerbetreibenden / Unternehmen beglichene Aufwendungen

Zahlungen der Gewerbetreibenden / Unternehmen im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses
Betrag der Aufwendung Vorgesehener Zahlungsmodus Sanktionen bei nicht vorgesehener Zahlungsart
Unabhängig vom Betrag a. Mittels elektronischer Zahlungsmittel
b. Mittels eines Anbieters von Zahlungsdiensten
Die Aufwendung kann nicht abgesetzt werden (Anmerkung: Kommt für Lohnzahlungen ab Januar 2017 und nachfolgend zur Anwendung) *

(*) [Anmerkung: Auf Basis von POL.1061/2017 wurde akzeptiert, dass hinsichtlich der sich auf den Monat Januar 2017 beziehenden und wegen der erstmaligen Umsetzung der neuen Bestimmungen eventuelle vor der Veröffentlichung des Gesetzes 4446/2016 erfolgte Vorauszahlungen unabhängig von der Weise ihrer Entrichtung als steuerlich absetzbar anerkannt werden.]

IV. Transaktionen zwischen Privatleuten

Für Geschäftsvorgänge zwischen Privatleuten (z. B. An- / Verkauf von Fahrzeugen, Motorrädern usw.) besteht bisher keinerlei Einschränkung hinsichtlich des Modus ihrer Begleichung bzw. finanziellen Abwicklung. Diese Vorgänge können demnach unabhängig von dem Transaktionsbetrag nach wie vor auch in bar abgewickelt werden.

(Quelle: taxheaven.gr)

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